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Solist - Bariton

Hu­bert Za­piór

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Im Ensemble der Komischen Oper
Berlin seit 2022.

HEIMAT
Brzesko/Polen

STUDIUM
Uniwersytet Muzyczny Fryderyka Chopina
The Aleksander Zelwerowicz National Academy of Dramatic Art
Artist Diploma in Opera Studies der Juilliard School
1. Von welcher Opernfigur hast du meisten gelernt (und was)?
Ich glaube, es muss »Jewgeni Onegin« sein. Schon ganz am Anfang meiner Opernkarriere hat mich Tschaikowskys Oper fasziniert, und ich habe viele Jahre davon geträumt, diese Rolle zu singen. Ich habe sogar meine Masterarbeit an der Schauspielakademie darüber geschrieben, wie aus Puschkins Roman Tschaikowskys Oper wurde. All die Jahre des Wartens und die Tatsache, dass ich diese Rolle schließlich in der vergangenen Spielzeit auf der Bühne übernehmen durfte, haben mir sicherlich Geduld beigebracht – und dass das Schicksal manchmal einen besseren Plan für einen hat, der einem letztendlich zugutekommt. Zumindest entscheide ich mich, daran zu glauben. Die Figur des Onegin selbst hat mir gezeigt, wie entscheidend das richtige Timing im Leben ist, selbst bei den kleinsten Entscheidungen, die wir treffen!

2. Was singst du, wenn niemand hinhört?
In meiner Freizeit singe ich eigentlich nicht alleine, und wenn doch, dann meistens mit Freunden oder meiner Familie. Das einzige Mal, bei dem wirklich niemand zuhört, ist also, wenn ich übe – HA!
Die Antwort lautet also: alles, was alle anderen hören werden, sobald ich vollständig vorbereitet und bereit bin.

3. Welchen Beruf hättest du, wenn du nicht Sänger geworden wärst?
Entweder etwas im IT-Bereich – ich liebe neue Technologien und alle möglichen intelligenten Geräte – oder vielleicht im Lehrberuf, da viele Mitglieder meiner Familie Lehrer sind.
Oder etwas, bei dem man Auto fährt, weil ich sehr gen Auto fahre. Dazu kommt noch, dass ich es mag, neue Leute kennenzulernen und endlose Gespräche zu führen, also … wäre ich wahrscheinlich Taxifahrer.

4. Welches Kunsterlebnis hat alles für dich verändert?
Ich glaube, es war, als ich noch ein Teenager war und beim Auftreten noch ziemlich schüchtern war. In einem der Workshops bekam ich ein Lied zugeteilt, in dem ich über einen längeren Zeitraum hinweg lachen musste. Ich brauchte viele Tage voller Proben, um den Durchbruch zu schaffen und irgendeine Art von echtem Lachen hervorzubringen. Es war ein langer Prozess, mich zu öffnen und meine Hemmungen abzulegen, aber ich werde nie den Moment vergessen, als es endlich gelang – das Gefühl von Freude, Vergnügen und Freiheit bei einem ehrlichen Auftritt, ohne Stress oder Angst.
Das war für mich ein entscheidender Moment, der mich dazu brachte, zu beschließen, dass ich für den Rest meines Lebens auf der Bühne stehen wollte.

5. Was machst du nach der Vorstellung?
Als Opernsänger sind wir viel unterwegs – und ich fahre auch sehr gerne Auto. Deshalb nutze ich meistens den Adrenalinschub nach der Vorstellung, um über Nacht in eine andere Stadt zu fahren. Wenn ich nach der Vorstellung nicht weiterreisen muss, esse ich in der Regel und habe dann noch fünf Stunden lang Mühe, einzuschlafen.

Nächste Termine und Besetzung

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Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
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Unserer Touren hinter die Bühne der Komischen Oper Berlin zeigen unseren Gästen, welche Detailliebe hinter jeder Arbeit steckt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Menschen auf unseren Führungen Kultur erst richtig zu schätzen lernen – weil sie sehen, wie viel Herzblut und Überlegung in jedes Detail fließt, wenn aus Darsteller:innen Bühnenfiguren werden. Das liebe ich an meinen Job.