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Dirk Kaf­tan

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Der in Marburg geborene Dirigent Dirk Kaftan ist seit 2017 Generalmusikdirektor des Beethoven Orchester Bonn und der Oper Bonn. Hier dirigierte er u. a. Richard Strauss’ Der Rosenkavalier und Elektra, Beethovens Fidelio, Wagners Lohengrin und Die Meistersänger von Nürnberg, Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen sowie einige Produktionen der preisgekrönten Reihe FOKUS’33 wie Arnold Schönbergs Moses und Aron, Franz Schrekers Der singende Teufel und Kurt Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny.

Als Auszeichnungen für seine Arbeit in Bonn erhielt Dirk Kaftan u. a. 2020 den OPUS Klassik für die CD-Aufnahme von Ludwig van Beethovens Egmont und wurde 2021 gemeinsam mit dem Beethoven Orchester Bonn mit dem Europäischen Kulturpreis ausgezeichnet.

An der Komischen Oper Berlin leitet er in der Spielzeit 2024/25 die Neuinszenierung der musikalischen Komödie Pferd frisst Hut (Inszenierung Herbert Fritsch) mit Musik von Herbert Grönemeyer.

Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
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