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Tito Muñoz

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Tito Muñoz wird für seine Vielseitigkeit, seine technische Präzision und sein ausgeprägtes musikalisches Gespür gelobt und gilt international als einer der begabtesten Dirigenten seiner Generation. Nach seiner zehnjährigen Amtszeit als Virginia G. Piper Music Director des Phoenix Symphony Orchestra, die in der Saison 2023/24 endete, setzt er seine Zusammenarbeit mit dem Orchester als künstlerischer Partner fort. In der Saison 2025/26 übernimmt er zudem die Rolle des Interim-Chefdirigenten am Cleveland Institute of Music und wird Gastmitglied der Fakultät für Orchesterstudien.

Er trat mit vielen der führenden Orchester Nordamerikas auf, darunter denen von Atlanta, Baltimore, Cincinnati, Cleveland, Dallas, Detroit, Houston, Indianapolis, Milwaukee, Minnesota, New York und Utah sowie dem Saint Paul Chamber Orchestra, dem National Symphony Orchestra und dem Orchestra of St. Luke’s – mit letzterem gab er im Februar 2024 sein Debüt in der Carnegie Hall bei einer ausverkauften Aufführung von Orffs Carmina Burana. Muñoz ist international als Dirigent sehr präsent und hat unter anderem mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Frankfurt, dem SWR Symphonieorchester, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Orchestre national d’Île-de-France, dem Lucerne Festival Contemporary Orchestra, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem BBC Symphony Orchestra, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra (London), dem Ulster Orchestra, dem Danish Chamber Orchestra, der Philharmonie Luxembourg, dem Orchestra of the Music Makers Singapore, dem Auckland Philharmonia Orchestra, dem Sydney Symphony Orchestra, dem Adelaide Symphony Orchestra, dem São Paulo Symphony Orchestra, dem Opéra Orchestre National Montpellier und der Opéra de Rennes.

Magazin

17. Mai 2026
So überzeugend Alma Sadé als Erzählerin fungiert, schreitet Ema Nikolovska als Orlando mit imponierender Sicherheit alle vokalen Dimensionen ihrer Rolle aus! Die beiden führen ein Ensemble an, das sich für diese Produktion vehement ins Zeug legt. Herausragend: der Counter Eric Jurenas als Schutzengel, Anna Nekhames als Sasha, Günter Papendell als Shelmerdine bzw. Greene und als Putto der Tölzer Knabenchor Solist Benedikt Siewert und natürlich non-binary Performer Kevin(a) Taylor als Orlandos (kämpferisches) Kind.
Joachim Lange, NMZ, 17.05.2026
Im Klangwunderland – Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin
#KOBOrlando
17. Mai 2026
Unter Dirigent Johannes Kalitzke, ohnehin einer der kompetentesten Fachleute für Gegenwartsmusik, wird das Stück spürbar schneller gespielt als unter Matthias Pintscher in Wien. Das macht die Erzählsause noch atemloser, dennoch bekommt der Hörer mehr Luft – ein musikalisches Interpretationsparadox!

Die Regisseurin Ewelina Marciniak lässt der Choreografie von Agnieszka Kryst viel Raum, und noch mehr den beiden vorzüglichen Hauptdarstellerinnen des Abends: Alma Sadé als Erzählerin und Ema Nikolovska in der Titelrolle des beziehungsweise der Orlando. Ihre Tessitur ist enorm, beginnend mit einem männlich tiefliegenden »I am alone«, um im Lauf der Oper nicht nur höher und »weiblicher« zu steigen, sondern auch in intensive Deklamation und artistisches Flackern auszuschlagen. Dabei ist Nikolovska kein(e) ätherische(r) Orlando wie Tilda Swinton in Sally Potters bekannter Romanverfilmung von 1992, sondern eine bodenständige, manchmal fast burschikose Bühnenerscheinung, quasi grundtonsicher im bodenlos grundtonfreien Raum.

Neuwirths lustvoll eklektizistische Partitur ist grundlegend out of tune, abrupt die stilistischen Schnitte, schichtenreich die musikalische Collage: Das alles wird von Sängern und Riesenorchester mit Bravour absolviert.
Albrecht Selge, Nachtkritik, 17.05.2026
Binär ins Offene

#KOBOrlando