Sopran
Josefine Mindus
Seit der Spielzeit 2024/25 gehört die schwedische Sopranistin Josefine Mindus zum Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, wo sie ihr Debüt als Chef der Gepopo und Venus in Ligetis Le Grand Macabre gab. Ihr Auftritt wurde von der Kritik begeistert aufgenommen und für ihre stimmliche Virtuosität und ihre unerschrockene Theatralik gelobt. Anschließend sang sie die Frasquita in Carmen und die Elsbeth in Offenbachs selten inszenierter Operette Fantasio.
Die Spielzeit 2025/26 umfasst mehrere Rollendebüts, darunter das Ännchen in Der Freischütz, Despina in Così fan tutte, Nachtigall in Braunfels’ Die Vögel und die Titelrolle in Rimski-Korsakows Schneeflöckchen. Weitere Höhepunkte der Saison 2025/26 sind eine Rückkehr ans Konzerthaus Berlin, wo sie mit dem ensemble unitedberlin und Vladimir Jurowski La fabbrica abbandonata aufführen wird, sowie ihre Rückkehr an die Komische Oper Berlin, wo sie unter der Leitung von Tito Muñoz Brett Deans And once I played Ophelia singt.
Die Spielzeit 2025/26 umfasst mehrere Rollendebüts, darunter das Ännchen in Der Freischütz, Despina in Così fan tutte, Nachtigall in Braunfels’ Die Vögel und die Titelrolle in Rimski-Korsakows Schneeflöckchen. Weitere Höhepunkte der Saison 2025/26 sind eine Rückkehr ans Konzerthaus Berlin, wo sie mit dem ensemble unitedberlin und Vladimir Jurowski La fabbrica abbandonata aufführen wird, sowie ihre Rückkehr an die Komische Oper Berlin, wo sie unter der Leitung von Tito Muñoz Brett Deans And once I played Ophelia singt.
Im Sommer 2025 gab Mindus ihr Debüt am Drottningholm Slottsteater in Stockholm in Telemanns Orpheus unter der Leitung von Francesco Corti. Im August 2025 war sie Finalistin beim Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper »Pietro Antonio Cesti« in Innsbruck und im September wurde sie als eine der Top-Kandidatinnen ausgewählt, um beim Schwedischen Solistenpreis 2026 teilzunehmen, Schwedens renommiertesten Preis für junge Musikerinnen und Musiker.
In der Spielzeit 2023/24 gab Mindus ihr Rollendebüt als Blonde in Die Entführung aus dem Serail am Stadttheater der Bühnen Bern und feierte ihr Italien-Debüt als Amore in Orfeo ed Euridice unter der Regie von Damiano Michieletto beim Festival dei Due Mondi in Spoleto. Außerdem kehrte sie an die Komische Oper Berlin zurück, um die Rolle der La Mort in Das Floß der Medusa in einer Inszenierung von Tobias Kratzer unter der musikalischen Leitung von Titus Engel zu übernehmen.
Minuds wuchs außerhalb von Stockholm und Schweden in einer musikbegeisterten Familie auf. Nach Abschluss ihres Kompositionsstudiums an der Gotlands Tonsättarskola im Jahr 2014 beschloss sie, sich ganz auf den Gesang zu konzentrieren, und studierte an der Vadstena folkhögskola bei Monica Thomasson und Magnus Svensson Liedgesang. Sie schloss ihr Studium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover im Jahr 2021 bei Marek Rzepka und Jan Philip Schulze ab und wurde im Laufe der Jahre von Mentoren wie Erik Årman, John Norris und Caren van Oijen begleitet.
Stand: April 2026
HEIMAT
Schweden
STUDIUM
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover; Vadstena Sång och Pianoakademi, Gotlands Tonsättarskola
MEISTERKURSE BEI
Erik Årman, Ann Murray, Ann Sophie von Otter, Miah Persson, Deborah Polaski, John Norris
Schweden
STUDIUM
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover; Vadstena Sång och Pianoakademi, Gotlands Tonsättarskola
MEISTERKURSE BEI
Erik Årman, Ann Murray, Ann Sophie von Otter, Miah Persson, Deborah Polaski, John Norris
WETTBEWERBE/PREISE
Bundeswettbewerb Gesang, Paula Salomon-Lindberg Wettbewerb »Das Lied«, Hjördis Schymberg Awards. Stipendiatin der Vadstena International Summer Academy, der Jenny Lind Stiftung, der Anders Wall Stiftung und der Yehudi Menuhin Live Music Now, Repräsentantin Schwedens Junge Komponisten beim Ung Nordisk Musik Junge Komponisten in Helsinki
WICHTIGE DIRIGENT:INNEN
Ainārs Rubiķis, David Bates, Anthony Bramall, Jordan de Souza, Matthew Toogood, Vladimir Jurowski, Erina Yashima
WICHTIGE REGISSEUR:INNEN
Barrie Kosky, Damiano Michieletto
ANDERE MUSIKALISCHE ERFAHRUNGEN
Komponistin der Kinderoper När värdshuset Lyckosten fick annorlunda besök (zusammen mit Richard Lindström)
WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Bess McNeill (Breaking the Waves) Blonde (Die Entfühurng aus dem Serail) Susanna (Sancta Susanna), Rosina (La finta semplice)
AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
Amore (Orfeo ed Euridice), Eurydike (Orpheus), Zerlina (Don Giovanni), Papagena (Die Zauberflöte), Atalanta (Xerxes), Raka (Die Blume von Hawaii)
FESTES ENGAGEMENT
Im Opernstudio der Komischen Oper Berlin 2020/21-2022/23
Hessisches Staatstheater Wiesbaden ab der Spielzeit 2024/25
Magazin
12. Mai 2026
Vita von Virginia
Stell Sie sich vor, Sie verlieren Ihr Zuhause, nur weil Sie zur falschen Zeit als Frau geboren wurden. Vita Sackville-West kannte diesen Schmerz: Knole House, ihr geliebtes Elternhaus, ging an ihren Onkel – weil die Erbfolge nur Männer zuließ. Doch aus diesem Verlust entstand etwas Unsterbliches: Virginia Woolf, fasziniert von Vitas aristokratischer Aura, ihren „schönen Beinen“ und ihrem androgynen Charme, schenkte ihr stattdessen ein Buch: Orlando. Eine (fiktive) Biografie, die kein Geschlecht kennt, keine Zeit – und die bis heute als der „längste und bezauberndste Liebesbrief der Literatur“ gilt. Eine Einführung zur gleichnamigen Oper von Olga Neuwirth über ein Herrenhaus mit 365 Zimmern, eine Frau, die zum Mann wurde – und ein Liebesbrief, der die Literaturgeschichte veränderte.
#KOBOrlando
Einführung
11. Mai 2026
Natur und Erwartung
Eine Eiche stürzt um, wenn das Herz bricht. Aus ihrem Holz wächst etwas Neues. So erzählt Regisseurin Ewelina Marciniak von Veränderung in ihrer Inszenierung Orlando: nicht als Skandal, sondern als Natur. Als etwas, das einfach geschieht — im Körper, in der Geschichte, auf der Bühne. Doch das so Selbstverständliche stetigen Wandels zu einem Leben in Vielfalt ist mehr denn je bedroht: 2019 wirkte Olga Neuwirths Oper Orlando noch wie eine albtraumhafte Warnung vor einer Realität, die längst eingetreten ist: der wütende, von Rechtspopulisten angetriebene Mob ist kein Fantasiebild mehr. An der Komischen Oper Berlin kämpft Virginia Woolfs unsterbliche Figur Orlando deshalb immer noch gegen unzeitgemäße Fragen: Wer darf über sich sprechen, wer darf wen lieben, wer darf sich verändern — ohne sich dafür erklären zu müssen?
#KOBOrlando
Interview
21. Mai 2026
Einladung zum Mitarbeiterfest und zur Flipperverleihung 2026
Liebe Mitarbeiter:innen,
wir möchten mit Ihnen und Euch die Spielzeit 25/26 mit einem sommerlichen Fest am Mittwoch den, 1. Juli 2026 ab 20.00 Uhr im Hof des Schillertheaters feiern und ausklingen lassen.
Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Nach der Vorstellung von Mokka-Hits und Milchbarträume wird der Flipper verliehen und DJ Bottistelli wird für Musik sorgen.
Wir freuen uns auf Euer und Ihr Kommen!
Herzlich
Susanne Moser und Philip Bröking
17. Mai 2026
So überzeugend Alma Sadé als Erzählerin fungiert, schreitet Ema Nikolovska als Orlando mit imponierender Sicherheit alle vokalen Dimensionen ihrer Rolle aus! Die beiden führen ein Ensemble an, das sich für diese Produktion vehement ins Zeug legt. Herausragend: der Counter Eric Jurenas als Schutzengel, Anna Nekhames als Sasha, Günter Papendell als Shelmerdine bzw. Greene und als Putto der Tölzer Knabenchor Solist Benedikt Siewert und natürlich non-binary Performer Kevin(a) Taylor als Orlandos (kämpferisches) Kind.
Joachim Lange, NMZ, 17.05.2026
Im Klangwunderland – Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin
Im Klangwunderland – Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin
#KOBOrlando
17. Mai 2026
Unter Dirigent Johannes Kalitzke, ohnehin einer der kompetentesten Fachleute für Gegenwartsmusik, wird das Stück spürbar schneller gespielt als unter Matthias Pintscher in Wien. Das macht die Erzählsause noch atemloser, dennoch bekommt der Hörer mehr Luft – ein musikalisches Interpretationsparadox!
Die Regisseurin Ewelina Marciniak lässt der Choreografie von Agnieszka Kryst viel Raum, und noch mehr den beiden vorzüglichen Hauptdarstellerinnen des Abends: Alma Sadé als Erzählerin und Ema Nikolovska in der Titelrolle des beziehungsweise der Orlando. Ihre Tessitur ist enorm, beginnend mit einem männlich tiefliegenden »I am alone«, um im Lauf der Oper nicht nur höher und »weiblicher« zu steigen, sondern auch in intensive Deklamation und artistisches Flackern auszuschlagen. Dabei ist Nikolovska kein(e) ätherische(r) Orlando wie Tilda Swinton in Sally Potters bekannter Romanverfilmung von 1992, sondern eine bodenständige, manchmal fast burschikose Bühnenerscheinung, quasi grundtonsicher im bodenlos grundtonfreien Raum.
Neuwirths lustvoll eklektizistische Partitur ist grundlegend out of tune, abrupt die stilistischen Schnitte, schichtenreich die musikalische Collage: Das alles wird von Sängern und Riesenorchester mit Bravour absolviert.
Die Regisseurin Ewelina Marciniak lässt der Choreografie von Agnieszka Kryst viel Raum, und noch mehr den beiden vorzüglichen Hauptdarstellerinnen des Abends: Alma Sadé als Erzählerin und Ema Nikolovska in der Titelrolle des beziehungsweise der Orlando. Ihre Tessitur ist enorm, beginnend mit einem männlich tiefliegenden »I am alone«, um im Lauf der Oper nicht nur höher und »weiblicher« zu steigen, sondern auch in intensive Deklamation und artistisches Flackern auszuschlagen. Dabei ist Nikolovska kein(e) ätherische(r) Orlando wie Tilda Swinton in Sally Potters bekannter Romanverfilmung von 1992, sondern eine bodenständige, manchmal fast burschikose Bühnenerscheinung, quasi grundtonsicher im bodenlos grundtonfreien Raum.
Neuwirths lustvoll eklektizistische Partitur ist grundlegend out of tune, abrupt die stilistischen Schnitte, schichtenreich die musikalische Collage: Das alles wird von Sängern und Riesenorchester mit Bravour absolviert.
Albrecht Selge, Nachtkritik, 17.05.2026
Binär ins Offene
Binär ins Offene
#KOBOrlando
11. Mai 2026
Tausende Ichs
Mezzosopranistin Ema Nikolovska und Dirigent Johannes Kalitzke im Gespräch über Ambivalenzen, Schieflagen und den Griff in die Spielzeugkiste
#KOBOrlando
Interview
