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Nicola Raab

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Nicola Raab wurde 1972 in Regensburg geboren und studierte Theater- und Musikwissenschaften sowie Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Danach arbeitete sie zunächst als Regieassistentin, u. a. an der Bayerischen Staatsoper München, der Staatsoper Wien, dem Opernhaus Zürich, bei den Bregenzer und den Salzburger Festspielen. Nicola Raab gastierte schon an zahlreichen Opernhäusern der Welt, so inszenierte sie Rusalka an der Opéra national du Rhin, Ariodante am Drottningholms Slottsteater und Elektra am Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon. Es entstand außerdem eine enge Zusammenarbeit mit dem Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris, an welchem sie Die Fledermaus gemeinsam mit der Philharmonie de Paris realisierte. Zuletzt inszenierte Nicola Raab u. a. Puccinis Edgar an der Opéra Nice Côte d’Azur und Bellinis Norma beim Festival della Valle d'Itria. Zu den Höhepunkten der Saison 2024/25 zählen Puccinis Edgar als Koproduktion mit dem Teatro Regio Torino und der Opéra national de Nancy-Lorraine sowie die Hauptopernproduktion für die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik mit Les Talens Lyriques. Darüber hinaus präsentierte sie ihre Inszenierung von Boris Gudonow beim Savonlinna Opera Festival. Nicola Raab war und ist Jury-Mitglied renommierter Gesangswettbewerbe. In der Spielzeit 2019/20 inszenierte sie La traviata an der Komischen Oper Berlin.

Stand: März 2026

Magazin

4. September 2026

Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
#KOBLear