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Solistin - Mezzosopran

Ka­ro­li­na Gu­mos

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Ich brauche die Natur zum Atmen.
Im Ensemble der Komischen Oper
Berlin seit 2006. 2022 zur Berliner
Kammersängerin ernannt.

HEIMAT
Gdynia / Polen

STUDIUM
Akademia Muzyczna in Poznan (Wojciech Maciejowski)
Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin (Anneliese Fried)
1. Von welcher Opernfigur hast du am meisten gelernt (und was?)
Technisch gesehen vom Oktavian aus dem Rosenkavalier. Neben der innigen Liebe, mit der ich die Figur gesungen habe, war es für mich eine wunderbare Lektion darin, meine Kräfte einzuteilen, ohne die Euphorie eindämmen zu müssen.
Aus charakterlicher Sicht: Die kompromisslose Selbstbestimmung der Carmen ließ mich auf der Bühne immer freier atmen – selbst noch im Sterben … ; )

2. Was singst du, wenn niemand hinhört?
Im Moment summe ich gern mit Johnny Hartman oder Chet Baker. Doch das ändert sich ständig, da ich es liebe, zwischen den Genres zu wandern und mich immer wieder neu begeistern zu lassen.

3. Welchen Beruf hättest du heute, wenn du nicht Sängerin geworden wärst?
Ich empfinde große Dankbarkeit für meinen Beruf, der sich aus vielen Momentaufnahmen zusammensetzt.
Wenn ich jedoch etwas Dauerhafteres wählen müsste – etwas, das „bleibt“ –, würde mich die Filmregie reizen: Nuancen und Stimmungen herausarbeiten, Spannung verdichten, Zeit gestalten. Das könnte mir große Freude bereiten.

4. Welches Kunsterlebnis hat für dich alles verändert?
Die stärksten künstlerischen Erfahrungen schenkt mir die größte aller Künstlerinnen: die Natur. Ihr extravaganter und unerschöpflicher Einfallsreichtum – im Kleinsten wie im Größten – relativiert vieles und inspiriert mich immer wieder neu.

5. Was machst du nach der Vorstellung?
Nach der Vorstellung beginnt für mich meist noch ein kleiner Epilog: Ich begebe mich in die Hände der Deutschen Bahn.
Manchmal übertrifft die Heimreise also an dramaturgischen Wendungen, Kunstpausen und der Länge der „Aufführung“ sogar meine eigene Vorstellung.
Es bleibt also spannend...

Nächste Termine und Besetzung

Magazin

9. Dezember 2021
Barrie Kosky ist mit Jacques Offenbachs
»Orpheus in der Unterwelt« zweifellos ein neuer Publikumsrenner gelungen. ... Selten war in einer Vorstellung so viel Kichern und Lachen zu hören.
Tap, tap, tap, quietsch, oops
Volker Blech, Berliner Morgenpost
#KOBOrpheus-Unterwelt
8. Dezember 2021
Unfassbar virtuos ist der Schauspieler Max Hopp, der als John Styx im Besetzungszettel aufgeführt ist, aber alle Sprechtexte übernimmt, ... das Resultat begeistert nicht nur durch reibungslose Perfektion, sondern durch einen überwältigend surrealen Effekt…. Es liegt beileibe nicht nur an ihm, dass sich diese Produktion in die großen Erfolge der Ära Kosky einreiht – aber zweifellos ist er das Gesicht dieser Aufführung.
Peter Uehling, Berliner Zeitung, 08.12.2021
Barrie Koskys »Orpheus in der Unterwelt«: Götter mit Aufmerksamkeitsdefizit
#KOBOrpheus-Unterwelt
17. September 2026
»Eine Lehrstunde in Sachen musiktheatraler Personenregie… Kosky trifft Entscheidungen, die bei allem Überzeitlichen subtil im Hier und Heute ankern. So wird Glosters flüchtiger Sohn Edgar in seiner Verkleidung als Bettler Tom zu einer queeren Figur mit BH und Glitzerhäubchen. Ein wackelig staksendes Menschenwesen, das die um die Macht im Reich streitenden Edmunds, Gonerils (Rosie Aldridge mit dem Leuchtfeuer einer Brünnhilde) und Regans (Nicole Chevaliers Strauss’scher Sahnesopran) wohl einfach zerquetschen könnten. Aber der Countertenor Aryeh Nussbaum Cohen kann nicht nur fragil wie in den erschütternden "Tom friert!"-Rufen, sondern lässt auch schon die Entschlossenheit jenes Edgar durchschimmern, der seinen Halbbruder Edmund (echter Strahletenor: Brenton Ryan) zur Rechenschaft ziehen wird.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
#KOBLear