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Solist - Tenor

Chris­toph Späth

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In Amerika habe ich das Handwerkszeug zum professionellen Opernsänger gelernt.
Im Ensemble der Komischen Oper
Berlin seit 2002, seit 1997 als Gast. 2013 zum
Berliner Kammersänger ernannt.

HEIMAT
Berlin

STUDIUM
Hochschule der Künste Berlin
Oberlin Conservatory Ohio (USA)
Yale University (USA)
Er ist einer der wenigen Berliner im Ensemble der Komischen Oper Berlin! Christoph Späth wurde in Schmargendorf als letztes von, sage und schreibe, sieben Kindern geboren. Im Grunde haben alle seine Geschwister dem Vater nachgeeifert: Vier sind wie der Vater Arzt geworden, eine Krankenschwester und der sechste arbeitete immerhin bei einem Pharma-Konzern. Nur die Nr. 7, Christoph, hat einen anderen Weg eingeschlagen, obwohl auch er sich sehr für die Medizin interessierte – und das immer noch tut: »Ich verschlinge Operationsdokus wie Chips«, bekennt er freimütig. »Aber ich war ständig Zeuge, wie eines meiner Geschwister pauken musste, um durchs Physikum zu kommen. Das hat mich abgeschreckt!« Schelmisch grinsend fügt Späth jedoch hinzu: »Damals wusste ich natürlich noch nicht, wie viel man auch als Sänger pauken muss!«

Nächste Termine und Besetzung

Magazin

6. November 2026

Komische Oper im Konzerthaus: »Bitte mit B«

Ádám Fischer ist ein unglaublich vielseitiger Dirigent, der Konzert und Oper gleichermaßen gut kann, das passt zu einem Opernorchester, das regelmäßig Sinfoniekonzerte spielt. Und er hat ein breites Repertoire, genau wie das Orchester der Komischen Oper: Alte Musik, Gegenwart, Operette, Musical – eines der vielseitigsten Orchester.

Fischer hat alle Werke des Abends auswendig dirigiert, und sorgte erstmal für die notwendige düstere Intensität. Aber dann kommt Beweglichkeit rein, wenn es aufgeregt ist, wenn es aufgewühlt ist. Diese Steigerung: Da geht er in die Hocke und feuert alles so richtig an, da konnte ich selber kaum stillsitzen. Also er kostet die Spannung aus und wenn es am Ende explodiert, hat es aber immer noch eine Wärme.

Bei »Der wunderbare Mandarin« hat Ádám Fischer etwas ganz Großartiges gemacht. Er hat diese Wahnsinnsemotionen am Beginn eiskalt abstürzen lassen. Er selbst war auch kaum in Bewegung am Pult. Er weiß, das macht die Musik schon von selbst, denn Bartók hat in diesem Stück seinen ganzen Zauberkasten an Klängen ausgekippt. Großartig. Und das Orchester der Komischen Oper war gestern in Topform, die spielen ja auch sonst oft verrücktes Zeug, wenn sie im Orchestergraben sind. Das hat richtig Spaß gemacht.

Ganz stark waren die Soli in der Sinfonie von Brahms, gerade die Bläser, die wunderbare Solo-Oboe. Das hatte eine melodische Intensität, aber eben auch eine Klangintensität, die den ganzen Raum gefüllt hat. Einmal war es sogar so dicht, da hatte ich das Gefühl, da geht plötzlich die Rückwand im Konzerthaus auf und dahinter ist ein unendlicher Raum. Und Ádám Fischer spart den Höhepunkt wirklich für den allerletzten Schluss auf. Das ist durchdacht, aber auch emotional und mitreißend.

Alle haben hörbar hart gearbeitet, aber alle hatten auch hörbar richtig Spaß an der Sache. Und man merkt, wie wichtig es ist, für ein Opernorchester regelmäßig Sinfoniekonzerte zu geben.
Andreas Göbel, radiodrei, 06.11.2026
Komische Oper im Konzerthaus: »Bitte mit B«
#KOBSiko