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Ev­ge­ny Ti­tov

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Evgeny Titov wurde in Kasachstan geboren. Nach einer Schauspielausbildung an der Theaterakademie St. Petersburg arbeitete er zunächst als Schauspieler in Russland, bevor er Regie am Max Reinhardt Seminar in Wien studierte. Titov ist heute einer der gefragtesten Regisseure in Theater und Oper in ganz Europa. Als international gefeierter Regisseur führte ihn seine Arbeit u. a. ans Staatsschauspiel Dresden, wo er die Uraufführung von Martin Heckmanns Mein Herz ist rein inszenierte. Darüber hinaus inszenierte er am Landestheater Linz, am Düsseldorfer Schauspielhaus (Shakespeares Macbeth und Richard III., Arthur Millers Der Schmelztiegel), bei den Salzburger Festspielen (Maxim Gorkis Sommergäste) und an der Münchner Residenz. Zu seinen Arbeiten gehören darüber hinaus Tri Sestri (Salzburger Festspiele), Iolanta (Wiener Staatsoper), King Lear (Düsseldorfer Schauspielhaus), Die Liebe zu den drei Orangen (Semperoper Dresden), Tannhäuser (Grazer Oper), L’Orfeo (Opernhaus Zürich), Der Kirschgarten (Hessisches Staatstheater), Le nozze di Figaro (Bayerische Staatsoper), L’incoronazione di Poppea (Opéra national du Rhin) und Gier unter Ulmen (Residenztheater München). Nach Œdipe (2021) inszeniert Titov in der Spielzeit 2025/26 Richard Strauss’ Salome an der Komischen Oper Berlin.

Stand: Oktober 2025

Nächste Termine und Besetzung

Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Kosky zeigt, was er auch kann: behutsam führen, das Innerste der Figuren ins Äußere der Protagonisten kehren...
Im Dickicht der Gefühle
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
#KOBOnegin
1. Februar 2016
… wie genau Kosky in die Abgründe aller Beteiligten schaut, ist bewundernswert.
Feinnerviges Psychogramm junger Leute
Uwe Friedrich, BR Klassik
#KOBOnegin