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Sommer Ul­rick­son

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Sommer Ulrickson, geboren in Kalifornien, studierte dort Theater, Regie und Choreografie. Anschließend erhielt sie das Bundeskanzler-Stipendium, das sie nach Deutschland führte. Sie inszenierte Astor Piazzollas Oper María de Buenos Aires am Theater Regensburg, Richard Schwennickes Wüstinnen an der Neuköllner Oper und The Art of Being Human für den Pierre Boulez Saal in Berlin und das Aldeburgh Festival in Großbritannien. Engagements führten sie u. a. an die Opéra national de Paris, De Nationale Opera in Amsterdam und die Deutsche Oper Berlin. Mit dem Regisseur Claus Guth erarbeitete sie u. a. Doppelgänger in der Park Avenue Armory in New York, Die Sache Makropulos an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, Turandot an der Wiener Staatsoper, Samson beim Festival d’Aix-en-Provence und an der Opéra-Comique in Paris sowie Salome an der Metropolitan Opera New York.

An der Komischen Oper Berlin ist sie als Choreografin für die Rockoper Jesus Christ Superstar engagiert.

Magazin

30. April 2026
Im letzten Teil der Oper tritt eine Anspielung auf Donald Trump auf, doch wird er nicht wörtlich als er selbst dargestellt, sondern durch Mutanten verkörpert, die sich seiner Slogans und der Sprache der Selbstinszenierung bedienen.
Auf sehr treffende Weise zeichnet Olga Neuwirth hier ein Bild des gegenwärtigen Populismus und Nationalismus. Sie zeigt, wie gefährlich Politik wird, wenn sie sich in ein Spektakel verwandelt und beginnt, auf gesellschaftlicher Angst sowie auf der Ausgrenzung anderer zu basieren.

Regisseurin Ewelina Marciniak über ihre Neusinszinierung von Olga Neuwirths Oper Orlando, in: Corinna Kolbe: Abgesang auf das Patriarchat, Tagesspiegel Spielzeit von 24.04.2026
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