©

Leonor Campillo

©
NAME  
Leonor Campillo
 
HEIMAT 
Spanien

STUDIUM 
Conservatorio Profesional de Danza Mariemma in Madrid
Cathedral of Alicia Alonso

MEISTERKURSE BEI  
José Carlos Martínez
África Guzmán
Julio Bocca
Patsy Kuppe-Loew

WETTBEWERBE/PREISE 
2014 Finalistin der Beijing International Competition China
2012 Gewinnerin der Competition Bailado do Porto Portugal

WICHTIGE DIRIGENT:INNEN 
Gonzalo Galguera
Stefanno Gianetti

WICHTIGE REGISSEURE
Malte Kreutzfeldt

FESTE ENGAGEMENTS 
Teatrul de Ballet Sibiu 
ehem. Ballet Nacional de Ecuador
ehem. Compañía Colombiana de Ballet
Solisten Anhaltisches Theater Dessau
2024/25 Gast am Staatstheater Cottbus

WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO  
Cantata, Staatstheater Cottbus
Clara (Der Nussknacker, Anhaltisches Theater Dessau)
Sacre du Printemps (Anhaltisches Theater Dessau)
Swanilda (Coppélia, Ballet Nacional Ecuador)
Tänzerin (Cantata, von Mauro Bigonzetti)
Tänzerin (Ratica, von Mats Ek)
Tänzerin (Romance, von África Guzmán)

AUSFLÜGE 
Choreografin (Junge Choreografen II, Anhaltisches Theater Dessau)

AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN 
Tänzerin (Salome)

Stand: November 2025

Magazin

6. November 2026

Komische Oper im Konzerthaus: »Bitte mit B«

Ádám Fischer ist ein unglaublich vielseitiger Dirigent, der Konzert und Oper gleichermaßen gut kann, das passt zu einem Opernorchester, das regelmäßig Sinfoniekonzerte spielt. Und er hat ein breites Repertoire, genau wie das Orchester der Komischen Oper: Alte Musik, Gegenwart, Operette, Musical – eines der vielseitigsten Orchester.

Fischer hat alle Werke des Abends auswendig dirigiert, und sorgte erstmal für die notwendige düstere Intensität. Aber dann kommt Beweglichkeit rein, wenn es aufgeregt ist, wenn es aufgewühlt ist. Diese Steigerung: Da geht er in die Hocke und feuert alles so richtig an, da konnte ich selber kaum stillsitzen. Also er kostet die Spannung aus und wenn es am Ende explodiert, hat es aber immer noch eine Wärme.

Bei »Der wunderbare Mandarin« hat Ádám Fischer etwas ganz Großartiges gemacht. Er hat diese Wahnsinnsemotionen am Beginn eiskalt abstürzen lassen. Er selbst war auch kaum in Bewegung am Pult. Er weiß, das macht die Musik schon von selbst, denn Bartók hat in diesem Stück seinen ganzen Zauberkasten an Klängen ausgekippt. Großartig. Und das Orchester der Komischen Oper war gestern in Topform, die spielen ja auch sonst oft verrücktes Zeug, wenn sie im Orchestergraben sind. Das hat richtig Spaß gemacht.

Ganz stark waren die Soli in der Sinfonie von Brahms, gerade die Bläser, die wunderbare Solo-Oboe. Das hatte eine melodische Intensität, aber eben auch eine Klangintensität, die den ganzen Raum gefüllt hat. Einmal war es sogar so dicht, da hatte ich das Gefühl, da geht plötzlich die Rückwand im Konzerthaus auf und dahinter ist ein unendlicher Raum. Und Ádám Fischer spart den Höhepunkt wirklich für den allerletzten Schluss auf. Das ist durchdacht, aber auch emotional und mitreißend.

Alle haben hörbar hart gearbeitet, aber alle hatten auch hörbar richtig Spaß an der Sache. Und man merkt, wie wichtig es ist, für ein Opernorchester regelmäßig Sinfoniekonzerte zu geben.
Andreas Göbel, radiodrei, 06.11.2026
Komische Oper im Konzerthaus: »Bitte mit B«
#KOBSiko