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Lou­lou Ha­me­leers

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Loulou Hameleers ist Sängerin, Schauspielerin, Theatermacherin und Regisseurin und sie hat das Bedürfnis und die Freude, all das zu kombinieren.
Sie ist eine virtuose und vielseitige Sängerin. Von Klassik über Pop und Musical bis hin zu Grunzgeräuschen kann sie alles singen und liebt es, sich darin zu messen. Auf der Bühne fühlt sie sich grenzenlos und frei, sowohl als Sängerin als auch als Schauspielerin, und sie liebt es dirigiert zu werden, möchte aber immer auch mitreden.
Loulou Hameleers ist Teil des Musik- und Performancekollektivs CLUB GEWALT. Im Kollektiv kreieren, komponieren, produzieren und führen sie ihre eigenen Werke auf, bei denen die Musik immer der Anfang, die Mitte und das Ende ist.
Loulou ist auch die Frontfrau der radikal-feministischen Punkband Herr Hamsterfleisch. Ihre Konzerte sind voller Humor, Absurdität und Emotionen, darüber hinaus feiern sie die Frauen.
Seit ein paar Jahren ist sie als Coach und Regisseurin tätig. Mit De Amazones hat sie Wie de f*ck heeft dit gedaan?! erarbeitet und mit Daniëlle Deddens das Stück Nora.
Außerdem ist sie die begeisterte Chorleiterin des CLUB GEWALT Chores.

Magazin

17. Mai 2026
So überzeugend Alma Sadé als Erzählerin fungiert, schreitet Ema Nikolovska als Orlando mit imponierender Sicherheit alle vokalen Dimensionen ihrer Rolle aus! Die beiden führen ein Ensemble an, das sich für diese Produktion vehement ins Zeug legt. Herausragend: der Counter Eric Jurenas als Schutzengel, Anna Nekhames als Sasha, Günter Papendell als Shelmerdine bzw. Greene und als Putto der Tölzer Knabenchor Solist Benedikt Siewert und natürlich non-binary Performer Kevin(a) Taylor als Orlandos (kämpferisches) Kind.
Joachim Lange, NMZ, 17.05.2026
Im Klangwunderland – Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin
#KOBOrlando
17. Mai 2026
Unter Dirigent Johannes Kalitzke, ohnehin einer der kompetentesten Fachleute für Gegenwartsmusik, wird das Stück spürbar schneller gespielt als unter Matthias Pintscher in Wien. Das macht die Erzählsause noch atemloser, dennoch bekommt der Hörer mehr Luft – ein musikalisches Interpretationsparadox!

Die Regisseurin Ewelina Marciniak lässt der Choreografie von Agnieszka Kryst viel Raum, und noch mehr den beiden vorzüglichen Hauptdarstellerinnen des Abends: Alma Sadé als Erzählerin und Ema Nikolovska in der Titelrolle des beziehungsweise der Orlando. Ihre Tessitur ist enorm, beginnend mit einem männlich tiefliegenden »I am alone«, um im Lauf der Oper nicht nur höher und »weiblicher« zu steigen, sondern auch in intensive Deklamation und artistisches Flackern auszuschlagen. Dabei ist Nikolovska kein(e) ätherische(r) Orlando wie Tilda Swinton in Sally Potters bekannter Romanverfilmung von 1992, sondern eine bodenständige, manchmal fast burschikose Bühnenerscheinung, quasi grundtonsicher im bodenlos grundtonfreien Raum.

Neuwirths lustvoll eklektizistische Partitur ist grundlegend out of tune, abrupt die stilistischen Schnitte, schichtenreich die musikalische Collage: Das alles wird von Sängern und Riesenorchester mit Bravour absolviert.
Albrecht Selge, Nachtkritik, 17.05.2026
Binär ins Offene

#KOBOrlando