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ty­ron­eis­aac­stuart

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tyroneisaacstuart ist ein interdisziplinärer, konzeptorientierter Künstler, dessen künstlerisch Anfänge im Jazz- und Hip-Hop-Theater liegen. Er wurde von der Tomorrow’s Warriors Jazz Organisation und dem mehrfach preisgekrönten Boy Blue Entertainment ausgebildet. Dort absolvierte er auch einen Bachelor in Jazz-Saxophon. Mit mehr als 12 Jahren professioneller Arbeitserfahrung als Performer in den Bereichen Tanz und Musik ist seine Tanzpraxis zu einer Mischung aus Krump (Street Dance), zeitgenössischem Tanz, visueller Kunst und Jazzmusik geworden.
Tyroneisaacstuart hat mit etablierten Künstlern aus der Hip-Hop-Szene wie Joseph Toonga, Theo Godson und Botis Seva zusammengearbeitet und war mit Boy Blue Entertainment auf nationaler Tournee. Im Bereich des zeitgenössischen Tanzes hat er mit Irene Wernli, der Hofesh Shechter Company und der mehrfach ausgezeichneten Künstlerin nora chipaumire gearbeitet.
Musikalisch arbeitete er mit vielen Künstler:innen zusammen, die heute die Jazz-Szene prägen (Moses Boyd, Theon Cross, Cassie Kinoshi, Mark Kavuma & Kokoroko). Zu seinen Auftragsarbeiten gehören ein abendfüllendes Theaterstück für das Barbican An Earnest Life, ein Duett für Dance Umbrella, Beyond Words und ein internationales Solowerk für das Hayley Matthews Ensemble. Er ist Empfänger des Steve Reid Innovation Award 2019-2020 und 2020 Artist in Residence im Clarence Mews Space.

Magazin

17. Mai 2026
So überzeugend Alma Sadé als Erzählerin fungiert, schreitet Ema Nikolovska als Orlando mit imponierender Sicherheit alle vokalen Dimensionen ihrer Rolle aus! Die beiden führen ein Ensemble an, das sich für diese Produktion vehement ins Zeug legt. Herausragend: der Counter Eric Jurenas als Schutzengel, Anna Nekhames als Sasha, Günter Papendell als Shelmerdine bzw. Greene und als Putto der Tölzer Knabenchor Solist Benedikt Siewert und natürlich non-binary Performer Kevin(a) Taylor als Orlandos (kämpferisches) Kind.
Joachim Lange, NMZ, 17.05.2026
Im Klangwunderland – Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin
#KOBOrlando
17. Mai 2026
Unter Dirigent Johannes Kalitzke, ohnehin einer der kompetentesten Fachleute für Gegenwartsmusik, wird das Stück spürbar schneller gespielt als unter Matthias Pintscher in Wien. Das macht die Erzählsause noch atemloser, dennoch bekommt der Hörer mehr Luft – ein musikalisches Interpretationsparadox!

Die Regisseurin Ewelina Marciniak lässt der Choreografie von Agnieszka Kryst viel Raum, und noch mehr den beiden vorzüglichen Hauptdarstellerinnen des Abends: Alma Sadé als Erzählerin und Ema Nikolovska in der Titelrolle des beziehungsweise der Orlando. Ihre Tessitur ist enorm, beginnend mit einem männlich tiefliegenden »I am alone«, um im Lauf der Oper nicht nur höher und »weiblicher« zu steigen, sondern auch in intensive Deklamation und artistisches Flackern auszuschlagen. Dabei ist Nikolovska kein(e) ätherische(r) Orlando wie Tilda Swinton in Sally Potters bekannter Romanverfilmung von 1992, sondern eine bodenständige, manchmal fast burschikose Bühnenerscheinung, quasi grundtonsicher im bodenlos grundtonfreien Raum.

Neuwirths lustvoll eklektizistische Partitur ist grundlegend out of tune, abrupt die stilistischen Schnitte, schichtenreich die musikalische Collage: Das alles wird von Sängern und Riesenorchester mit Bravour absolviert.
Albrecht Selge, Nachtkritik, 17.05.2026
Binär ins Offene

#KOBOrlando