©

Andrew Nolen

©
NAME
Andrew Nolen

HEIMAT
USA

STUDIUM
Oberlin Conservatory of Music
Cincinnati College-Conservatory of Music
Juilliard Opera Center
Opernstudio an der Seattle Opera, Santa Fe Opera und am Opera Theatre of St. Louis

WICHTIGE DIRIGENT:INNEN
James Gaffigan
Robert Shaw
Robert Spano
Jane Glover

WICHTIGE REGISSEUR:INNEN
Evgeny Titov
Barrie Kosky
Elizabeth LeCompte
Keith Warner
Tom Morris

FESTE ENGAGEMENTS
Ensemblemitglied am Theater Krefeld und Mönchengladbach 2011–2018

WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Hotel Manager (Powder Her Face, Semperoper Dresden)
Councilman (Breaking the Waves, Opéra-Comique)
Der Alte (Die Gespenstersonate, Semperoper Dresden)
Carlo V (Don Carlo, Deutsche Oper am Rhein)
Figaro (Le nozze di Figaro, Theater Krefeld und Mönchengladbach)

AUSFLÜGE
Solist (Beethoven Messe in C-Dur, Carnegie Hall)
Giove, Nettuno, Iarba (La Calisto, The Wooster Group, Tour Europa & USA)
Voice of Harold (Harold Halibut, Slow Bros)
Narrative Design (Through the Darkest of Times, Paintbucket Games)

AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
2. Angestellter / 3. Polizist / 5. Herr / 3. Bekannter Kowaljows (Die Nase)
Fünfter Jude (Salome)

Magazin

6. November 2026

Komische Oper im Konzerthaus: »Bitte mit B«

Ádám Fischer ist ein unglaublich vielseitiger Dirigent, der Konzert und Oper gleichermaßen gut kann, das passt zu einem Opernorchester, das regelmäßig Sinfoniekonzerte spielt. Und er hat ein breites Repertoire, genau wie das Orchester der Komischen Oper: Alte Musik, Gegenwart, Operette, Musical – eines der vielseitigsten Orchester.

Fischer hat alle Werke des Abends auswendig dirigiert, und sorgte erstmal für die notwendige düstere Intensität. Aber dann kommt Beweglichkeit rein, wenn es aufgeregt ist, wenn es aufgewühlt ist. Diese Steigerung: Da geht er in die Hocke und feuert alles so richtig an, da konnte ich selber kaum stillsitzen. Also er kostet die Spannung aus und wenn es am Ende explodiert, hat es aber immer noch eine Wärme.

Bei »Der wunderbare Mandarin« hat Ádám Fischer etwas ganz Großartiges gemacht. Er hat diese Wahnsinnsemotionen am Beginn eiskalt abstürzen lassen. Er selbst war auch kaum in Bewegung am Pult. Er weiß, das macht die Musik schon von selbst, denn Bartók hat in diesem Stück seinen ganzen Zauberkasten an Klängen ausgekippt. Großartig. Und das Orchester der Komischen Oper war gestern in Topform, die spielen ja auch sonst oft verrücktes Zeug, wenn sie im Orchestergraben sind. Das hat richtig Spaß gemacht.

Ganz stark waren die Soli in der Sinfonie von Brahms, gerade die Bläser, die wunderbare Solo-Oboe. Das hatte eine melodische Intensität, aber eben auch eine Klangintensität, die den ganzen Raum gefüllt hat. Einmal war es sogar so dicht, da hatte ich das Gefühl, da geht plötzlich die Rückwand im Konzerthaus auf und dahinter ist ein unendlicher Raum. Und Ádám Fischer spart den Höhepunkt wirklich für den allerletzten Schluss auf. Das ist durchdacht, aber auch emotional und mitreißend.

Alle haben hörbar hart gearbeitet, aber alle hatten auch hörbar richtig Spaß an der Sache. Und man merkt, wie wichtig es ist, für ein Opernorchester regelmäßig Sinfoniekonzerte zu geben.
Andreas Göbel, radiodrei, 06.11.2026
Komische Oper im Konzerthaus: »Bitte mit B«
#KOBSiko