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Grace Held­ridge

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MITGLIED DES OPERNSTUDIOS DER KOMISCHEN OPER BERLIN

HEIMAT
USA

STUDIUM
Vocal Performance an der University of Kansas
Opera Performance am Boston Conservatory at Berklee

WETTBEWERBE/PREISE
2024 Wilkinson Young Singers Fund Competition
2023 Cady Yong Artist Award (Central City Opera)
2022 Friends of Opera Award, The Met Opera Laffont Competition (Nebraska District)
2021 Encouragement Award, The Met Opera Laffont Competition (Tulsa District)
2021 Haven Prayer Award for Voice, University of Kansas

WICHTIGE DIRIGENT:INNEN
Andrew Altenbach
Andrew Bisantz
Joseph Mechavich

WICHTIGE REGISSEUR:INNEN
Ken Cazan
Nathan Troup
David Gately
Danny Pelzig
Linda Brand

WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Hermia (A Midsummer Night’s Dream, Boston Conservatory at Berklee)
Cherubino (Le Nozze di Figaro, Boston Conservator at Berklee)
Lois Lane (Kiss Me, Kate, Central City Opera)
Dolly Gallagher Levi (Hello, Dolly!, Seagle Festival)
Dorothee (Cendrillon, Seagle Festival)

AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
Windhexe/Gemüsefrau (Die Kleine Hexe)
Amy Lawrence (Tom Sawyer)

Magazin

6. November 2026

Komische Oper im Konzerthaus: »Bitte mit B«

Ádám Fischer ist ein unglaublich vielseitiger Dirigent, der Konzert und Oper gleichermaßen gut kann, das passt zu einem Opernorchester, das regelmäßig Sinfoniekonzerte spielt. Und er hat ein breites Repertoire, genau wie das Orchester der Komischen Oper: Alte Musik, Gegenwart, Operette, Musical – eines der vielseitigsten Orchester.

Fischer hat alle Werke des Abends auswendig dirigiert, und sorgte erstmal für die notwendige düstere Intensität. Aber dann kommt Beweglichkeit rein, wenn es aufgeregt ist, wenn es aufgewühlt ist. Diese Steigerung: Da geht er in die Hocke und feuert alles so richtig an, da konnte ich selber kaum stillsitzen. Also er kostet die Spannung aus und wenn es am Ende explodiert, hat es aber immer noch eine Wärme.

Bei »Der wunderbare Mandarin« hat Ádám Fischer etwas ganz Großartiges gemacht. Er hat diese Wahnsinnsemotionen am Beginn eiskalt abstürzen lassen. Er selbst war auch kaum in Bewegung am Pult. Er weiß, das macht die Musik schon von selbst, denn Bartók hat in diesem Stück seinen ganzen Zauberkasten an Klängen ausgekippt. Großartig. Und das Orchester der Komischen Oper war gestern in Topform, die spielen ja auch sonst oft verrücktes Zeug, wenn sie im Orchestergraben sind. Das hat richtig Spaß gemacht.

Ganz stark waren die Soli in der Sinfonie von Brahms, gerade die Bläser, die wunderbare Solo-Oboe. Das hatte eine melodische Intensität, aber eben auch eine Klangintensität, die den ganzen Raum gefüllt hat. Einmal war es sogar so dicht, da hatte ich das Gefühl, da geht plötzlich die Rückwand im Konzerthaus auf und dahinter ist ein unendlicher Raum. Und Ádám Fischer spart den Höhepunkt wirklich für den allerletzten Schluss auf. Das ist durchdacht, aber auch emotional und mitreißend.

Alle haben hörbar hart gearbeitet, aber alle hatten auch hörbar richtig Spaß an der Sache. Und man merkt, wie wichtig es ist, für ein Opernorchester regelmäßig Sinfoniekonzerte zu geben.
Andreas Göbel, radiodrei, 06.11.2026
Komische Oper im Konzerthaus: »Bitte mit B«
#KOBSiko