Kirill & Friends Festival
Der Schneesturm
Nach Vladimir Sorokin
Gastspiel
In Kirill Serebrennikovs Inszenierung wie auch in Vladimir Sorokins Text ist der Schneesturm die eigentliche Hauptfigur. Er hat viele Stimmen, von denen die meisten weiblich sind. Er weist den Weg, manchmal auch in die Versuchung. Er tadelt, tanzt und singt; er zieht sich in die Stille zurück, und er stellt gewichtige Fragen. Er legt eine Kälte über alles und zugleich einen Schleier des Schlafes, dem man sich nicht hingeben darf. Er führt uns in das Zentrum einer blendenden Helligkeit. Whiteout-Bedingungen. Der Horizont verschwindet, und Erde und Himmel verschmelzen zu einem Ganzen. Die Welt, wie wir sie kennen, verschwindet: Ihre Farben und Formen, Wahrzeichen, Kontraste und Konturen lösen sich auf. Wir finden uns inmitten eines unendlich weiten, völlig leeren weißen Raumes wieder und verlieren das Gleichgewicht.
Dieser schwindelerregende Zustand absoluter Desorientierung bestimmt die Atmosphäre von Kirill Serebrennikovs Inszenierung. Ein existenzielles Kabarett, das das Publikum in eine Welt stürzt, die außer Kontrolle gerät.
Wo ist unten, wo ist oben?
Wohin soll ich gehen?
Warum überhaupt weitermachen?
Wie wird es enden?
Mit dem Tod oder der Erlösung?
Kirill Serebrennikov: »Schnee. Kleine Pferde. Eine gläserne Pyramide. Der Weg. Unendlichkeit. Verlangen. Sturm. Das Nichts. Traum. Täuschung. Wind. Riesen. Dunkelheit. Zweifel. Gefrorene Zeit. Irrtum. Die verlorene Welt. Zombies. Der Impfstoff. Schicksal. Kampf. Tod. Eisraum. Erlösung?«
Dieser schwindelerregende Zustand absoluter Desorientierung bestimmt die Atmosphäre von Kirill Serebrennikovs Inszenierung. Ein existenzielles Kabarett, das das Publikum in eine Welt stürzt, die außer Kontrolle gerät.
Wo ist unten, wo ist oben?
Wohin soll ich gehen?
Warum überhaupt weitermachen?
Wie wird es enden?
Mit dem Tod oder der Erlösung?
Kirill Serebrennikov: »Schnee. Kleine Pferde. Eine gläserne Pyramide. Der Weg. Unendlichkeit. Verlangen. Sturm. Das Nichts. Traum. Täuschung. Wind. Riesen. Dunkelheit. Zweifel. Gefrorene Zeit. Irrtum. Die verlorene Welt. Zombies. Der Impfstoff. Schicksal. Kampf. Tod. Eisraum. Erlösung?«
Nach Vladimir Sorokin in einer Bühnenfassung von Kirill Serebrennikov
Deutsch von Andreas Tretner, eingerichtet von Rustam Akhmedshin
Deutsch von Andreas Tretner, eingerichtet von Rustam Akhmedshin
Eine Koproduktion des Düsseldorfer Schauspielhauses mit den Salzburger Festspielen und Kirill & Friends Company
Magazin
7. April 2026
Murren, Klagen, Zorn und Trotz
Wie Moor Mother und Pjotr Tschaikowski dem Schicksal begegnen
#KOBSiKo
Einführung
31. März 2026
»Regisseur Herbert Fritsch hat der barocken Vorlage ein kongenial schillerndes Gewand verpasst. … Das Orchester und George Petrou füllen Händels abwechslungsreiche musikalische Dramaturgie mit kontrastreichem Leben. Und am Ende muss es uns nicht mehr leidtun um die Gefangenen, sondern nun um den törichten König. Dessen Tod scheint genauso sinnlos, wie sein Leben wohl war. So muss Oper.«
Katharina Granzin, taz, 31.03.2026
Goldschleppe schlägt Goldkehlchen
Goldschleppe schlägt Goldkehlchen
#KOBBelshazzar
29. März 2026
Händel-Spezialist George Petrou hat für diese Momente der hochgespannten Dramatik ein feines Gespür. Wie da die Sprache knackt, wie der Orchesterklang plötzlich fahl wird, ausbleicht, um dann mit Verve Akzente zu setzen! Das Orchester der Komischen Oper ist aber auch jederzeit zu Trompetenjubel fähig… Wie Petrou schon in der Ouvertüre eine sehr genaue Artikulation findet, Spannungen aufbaut und auflöst, das gehört zu den Höhepunkten des Abends.
Georg Kasch, Die Deutsche Bühne, 29.03.2026
Treppenwitz
Treppenwitz
#KOBBelshazzar
29. März 2026
»Die Chorsolisten haben große Aufgaben in dieser szenischen Produktion und sie erfüllen sie spielstark. Welcher Opernchor kann schon so wunderbar tänzeln, kollektive Koloraturen vorführen und Grimassen schneiden? Das Oratorium lebt von mächtigen Chören. Hallelujah! ... Sopranistin Soraya Mafi weiß sich im Spannungsfeld zwischen ehrgeiziger Drahtzieherin und besorgter Mutter durchzusetzen. Stimmlich gelingen ihr die mächtigsten und die berührendsten Momente. Für das Mutter-Sohn-Verhältnis hat der Regisseur ein schönes Bild gefunden. Die überlange Schleppe Belshazzars ist das Führungsseil der Mutter. Die Schleppe wird zum Machtinstrument.«
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 29.03.2026
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
#KOBBelshazzar
29. März 2026
»Die Komische Oper zeigt Händels Oratorium »Belshazzar« in Herbert Fritschs Regie als grellbunte Mischung aus Bibelstoff und Klamauk.«
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 29.03.2026
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
#KOBBelshazzar
26. März 2026
Ein Oratorium als Menetekel
Politik und Liebe in Händels Belshazzar
#KOBBelshazzar
Einführung


