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Andrew Harris

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NAME  
Andrew Harris

HEIMAT 
Vereinigte Staaten, heute Berlin

STUDIUM 
Bachelor- und Masterstudium in Gesang und Klavier in den USA

DVDs 
2021 Das Rheingold (Naxos)

WICHTIGE DIRIGENT:INNEN 
Sir Donald Runnicles
James Gaffigan
Vladimir Jurowski
Riccardo Chailly
Kirill Petrenko

WICHTIGE REGISSEUR:INNEN 
Laurent Pelly
Stefan Herheim
Pınar Karabulut
Evgeny Titov 
Philipp Stölzl

FESTE ENGAGEMENTS 
2012–2023 Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin

WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Vater Rangier (Die Teufel von Loudun, Bayerische Staatsoper)
 2. Soldat (Salome, Semperoper Dresden)
Songspiel / Happy End / Mutter / Jimmy (Die sieben Todsünden / Mahagonny, Teatro alla Scala di Milano)
Professor Warnekros (Lili Elbe, Santa Fe Opera)

AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN 
Dryden (Orlando)
2. Soldat (Salome)
Commendatore/Bass (Don Giovanni/Requiem)

Stand: Dezember 2025

Magazin

6. November 2026

Komische Oper im Konzerthaus: »Bitte mit B«

Ádám Fischer ist ein unglaublich vielseitiger Dirigent, der Konzert und Oper gleichermaßen gut kann, das passt zu einem Opernorchester, das regelmäßig Sinfoniekonzerte spielt. Und er hat ein breites Repertoire, genau wie das Orchester der Komischen Oper: Alte Musik, Gegenwart, Operette, Musical – eines der vielseitigsten Orchester.

Fischer hat alle Werke des Abends auswendig dirigiert, und sorgte erstmal für die notwendige düstere Intensität. Aber dann kommt Beweglichkeit rein, wenn es aufgeregt ist, wenn es aufgewühlt ist. Diese Steigerung: Da geht er in die Hocke und feuert alles so richtig an, da konnte ich selber kaum stillsitzen. Also er kostet die Spannung aus und wenn es am Ende explodiert, hat es aber immer noch eine Wärme.

Bei »Der wunderbare Mandarin« hat Ádám Fischer etwas ganz Großartiges gemacht. Er hat diese Wahnsinnsemotionen am Beginn eiskalt abstürzen lassen. Er selbst war auch kaum in Bewegung am Pult. Er weiß, das macht die Musik schon von selbst, denn Bartók hat in diesem Stück seinen ganzen Zauberkasten an Klängen ausgekippt. Großartig. Und das Orchester der Komischen Oper war gestern in Topform, die spielen ja auch sonst oft verrücktes Zeug, wenn sie im Orchestergraben sind. Das hat richtig Spaß gemacht.

Ganz stark waren die Soli in der Sinfonie von Brahms, gerade die Bläser, die wunderbare Solo-Oboe. Das hatte eine melodische Intensität, aber eben auch eine Klangintensität, die den ganzen Raum gefüllt hat. Einmal war es sogar so dicht, da hatte ich das Gefühl, da geht plötzlich die Rückwand im Konzerthaus auf und dahinter ist ein unendlicher Raum. Und Ádám Fischer spart den Höhepunkt wirklich für den allerletzten Schluss auf. Das ist durchdacht, aber auch emotional und mitreißend.

Alle haben hörbar hart gearbeitet, aber alle hatten auch hörbar richtig Spaß an der Sache. Und man merkt, wie wichtig es ist, für ein Opernorchester regelmäßig Sinfoniekonzerte zu geben.
Andreas Göbel, radiodrei, 06.11.2026
Komische Oper im Konzerthaus: »Bitte mit B«
#KOBSiko