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Eva Löser

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NAME
Eva Löser

HEIMAT
Deutschland

STUDIUM
2013–2017 Folkwang Universität der Künste Essen – Bachelor of Arts in Tanz, Gesang und Schauspiel, Gesang bei Jack Poppell

CDs
2022 Home (Single), 2024 Galactic Cadillac, Album-Kollaboration mit Marco Mello (Songs: »Mayday«, »Lost in the Cosmos«)
2022 Superhelden fliegen vor (Songinterpretation: »Ich war da« - Original written und composed by Dada Peng)

WICHTIGE DIRIGENT:INNEN
Hans-Peter Preu, Jürgen Grimm, Jakob Brenner, Mike Millard, Hajo Wiesemann

WICHTIGE REGISSEUR:INNEN
Gil Mehmert, Boris von Poser, Axel Köhler, Michael Schilhan, Reinhardt Friese

WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Anita(West Side Story, Landesbühnen Sachsen),
Teenagegirl 2 (Lazarus,Düsseldorfer Schauspielhaus),Das Mädchen (Der Name der Rose, Domstufen Festspiele Erfurt),
Pony Hütchen (Emil und die Detektive, Oper Chemnitz),
Mistressund Tänzerin(Evita, Oper Bonn)

FILM UND FERNSEHEN
Julia (Tierärztin Dr. Mertens),
Emma Seifert (Der Schiffsarzt),
Britta Welting (SOKO Leipzig),Annika ZoeWinter (Blutige Anfänger),
Finja Zübel(In aller Freundschaft)

AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
Die Frau (MESSIAS)

Magazin

17. Mai 2026
So überzeugend Alma Sadé als Erzählerin fungiert, schreitet Ema Nikolovska als Orlando mit imponierender Sicherheit alle vokalen Dimensionen ihrer Rolle aus! Die beiden führen ein Ensemble an, das sich für diese Produktion vehement ins Zeug legt. Herausragend: der Counter Eric Jurenas als Schutzengel, Anna Nekhames als Sasha, Günter Papendell als Shelmerdine bzw. Greene und als Putto der Tölzer Knabenchor Solist Benedikt Siewert und natürlich non-binary Performer Kevin(a) Taylor als Orlandos (kämpferisches) Kind.
Joachim Lange, NMZ, 17.05.2026
Im Klangwunderland – Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin
#KOBOrlando
17. Mai 2026
Unter Dirigent Johannes Kalitzke, ohnehin einer der kompetentesten Fachleute für Gegenwartsmusik, wird das Stück spürbar schneller gespielt als unter Matthias Pintscher in Wien. Das macht die Erzählsause noch atemloser, dennoch bekommt der Hörer mehr Luft – ein musikalisches Interpretationsparadox!

Die Regisseurin Ewelina Marciniak lässt der Choreografie von Agnieszka Kryst viel Raum, und noch mehr den beiden vorzüglichen Hauptdarstellerinnen des Abends: Alma Sadé als Erzählerin und Ema Nikolovska in der Titelrolle des beziehungsweise der Orlando. Ihre Tessitur ist enorm, beginnend mit einem männlich tiefliegenden »I am alone«, um im Lauf der Oper nicht nur höher und »weiblicher« zu steigen, sondern auch in intensive Deklamation und artistisches Flackern auszuschlagen. Dabei ist Nikolovska kein(e) ätherische(r) Orlando wie Tilda Swinton in Sally Potters bekannter Romanverfilmung von 1992, sondern eine bodenständige, manchmal fast burschikose Bühnenerscheinung, quasi grundtonsicher im bodenlos grundtonfreien Raum.

Neuwirths lustvoll eklektizistische Partitur ist grundlegend out of tune, abrupt die stilistischen Schnitte, schichtenreich die musikalische Collage: Das alles wird von Sängern und Riesenorchester mit Bravour absolviert.
Albrecht Selge, Nachtkritik, 17.05.2026
Binär ins Offene

#KOBOrlando
17. Mai 2026
Zwischen Baum und Boxsack, Naturbild und Projektion, höfischer Pose und futuristischem Krach sucht Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin nach einer Form, in der nichts einfach nur es selbst bleibt. Die Wahrhaftigkeit dieses Abends liegt gerade in diesen Reibungen.

Aus Woolfs fantastischer Erzählung wird ein bewegliches Musiktheater aus Übergängen, Spiegelungen und historischen Schichten. Orlando erscheint darin immer neu, weil sich verändert, was sich in dieser Figur spiegelt. Die Berliner Inszenierung setzt das mit sichtbarer Energie um.

Regisseurin Ewelina Marciniak scheut weder Überzeichnung noch Bruch und findet darin immer wieder präzise Momente… in denen die vielen Ebenen nicht bloß nebeneinanderstehen, sondern sich gegenseitig schärfen.
Johannes Furtwängler, Der Tagesspiegel, 17.05.2026
Wörter wie Schmetterlinge

#KOBOrlando