Lichtdesigner
Alessandro Carletti
Alessandro Carletti wurde in Rom geboren und studierte Fotografie und Malerei. Seit 2008 verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit mit Regisseur Damiano Michieletto, darunter entstanden Produktionen wie Il trittico (Theater an der Wien), Don Carlos (Wiener Staatsoper), Il viaggio a Reims (De Nederlandse Opera, Amsterdam), das Doppel Cavalleria Rusticana/Pagliacci (Royal Opera House in London, Beste Opernproduktion bei den Laurence Olivier Awards), Rigoletto (Niederländische Nationaloper, Wiederaufnahme am Teatro La Fenice), und Aida (Bayerische Staatsoper in München).
Darüber hinaus war er als Lichtdesigner an Inszenierungen beteiligt wie La Damnation de Faust (Teatro dell’Opera in Rom, Premio Abbiati für die beste Inszenierung 2017), Luisa Miller (Teatro dell’Opera), Die lustige Witwe (Teatro La Fenice in Venedig), Don Pasquale (Opéra national de Paris),Uraufführung von Animal Farm von Alexander Raskatow (Dutch National Opera), Die Jungfrau von Orleans und Ein Sommernachtstraum (Theater an der Wien), Nabucco (Verdi Festival in Parma), Lucrezia Borgia (Teatro Comunale di Bologna). Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen Rigoletto (Teatro Petruzzelli, Bari) und Bluebeard's Castle/Il Tabarro (Teatro dell’Opera, Rom).
Im Jahr 2015 gewann Carletti den Knight of Illumination Award für Guillaume Tell am Royal Opera House Covent Garden.
An der Komischen Oper Berlin entstanden zusammen mit dem Regisseur Barrie Kosky Produktionen wie Semele (2018), Candide (2018) und La bohème (2019).
Magazin
27. April 2026
Im Stimmengewirr der Henker
Ophelia singt nicht von sich. Sie singt, was die anderen über sie gesagt haben – Hamlet, Polonius, Gertrude. Genau das ist die radikale Entscheidung, die Brett Dean in seiner Komposition »And once I played Ophelia« getroffen hat, und genau das ist es, was die schwedische Sopranistin Josefine Mindus an diesem Werk so fasziniert. Sie hat Deans Ophelia bereits mit Streichquartett gesungen; nun singt sie es in der Orchesterfassung – und nennt es, ohne zu zögern, eine perfekte Komposition. Ein Gespräch über die Freiheit des Wahnsinns, über Gaslighting als zeitloses Sujet und das Privileg perfekter Partituren.
#KOBSiKo
Interview
24. April 2026
Alles neu macht der Mai
Über Opferrituale, Theaterskandale und die Frage nach dem Sein oder Nichtsein
#KOBSiKo
Einführung
7. April 2026
Murren, Klagen, Zorn und Trotz
Wie Moor Mother und Pjotr Tschaikowski dem Schicksal begegnen
#KOBSiKo
Einführung
31. März 2026
»Regisseur Herbert Fritsch hat der barocken Vorlage ein kongenial schillerndes Gewand verpasst. … Das Orchester und George Petrou füllen Händels abwechslungsreiche musikalische Dramaturgie mit kontrastreichem Leben. Und am Ende muss es uns nicht mehr leidtun um die Gefangenen, sondern nun um den törichten König. Dessen Tod scheint genauso sinnlos, wie sein Leben wohl war. So muss Oper.«
Katharina Granzin, taz, 31.03.2026
Goldschleppe schlägt Goldkehlchen
Goldschleppe schlägt Goldkehlchen
#KOBBelshazzar
29. März 2026
»Die Chorsolisten haben große Aufgaben in dieser szenischen Produktion und sie erfüllen sie spielstark. Welcher Opernchor kann schon so wunderbar tänzeln, kollektive Koloraturen vorführen und Grimassen schneiden? Das Oratorium lebt von mächtigen Chören. Hallelujah! ... Sopranistin Soraya Mafi weiß sich im Spannungsfeld zwischen ehrgeiziger Drahtzieherin und besorgter Mutter durchzusetzen. Stimmlich gelingen ihr die mächtigsten und die berührendsten Momente. Für das Mutter-Sohn-Verhältnis hat der Regisseur ein schönes Bild gefunden. Die überlange Schleppe Belshazzars ist das Führungsseil der Mutter. Die Schleppe wird zum Machtinstrument.«
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 29.03.2026
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
#KOBBelshazzar
29. März 2026
Händel-Spezialist George Petrou hat für diese Momente der hochgespannten Dramatik ein feines Gespür. Wie da die Sprache knackt, wie der Orchesterklang plötzlich fahl wird, ausbleicht, um dann mit Verve Akzente zu setzen! Das Orchester der Komischen Oper ist aber auch jederzeit zu Trompetenjubel fähig… Wie Petrou schon in der Ouvertüre eine sehr genaue Artikulation findet, Spannungen aufbaut und auflöst, das gehört zu den Höhepunkten des Abends.
Georg Kasch, Die Deutsche Bühne, 29.03.2026
Treppenwitz
Treppenwitz
#KOBBelshazzar
