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Ray Chenez

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NAME  
Ray Chenez

HEIMAT 
Lockport, Vereinigte Staaten

STUDIUM 
State University of New York
Florida State University

WETTBEWERBE/PREISE
2014 George London Award

WICHTIGE DIRIGENT:INNEN
Laurence Cummings
Antonio Pappano
Herbert Blomstedt
Lars Ulrik Mortensen

WICHTIGE REGISSEUR:INNEN 
Herbert Fritsch
Stefano Poda
David McVicar

WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Orfeo (Orfeo ed Euridice, State Opera Plovdiv)
Nerone (L’incoronazione di Poppea, Théâtre des Champs-Élysees)
The Voice of Apollo (Death in Venice, Neue Oper Wien)
Oberon (A Midsummer Night’s Dream, Santa Fe Opera)
Witch of Endor (Saul, MusikTheater an der Wien)

AUSFLÜGE 
Sänger bei BroadRAY! (Galagos Country Estate)

AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN 
Daniel (Belshazzar)

Stand: Dezember 2025

Magazin

17. Mai 2026
So überzeugend Alma Sadé als Erzählerin fungiert, schreitet Ema Nikolovska als Orlando mit imponierender Sicherheit alle vokalen Dimensionen ihrer Rolle aus! Die beiden führen ein Ensemble an, das sich für diese Produktion vehement ins Zeug legt. Herausragend: der Counter Eric Jurenas als Schutzengel, Anna Nekhames als Sasha, Günter Papendell als Shelmerdine bzw. Greene und als Putto der Tölzer Knabenchor Solist Benedikt Siewert und natürlich non-binary Performer Kevin(a) Taylor als Orlandos (kämpferisches) Kind.
Joachim Lange, NMZ, 17.05.2026
Im Klangwunderland – Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin
#KOBOrlando
17. Mai 2026
Unter Dirigent Johannes Kalitzke, ohnehin einer der kompetentesten Fachleute für Gegenwartsmusik, wird das Stück spürbar schneller gespielt als unter Matthias Pintscher in Wien. Das macht die Erzählsause noch atemloser, dennoch bekommt der Hörer mehr Luft – ein musikalisches Interpretationsparadox!

Die Regisseurin Ewelina Marciniak lässt der Choreografie von Agnieszka Kryst viel Raum, und noch mehr den beiden vorzüglichen Hauptdarstellerinnen des Abends: Alma Sadé als Erzählerin und Ema Nikolovska in der Titelrolle des beziehungsweise der Orlando. Ihre Tessitur ist enorm, beginnend mit einem männlich tiefliegenden »I am alone«, um im Lauf der Oper nicht nur höher und »weiblicher« zu steigen, sondern auch in intensive Deklamation und artistisches Flackern auszuschlagen. Dabei ist Nikolovska kein(e) ätherische(r) Orlando wie Tilda Swinton in Sally Potters bekannter Romanverfilmung von 1992, sondern eine bodenständige, manchmal fast burschikose Bühnenerscheinung, quasi grundtonsicher im bodenlos grundtonfreien Raum.

Neuwirths lustvoll eklektizistische Partitur ist grundlegend out of tune, abrupt die stilistischen Schnitte, schichtenreich die musikalische Collage: Das alles wird von Sängern und Riesenorchester mit Bravour absolviert.
Albrecht Selge, Nachtkritik, 17.05.2026
Binär ins Offene

#KOBOrlando