KIRILL & FRIENDS BERLIN FESTIVAL

Der Schnee­sturm

Nach Vladimir Sorokin
Gastspiel
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In Kirill Serebrennikovs Inszenierung wie auch in Vladimir Sorokins Text ist der Schneesturm die eigentliche Hauptfigur. Er hat viele Stimmen, von denen die meisten weiblich sind. Er weist den Weg, manchmal auch in die Versuchung. Er tadelt, tanzt und singt; er zieht sich in die Stille zurück, und er stellt gewichtige Fragen. Er legt eine Kälte über alles und zugleich einen Schleier des Schlafes, dem man sich nicht hingeben darf. Er führt uns in das Zentrum einer blendenden Helligkeit. Whiteout-Bedingungen. Der Horizont verschwindet, und Erde und Himmel verschmelzen zu einem Ganzen. Die Welt, wie wir sie kennen, verschwindet: Ihre Farben und Formen, Wahrzeichen, Kontraste und Konturen lösen sich auf. Wir finden uns inmitten eines unendlich weiten, völlig leeren weißen Raumes wieder und verlieren das Gleichgewicht.

Dieser schwindelerregende Zustand absoluter Desorientierung bestimmt die Atmosphäre von Kirill Serebrennikovs Inszenierung. Ein existenzielles Kabarett, das das Publikum in eine Welt stürzt, die außer Kontrolle gerät.

Wo ist unten, wo ist oben?
Wohin soll ich gehen?
Warum überhaupt weitermachen?
Wie wird es enden?
Mit dem Tod oder der Erlösung?

Kirill Serebrennikov: »Schnee. Kleine Pferde. Eine gläserne Pyramide. Der Weg. Unendlichkeit. Verlangen. Sturm. Das Nichts. Traum. Täuschung. Wind. Riesen. Dunkelheit. Zweifel. Gefrorene Zeit. Irrtum. Die verlorene Welt. Zombies. Der Impfstoff. Schicksal. Kampf. Tod. Eisraum. Erlösung?«

Nach Vladimir Sorokin in einer Bühnenfassung von Kirill Serebrennikov
Deutsch von Andreas Tretner, eingerichtet von Rustam Akhmedshin
Eine Koproduktion des Düsseldorfer Schauspielhauses mit den Salzburger Festspielen und Kirill & Friends Company
Mittendrin im Geschehen! Es sind Restplätze der Kategorie Premium Parkett zwischen der ersten Reihe und der Bühne (auf dem Orchestergraben) erhältlich. Es gilt freie Platzwahl.

10. / 11. / 12. / 13. Sep
Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme
Bühnenbild und Kostüme
Vlad Ogay
Komponist
Alexander Manotskov
Musikalische Leitung
Licht Design
Sergej Kuchar
Sound Design
Viacheslav Kasianov
Video Design
Dramaturgie
Anna Shalashova/Birgit Lengers
Künstlerische Produktionsleitung
Alina Aleshchenko
Regieassistenz und Abendspielleitung
Ekaterina Kostiukova
Bühnenbildassistenz
Elizaweta Veprinskaya
Dr. Garin
August Diehl
Perkhusha
Filipp Avdeed
weitere Schauspieler:innen
Sonja Beißwenger/Svetlana Mamresheva/Yang Ge/Belendjwa Peter/Mikhail Poliakov/Slava Serdiuchenko/Var­vara Shmy­kova/Claudius Steffens
Live Musik
Malika Maminova
Live Kamera
Frol Podlesnyi
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Magazin

29. April 2025
Der Elviro von Bruno de Sá … ist nicht nur von agilen Koloraturen, sondern wirklich ein Faszinosum, bei dem man sich vorzustellen wagt, wie Kastraten »in echt« geklungen haben mögen… etwas, das man nie im Leben zu hören erwartete. Zum Glück ist die Stimme von de Sá kein Ergebnis einer Verstümmelung, sondern offenbar ein Wunder der Natur und auch der gründlichen Ausbildung. Man kann sich dem Staunen kaum entziehen.
Albrecht Selge, VAN Magazin
Schürzenjagd im Zwischenreich der Seele

#KOBGiovanni
28. April 2025
So farbenfroh wie düster, sphärisch wie turbulent inszeniert… intensiv… kurzweilig, voll Humor aber auch Tiefgang.
Barbara Wiegand, rbb24 inforadio
Kurzweilig und mit Tiefgang: Don Giovanni an der Komischen Oper


#KOBGiovanni
28. April 2025
Hochambitioniert und höchst unterhaltsam
Joachim Lange, concerti
Leben oder Tod – was tut's

#KOBGiovanni
28. April 2024
»Beeindruckend, wie nachhaltig Kirill Serebrennikow die Tiefendimension und die politische Stoßkraft der Macht- und Besitzverhältnisse in Mozarts »Le nozze di Figaro«, die Winkelzüge der Gefühle und des Gelächters, reflektiert und darstellen lässt ... Und wie enthusiastisch ihm das Ensemble der Komischen Oper durch das Comedia-Abenteuer all der Krümmungen und Windungen in Mozarts »Tollem Tag« folgt. Ungeteilt die Zustimmung im Berliner Schillertheater.«

»Le nozze di Figaro« von Wolfgang Amadeus Mozart
Wolfgang Schreiber, Süddeutsche Zeitung
#KOBFigaro
28. April 2024
»Dieses entfesselte Theater funktioniert als Ganzes vor allem, weil Tommaso Barea ein in jeder Hinsicht dunkel attraktiver Figaro ist und Hubert Zapiór sein smart arroganter Gegenspieler als Graf Almaviva. Dass Susanna die Frau ist, die hier eigentlich den größten Durchblick hat, wird von der beherzt frischen Penny Sofroniadou durchweg und darstellerisch beglaubigt. Nadja Mchantaf ist als Contessa längst desillusioniert, was die Dauerhaftigkeit von Liebesglück betrifft. Sie klingt auch melancholisch sanft. ... Am Pult des Orchesters der Komischen Oper sorgt James Gaffigan durchweg für die zupackende Dramatik, die diese szenische Deutung herausfordert, setzt ihr aber auch musikalisches Innehalten entgegen und sichert den Sängern Raum zur Entfaltung.«

»Le nozze di Figaro« von Wolfgang Amadeus Mozart
Joachim Lange, NMZ
#KOBFigaro