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Shortcast »Die Nase«
Läuft bei uns

Die Nase

Dmitri Schostakowitsch
Wieder da!
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Ein Mann verliert seine Nase – und die beginnt ein Eigenleben. In einer Mischung aus Albtraum und verrückt überzogener Satire inszeniert Regisseur Barrie Kosky steppende Nasen, fahrende Rikscha-Tische und karikaturesk überzeichnete Protagonist:innen mit knallbunten Kostümen zwischen Folklore und Historismus in einem kühlen, trotz seiner Größe klaustrophobisch wirkenden Raum. Die surrealistische Geschichte um die Verlustängste und die Paranoia des kleingeistigen Emporkömmlings Platon Kusmitsch Kowaljow wird zum absurden revueartigen Kaleidoskop der Eitelkeiten, einer verstörenden Mischung aus Wozzeck und Alice im Wunderland, die ihre ganz eigene »sinnlose« Logik besitzt.
Während Barbier Iwan Jakowlewitsch zum Ärger seiner Frau und zu seiner eigenen Überraschung eines schönen Morgens eine Nase im Brotteig findet, die er rasch wieder loszuwerden versucht, muss Kollegienassessor Platon Kusmitsch Kowaljow nach durchzechter Nacht erschrocken feststellen, dass ihm seine Nase abhanden gekommen ist. Panisch macht er sich auf die Suche nach dem flüchtigen Körperteil. Eine andauernde Nasenlosigkeit würde das gesellschaftliche Aus für ihn bedeuten! Bei einem Trauergottesdienst in der Kathedrale glaubt er, seiner Nase zu begegnen, doch kann er sie nicht überzeugen, bei ihm zu bleiben.
Oper in drei Akten nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolai Gogol [1930]

Libretto von Dmitri Schostakowitsch, Jewgeni Samjatin, Georgi Ionin und Alexander Preis

Deutsche Textfassung von Ulrich Lenz
Im Repertoire seit 16. Juni 2018
Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden, der Sydney Opera und dem Teatro Real Madrid
Empfohlen ab Klasse 9
Deutsch
2h, keine Pause
30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (außer vor Premieren, Kinderopern, konzertanten Aufführungen, Silvester- und Sonderveranstaltungen)
Was Barrie Kosky in Klaus Grünbergs neutral­grauem Bühnen­kasten veranstaltet, über­zeugt durch schier grenzen­lose Fantasie. … Wirklich bewundernswert aber ist, wie es dem Regisseur gelingt, in­mitten der schrillen Groß­stadt­groteske dann doch ein wenig Mitleid für seinen Prota­go­nisten zu er­regen. Koskys Kowaljow ist nicht nur eitel und von Ehrgeiz zerfressen. So wie Günter Papendell ihn mit grandioser Körperlichkeit spielt – und mit seinem geschmeidigen Heldenbariton singt – bekommt er eine menschliche Dimension.
Frederick Hanssen, Der Tagesspiegel
Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild
Kostüme
Choreografie
Dramaturgie
Spielleitung
Julia Huebner
Platon Kusmitsch Kowaljow
Iwan Jakowlewitsch / Leiter einer Annoncenredaktion / Arzt
Polizeioberhauptmeister / Eunuche
Iwan, Diener von Kowaljow / Polizeipförtner / 1. Herr / Eunuche / 2. Polizist
Wütender Mann in der Kathedrale
Pelagea Grigorjewna Podtotschina / Reiseleiterin / Passantin / Begleiterin
Trauernde Frau in der Kathedrale / Podtotschinas Tochter / Begleiterin
Die alte Gräfin / Fernsehmoderatorin
Praskowja Ossipowna / Verkäuferin
1. Angestellter / 1. Polizist / 4. Herr / 1. Bekannter Kowaljows / Diener
2. Angestellter / 3. Polizist / 5. Herr / 3. Bekannter Kowaljows / 2. Sohn
3. Angestellter / 4. Polizist / Spekulant
4. Angestellter / 6. Polizist / 6. Herr / 3. Student
5. Angestellter / 10. Polizist / 2. Neuankömmling
Vater / 2. Dandy
Wachmann / 7. Angestellter / Kutscher
Sam Taskinen
8. Angestellter / Zweites Kind / 4. Student
5. Polizist / 2. Herr / 1. Dandy / 2. Bekannter Kowaljows / Eunuche / 1. Student / 1. Zuschauer
7. Polizist / 3. Herr / 2. Student
8. Polizist / 7. Herr / 5. Student
Jan Proporowitz
9. Polizist / Ein alter Mann / 6. Student
Timothy Oliver
1. Kind / 1. Sohn / 1. Neuankömmling
Pjotr Fjodorowitsch / Oberst / 7. Student / 2. Zuschauer
Diener der alten Gräfin / Iwan Iwanowitsch / 8. Student
Taxifahrer
Simon Wallfisch
Mutter
Hannah Kretschmer
6. Angestellter
Matt­hi­as Spen­ke
Die Nase
Maddox Marsollek/Miles Marsollek
Balaleika
Oxana Faller

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