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Martin G. Berger

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Martin G. Berger, Jahrgang 1987, ist Regisseur, Autor und Übersetzer und war von 2021–2022 Operndirektor am Mecklenburgischen Staatstheater.
Berger ist der einzige deutsche Regisseur, der für seine Arbeiten in Oper, Musical und Operette gleichermaßen große Preise gewonnen hat: u. a. den »FAUST« für die beste Opernregie (für Ariadne auf Naxos am Deutschen Nationaltheater Weimar 2020), den International Opera Award für die beste Wiederentdeckung (für Kublai Khan am MusikTheater an der Wien 2024), zwei Mal den Deutschen Musicaltheaterpreis für beste Regie (Stella an der Neuköllner Oper 2016 und Kasimir und Karoline an der Staatsoper Hannover 2024) und die »Orpheus-Operettennadel« für besondere Verdienste um die Operette (für Roxy und ihr Wunderteam am Staatstheater Augsburg 2017).

Seine Regiearbeiten sind an großen Häusern wie u. a. der Staatsoper Stuttgart, der Volksoper Wien, der Deutschen Oper Berlin und dem Theater Basel zu sehen, seine Libretti und Übersetzungen u. a. an der Komischen Oper Berlin, der Oper Frankfurt und der Staatsoper Hannover zu hören. In dieser Spielzeit inszeniert er die Operette In Frisco ist der Teufel los an der Komischen Oper Berlin.

Stand: November 2025

Magazin

4. September 2026

Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
#KOBLear
10. Mai 2026
Unserer Touren hinter die Bühne der Komischen Oper Berlin zeigen unseren Gästen, welche Detailliebe hinter jeder Arbeit steckt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Menschen auf unseren Führungen Kultur erst richtig zu schätzen lernen – weil sie sehen, wie viel Herzblut und Überlegung in jedes Detail fließt, wenn aus Darsteller:innen Bühnenfiguren werden. Das liebe ich an meinen Job.