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Mitglied des Opernstudios der Komischen Oper Berlin

Jun­oh Lee­

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NAME
Junoh Lee

HEIMAT
Korea


STUDIUM
Bühnenexamen Oper und Master Oper an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Bachelor of Music an der Pusan National University


WETTBEWERBE/PREISE
Finalist der Klaudia Taev Competition
Finalist der Marmande International Singing Competition
Semi-Finalist der Queen Elisabeth Competition
Semi-Finalist Paris Opera Competition


WICHTIGE DIRIGENT:INNEN
Claire Levacher
Duncan Ward
Nil Venditti
Mikhail Agrest
Nicholas Milton


WICHTIGE REGISSEUR:INNEN
Brigitte Fassbaender
Rainer Holzapfel
Victoria Stevens
Bernd Mottl
Marco Štorman


WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Figaro (Le Nozze di Figaro, Theater Heilbronn)
Il Conte di Ceprano (Rigoletto, Staatsoper Stuttgart)
Snug (A Midsummer Night’s Dream, Opernhaus Zürich)
Simone (Gianni Schicchi, Bregenzer Festspiele)
Il Commendatore (Don Giovanni, Wilhelma Theater)

AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
Zweiter Geharnischter (Die Zauberflöte)

Magazin

6. November 2026

Komische Oper im Konzerthaus: »Bitte mit B«

Ádám Fischer ist ein unglaublich vielseitiger Dirigent, der Konzert und Oper gleichermaßen gut kann, das passt zu einem Opernorchester, das regelmäßig Sinfoniekonzerte spielt. Und er hat ein breites Repertoire, genau wie das Orchester der Komischen Oper: Alte Musik, Gegenwart, Operette, Musical – eines der vielseitigsten Orchester.

Fischer hat alle Werke des Abends auswendig dirigiert, und sorgte erstmal für die notwendige düstere Intensität. Aber dann kommt Beweglichkeit rein, wenn es aufgeregt ist, wenn es aufgewühlt ist. Diese Steigerung: Da geht er in die Hocke und feuert alles so richtig an, da konnte ich selber kaum stillsitzen. Also er kostet die Spannung aus und wenn es am Ende explodiert, hat es aber immer noch eine Wärme.

Bei »Der wunderbare Mandarin« hat Ádám Fischer etwas ganz Großartiges gemacht. Er hat diese Wahnsinnsemotionen am Beginn eiskalt abstürzen lassen. Er selbst war auch kaum in Bewegung am Pult. Er weiß, das macht die Musik schon von selbst, denn Bartók hat in diesem Stück seinen ganzen Zauberkasten an Klängen ausgekippt. Großartig. Und das Orchester der Komischen Oper war gestern in Topform, die spielen ja auch sonst oft verrücktes Zeug, wenn sie im Orchestergraben sind. Das hat richtig Spaß gemacht.

Ganz stark waren die Soli in der Sinfonie von Brahms, gerade die Bläser, die wunderbare Solo-Oboe. Das hatte eine melodische Intensität, aber eben auch eine Klangintensität, die den ganzen Raum gefüllt hat. Einmal war es sogar so dicht, da hatte ich das Gefühl, da geht plötzlich die Rückwand im Konzerthaus auf und dahinter ist ein unendlicher Raum. Und Ádám Fischer spart den Höhepunkt wirklich für den allerletzten Schluss auf. Das ist durchdacht, aber auch emotional und mitreißend.

Alle haben hörbar hart gearbeitet, aber alle hatten auch hörbar richtig Spaß an der Sache. Und man merkt, wie wichtig es ist, für ein Opernorchester regelmäßig Sinfoniekonzerte zu geben.
Andreas Göbel, radiodrei, 06.11.2026
Komische Oper im Konzerthaus: »Bitte mit B«
#KOBSiko