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Ted Hear­ne

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Ted Hearne (geb. 1982, Chicago) ist Komponist, Sänger und Bandleader. Er lässt sich von der Überlagerung verschiedener Blickpunkte und deren klanglichen Möglichkeiten inspirieren. Er schafft persönliche und mehrdimensionale Werke, die oft unkonventionelle Interaktionen von Text und Musik erforschen und in einem Gefühl der Erkundung verwurzelt sind.

Die New York Times lobte Hearne für seine »harte Schärfe und Wildheit des Geistes« sowie für seine »aktuellen, politisch scharfkantigen Werke«. Pitchfork bezeichnete Hearnes Werk als »eine der ausdrucksstärksten, sozial engagierten Musiken der letzten Zeit - egal aus welchem Genre«, und Alex Ross schrieb im New Yorker, dass Hearnes Musik »als komplexes Spiegelbild einer informationsgesättigten, massenüberwachten Welt gilt und in ihrer Wirkung erstaunlich bleibt«.

Hearnes Sound From the Bench, eine Kantate für Chor, E-Gitarren und Schlagzeug vertont Texte aus mündlichen Verhandlungen des Obersten Gerichtshofs der USA und ist von der Idee der unternehmerischen Persönlichkeit inspiriert. Mit diesem Stück war er Finalist für den Pulitzer-Preis 2018. Place, Hearnes Werk, das er zusammen mit dem Dichter Saul Williams und der Regisseurin Patricia McGregor geschrieben hat, wurde für zwei Grammy Awards nominiert und war Finalist für den Pulitzer-Preis 2021.

Magazin

4. September 2026

Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
#KOBLear