©
Solistin - Mezzosopran

Ka­ro­li­na Gu­mos

©
Zitat einfügen oder Element löschen - EN nicht vergessen
Ich brauche die Natur zum Atmen.
Im Ensemble der Komischen Oper
Berlin seit 2006. 2022 zur Berliner
Kammersängerin ernannt.

HEIMAT
Gdynia / Polen

STUDIUM
Akademia Muzyczna in Poznan (Wojciech Maciejowski)
Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin (Anneliese Fried)
Direkt an der Danziger Bucht wuchs Karolina Gumos auf. Vor ihrer Haustür lag das weite Meer und weckte die Neugier auf das, was hinter dem Horizont lag – für die Augen unsichtbar, aber mit dem Herzen zu erahnen. So auch das Singen. Ihre erste Rolle (im Kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry) sang sie in dem am Strand ihrer Heimatstadt gelegenen Musical-Theater. Sie war 18 Jahre alt, und mit Gesang hatte sie vorher nichts am Hut gehabt. Sie ging zum Vorsingen, weil ihr damaliger Freund in der Produktion mitwirkte. »Plötzlich merkte ich, wie viel Spaß mir das Singen macht!« Und ihre Stimme entpuppte sich als perfektes Material für die Oper.
1. Von welcher Opernfigur hast du am meisten gelernt (und was?)
Technisch gesehen vom Oktavian aus dem Rosenkavalier. Neben der innigen Liebe, mit der ich die Figur gesungen habe, war es für mich eine wunderbare Lektion darin, meine Kräfte einzuteilen, ohne die Euphorie eindämmen zu müssen.
Aus charakterlicher Sicht: Die kompromisslose Selbstbestimmung der Carmen ließ mich auf der Bühne immer freier atmen – selbst noch im Sterben … ; )

2. Was singst du, wenn niemand hinhört?
Im Moment summe ich gern mit Johnny Hartman oder Chet Baker. Doch das ändert sich ständig, da ich es liebe, zwischen den Genres zu wandern und mich immer wieder neu begeistern zu lassen.

3. Welchen Beruf hättest du heute, wenn du nicht Sängerin geworden wärst?
Ich empfinde große Dankbarkeit für meinen Beruf, der sich aus vielen Momentaufnahmen zusammensetzt.
Wenn ich jedoch etwas Dauerhafteres wählen müsste – etwas, das „bleibt“ –, würde mich die Filmregie reizen: Nuancen und Stimmungen herausarbeiten, Spannung verdichten, Zeit gestalten. Das könnte mir große Freude bereiten.

4. Welches Kunsterlebnis hat für dich alles verändert?
Die stärksten künstlerischen Erfahrungen schenkt mir die größte aller Künstlerinnen: die Natur. Ihr extravaganter und unerschöpflicher Einfallsreichtum – im Kleinsten wie im Größten – relativiert vieles und inspiriert mich immer wieder neu.

5. Was machst du nach der Vorstellung?
Nach der Vorstellung beginnt für mich meist noch ein kleiner Epilog: Ich begebe mich in die Hände der Deutschen Bahn.
Manchmal übertrifft die Heimreise also an dramaturgischen Wendungen, Kunstpausen und der Länge der „Aufführung“ sogar meine eigene Vorstellung.
Es bleibt also spannend...

Nächste Termine und Besetzung

Magazin

15. Juni 2026
»Eine Gratwanderung aus nostalgischem Schmelz, schräger Persiflage und melodramatischen Tönen: Axel Ranischs Revue ist eine Umarmung der DDR-Musik, die seinem begeisterten künstlerischen Naturell entspricht. Eine Verklärung ist sie aber nicht. Die Nostalgie, die einen beim Anblick der Sixties-Hotpants des Balletts befällt, die ist kein exklusives DDR-Gefühl, sie ist in dieser abgründigen Retroshow universell.«
Gunda Bartels, Der Tagesspiegel, 15.06.2026
Revue »Mokka-Hits und Milchbar-Träume«: Die Komische Oper lässt die DDR klingen und klirren

#KOBMokkaHits
15. Juni 2026
»Der Soundtrack der DDR… hinreißend arrangiert, inszeniert und choreografiert. Und die Solisten geben alles, allen voran Gisa Flake und Maria-Danaé Bansen, die schon im »Messeschlager Gisela« brillierten. Aber werden auch die »Mokka-Hits« ein Sommerschlager? Darüber wird nach der Uraufführung noch vor Ort kräftig diskutiert. Aber genau das hatten Ranisch und Benzwi mit ihrer Revue ja im Sinn.«
Peter Zander, Berliner Morgenpost, 15.06.2026
Der Soundtrack der DDR: »Mokka-Hits und Milchbar-Träume«

#KOBMokkaHits