Natan Berkowicz

Der in Krakau geborene Natan Berkowicz studierte zunächst an der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater »Leon Schiller« in Łódź, bevor er als freischaffender Kinematograf, Videokünstler und Lichtdesigner Engagement an zahlreichen Theaterhäusern erhielt. Berkowicz arbeitete bereits mit Regisseur:innen wie Krystian Plate, Jan Klata, Wiktor Bagiński und Radek Stępień zusammen und schuf Videoinstallationen für Produktionen wie The Trial, La clemenzia di Tito, Roméo et Juliette, Lazarus, Who killed Caspar Hauser und Capri. Außerdem entwickelte Berkowicz im Auftrag des AUKSO-Kammerorchesters der Stadt Tychy ein audiovisuelles Projekt mit 8 Episoden.

Berkowicz’ Arbeit zeichnet sich vor allem durch die kreative Arbeit mit vielschichtiger Bildverschmelzung, generativer Kunst, KI und Collagen aus. Mit diesen Hilfsmitteln erschafft er dunkle, mehrdimensionale Realitäten. An der Komischen Oper Berlin erarbeitet Berkowicz in Zusammenarbeit mit Ewelina Marciniak die Videoinstallationen der Neuproduktion Orlando.

Stand: Mai 2026

Magazin

4. September 2026

Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
#KOBLear
10. Mai 2026
Unserer Touren hinter die Bühne der Komischen Oper Berlin zeigen unseren Gästen, welche Detailliebe hinter jeder Arbeit steckt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Menschen auf unseren Führungen Kultur erst richtig zu schätzen lernen – weil sie sehen, wie viel Herzblut und Überlegung in jedes Detail fließt, wenn aus Darsteller:innen Bühnenfiguren werden. Das liebe ich an meinen Job.