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Audioeinführung MESSIAS
Hallelujah!

MESSIAS

Georg Friedrich Händel
Nachdem die Komische Oper Berlin mit Das Floß der Medusa den packenden Startschuss zu einer Reihe großer Inszenierungen im Flughafen Tempelhof setzte, folgt 2024 ein absoluter Klassiker der Musikgeschichte: Georg Friedrich Händels MESSIAS. Man mag kaum glauben, dass die Entstehung dieses Welterfolges in eine Zeit fiel, die für den Komponisten keineswegs vielversprechend war: Rivalisierende Opernunternehmen, Bankrotte, ein Londoner Publikum, das der italienischen Oper überdrüssig wurde und dann auch noch ein Schlaganfall! Umso beeindruckender mutet Händels Antwort auf diese Lebenskrise an.
Das Oratorium berichtet in drei Teilen von der christlichen Glaubenslehre rund um den Messias. Während der erste Teil die Prophezeiung von der Ankunft des Messias, seine Geburt und seine Heilstaten reflektiert, behandelt der zweite Teil dessen Passion, Tod, Auferstehung und Himmelfahrt sowie die Verkündigung des Evangeliums in der Welt. Der dritte Teil vermittelt der gesamten Menschheit die Hoffnung, dass auch sie durch die Fürsprache des Messias zur Erlösung finden wird. In der Deutung von Regisseur Damiano Michieletto wird die christliche Geschichte auf eine menschliche Ebene rund um das schwere Schicksal eines Individuums übertragen:
Oratorium in drei Akten [ 1742 ]
Libretto von Charles Jennens nach Bibeltexten


In Zusammenarbeit mit:
Berliner Konzert Chor, Vokalensemble Sakura, Kantorei Karlshorst der ev. Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Lichtenberg, Konzertchor Friedenau, Apollo-Chor der Staatsoper Unter den Linden, Unität, Händelchor Berlin, ORSO - Orchestra and Choral Society Berlin und Sänger:innen aus der Berliner Chorszene.

In Kooperation mit Chorverband Berlin.
Premiere am 21. September 2024
Empfohlen ab Klasse 9
Englisch
2h 50min inkl. Pause
Hier finden Sie Informationen zur Anfahrt.
Vor Ort ist ausschließlich Barzahlung für die Gastronomie möglich.

30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (außer vor Premieren, Kinderopern, konzertanten Aufführungen, Silvester- und Sonderveranstaltungen) Die Einführung findet im überdachten Open-Air-Foyer 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn statt. Bitte beachten Sie, dass es im Foyer und im Hangar 4 etwas kühl sein kann. Gerne können Sie Ihre Jacke mit in den Saal nehmen.

Förderung und Kooperation

Gefördert vom Förderkreis der Komischen Oper Berlin.
In Kooperation mit Chorverband Berlin.
Präsentiert von taz und radio3.

#KOBMESSIAS

31. März 2026
»Regisseur Herbert Fritsch hat der barocken Vorlage ein kongenial schillerndes Gewand verpasst. … Das Orchester und George Petrou füllen Händels abwechslungsreiche musikalische Dramaturgie mit kontrastreichem Leben. Und am Ende muss es uns nicht mehr leidtun um die Gefangenen, sondern nun um den törichten König. Dessen Tod scheint genauso sinnlos, wie sein Leben wohl war. So muss Oper.«
Katharina Granzin, taz, 31.03.2026
Goldschleppe schlägt Goldkehlchen

#KOBBelshazzar
29. März 2026
Händel-Spezialist George Petrou hat für diese Momente der hochgespannten Dramatik ein feines Gespür. Wie da die Sprache knackt, wie der Orchesterklang plötzlich fahl wird, ausbleicht, um dann mit Verve Akzente zu setzen! Das Orchester der Komischen Oper ist aber auch jederzeit zu Trompetenjubel fähig… Wie Petrou schon in der Ouvertüre eine sehr genaue Artikulation findet, Spannungen aufbaut und auflöst, das gehört zu den Höhepunkten des Abends.
Georg Kasch, Die Deutsche Bühne, 29.03.2026
Treppenwitz
#KOBBelshazzar
29. März 2026
»Die Chorsolisten haben große Aufgaben in dieser szenischen Produktion und sie erfüllen sie spielstark. Welcher Opernchor kann schon so wunderbar tänzeln, kollektive Koloraturen vorführen und Grimassen schneiden? Das Oratorium lebt von mächtigen Chören. Hallelujah! ... Sopranistin Soraya Mafi weiß sich im Spannungsfeld zwischen ehrgeiziger Drahtzieherin und besorgter Mutter durchzusetzen. Stimmlich gelingen ihr die mächtigsten und die berührendsten Momente. Für das Mutter-Sohn-Verhältnis hat der Regisseur ein schönes Bild gefunden. Die überlange Schleppe Belshazzars ist das Führungsseil der Mutter. Die Schleppe wird zum Machtinstrument.«
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 29.03.2026
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
#KOBBelshazzar
29. März 2026
»Die Komische Oper zeigt Händels Oratorium »Belshazzar« in Herbert Fritschs Regie als grellbunte Mischung aus Bibelstoff und Klamauk.«
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 29.03.2026
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
#KOBBelshazzar
23. September 2024
Ein Regiewunder... es sind die allermenschlichsten Fragen, die man nicht auslassen kann, wenn die Theatersituation glaubhaft sein soll. Aber so, wie sie hier gestellt – sanft in die Stille hineingesprochen von der Darstellerin Anouk Elias – und manchmal auch zaghaft beantwortet werden, entfalten sie eine Wahrheit, die jenseits unmittelbarer Logik liegt und hinführt zu den eigentlichen Antworten dieser Inszenierung, nämlich den musikalischen...

Die Inszenierung stellt die Fragen, zum Teil wörtlich vorgetragen, zum Teil in bildhafter Suggestion, und die Musik antwortet. Mal vorsichtig verhalten, mal selbstreflektierend in sich gekehrt, dann wieder in massiven Chören auftrumpfend, an Gefühl und Empathie appellierend... Eine rundum grandiose musikalische Umsetzung: Petrou besticht von Anfang an damit, dass er stets das passende, zügige Tempo anschlägt. Damit nimmt er dem Stück die gewohnte Schwere und lässt ihm den nötigen Ernst.
Helmut Mauró, Süddeutsche Zeitung, 23.09.2024
Was tun, wenn es ernst wird?
#KOBMESSIAS
22. September 2024
Große Bilder und bewegende Momente. Neben den großartigen Sängerinnen und Sängern (hervorragend: Sopranistin Julia Grüter) gibt allen voran der Chor aus 360 Sänger dem Abend Wucht... Händels »Halleluja« gesungen von einem Chor dieser Größe und Qualität (Chorleiter: David Cavelius) ist ein quasi sakrales Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Michael Zöllner, B.Z., 22.09.2024
»Messias«-Premiere – ein Abend voller Wucht und Halleluja
#KOBMESSIAS
22. September 2024
Dieser Abend ist nichts für Puristen. Doch er löst das Versprechen der Komischen Oper ein, für wirklich alle da zu sein. Auf ebenso spektakuläre wie niedrigschwellige Art wird hier gezeigt, was Musiktheater kann. Dafür muss sich niemand in Abendgarderobe werfen oder Vorwissen mitbringen – nur die Bereitschaft, sich auf die ganz großen Gefühle einzulassen.
Frederik Hanssen, Der Tagesspiegel, 22.09.2024
Sterbehilfe in D-Dur: Händels »Messias« im Hangar des Flughafens Tempelhof
#KOBMESSIAS