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Chris­toph Mar­ti

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NAME
Christoph Marti

HEIMAT
Bern

STUDIUM
Konservatorium für Musik und Theater Bern

WETTBEWERBE
Kritikerpreis der Berliner Zeitung
Salzburger Stier
B.Z.- Kulturpreis
2022 Kulturpreis des Schweizer Bundesamtes für Kultur für die Zusammenarbeit mit den Geschwister Pfister

WICHTIGE DIRIGENT:INNEN
Adam Benzwi
Kai Tietje

WICHTIGE REGISSEUR:INNEN
Bernd Mottl
Axel Ranisch
Stefan Huber
Barrie Kosky

FESTE ENGAGEMENTS
Stadttheater Bern
Theater Freiburg

WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Albin/Zaza (La Cage aux Folles, Staatstheater am Gärtnerplatz)
Dolly Levi (Hello, Dolly! Stadttheater Bern)
Silva Varescu (Die Csárdásfürstin, Oper Köln)
Daisy Parker (Ball im Savoy, Staatstheater Nürnberg)

AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
Xonga Miller (In Frisco ist der Teufel los)

Stand: Oktober 2025

Magazin

17. Mai 2026
So überzeugend Alma Sadé als Erzählerin fungiert, schreitet Ema Nikolovska als Orlando mit imponierender Sicherheit alle vokalen Dimensionen ihrer Rolle aus! Die beiden führen ein Ensemble an, das sich für diese Produktion vehement ins Zeug legt. Herausragend: der Counter Eric Jurenas als Schutzengel, Anna Nekhames als Sasha, Günter Papendell als Shelmerdine bzw. Greene und als Putto der Tölzer Knabenchor Solist Benedikt Siewert und natürlich non-binary Performer Kevin(a) Taylor als Orlandos (kämpferisches) Kind.
Joachim Lange, NMZ, 17.05.2026
Im Klangwunderland – Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin
#KOBOrlando
17. Mai 2026
Unter Dirigent Johannes Kalitzke, ohnehin einer der kompetentesten Fachleute für Gegenwartsmusik, wird das Stück spürbar schneller gespielt als unter Matthias Pintscher in Wien. Das macht die Erzählsause noch atemloser, dennoch bekommt der Hörer mehr Luft – ein musikalisches Interpretationsparadox!

Die Regisseurin Ewelina Marciniak lässt der Choreografie von Agnieszka Kryst viel Raum, und noch mehr den beiden vorzüglichen Hauptdarstellerinnen des Abends: Alma Sadé als Erzählerin und Ema Nikolovska in der Titelrolle des beziehungsweise der Orlando. Ihre Tessitur ist enorm, beginnend mit einem männlich tiefliegenden »I am alone«, um im Lauf der Oper nicht nur höher und »weiblicher« zu steigen, sondern auch in intensive Deklamation und artistisches Flackern auszuschlagen. Dabei ist Nikolovska kein(e) ätherische(r) Orlando wie Tilda Swinton in Sally Potters bekannter Romanverfilmung von 1992, sondern eine bodenständige, manchmal fast burschikose Bühnenerscheinung, quasi grundtonsicher im bodenlos grundtonfreien Raum.

Neuwirths lustvoll eklektizistische Partitur ist grundlegend out of tune, abrupt die stilistischen Schnitte, schichtenreich die musikalische Collage: Das alles wird von Sängern und Riesenorchester mit Bravour absolviert.
Albrecht Selge, Nachtkritik, 17.05.2026
Binär ins Offene

#KOBOrlando