Schauspielerin
Andreja Schneider
HEIMAT
Zagreb/Kroatien
WICHTIGE REGISSEUR:INNEN
Achim Hagemann
Martin Walz
Sven Unterwald Jr.
Wolfgang Becker
Matthias Glasner
Carlo Rola
Christoph Marti
Katharina Thalbach
Matthias Mattschke
Bernd Mottl
Thorleifur Örn Arnarsson
Zagreb/Kroatien
WICHTIGE REGISSEUR:INNEN
Achim Hagemann
Martin Walz
Sven Unterwald Jr.
Wolfgang Becker
Matthias Glasner
Carlo Rola
Christoph Marti
Katharina Thalbach
Matthias Mattschke
Bernd Mottl
Thorleifur Örn Arnarsson
WICHTIGE DIRIGENT:INNEN
Adam Benzwi
WICHTIGE ROLLEN ANDERSWO
Anhilte (Die Csárdásfürstin) an der Oper Köln
Bis es euch gefällt
Katharina Thalbach und Andreja Schneider – Zwei auf einer Bank
Pension Schneider in der Bar jeder Vernunft
Eins, Zwei, Drei im HAU 1
Roulette – Die große Casino Jazz Ballade am Staatstheater Saarbrücken
Fräulein Schneider im Trio Geschwister Pfister
Therapie Zwecklos
Im Weißen Rössl am Wolfgangsee
Geschwister Pfister – Have a Ball
Geschwister Pfister – Home sweet Home
Geschwister Pfister – On the Run
Geschwister Pfister – The Voice of Snow White
Wie wär’s, wie wärs? in der Bar jeder Vernunft
Lady Brecknell (Ernst sein ist alles)
Herzog Senior/Waldherzog/Schäfer (Wie es euch gefällt)
Frau Gollwitz (Raub der Sabinerinnen)
Mrs. Peachum (Dreigroschenoper)
Sophie (Roulette)
FILME
Der Popolski-Show (2009)
Märzmelodie (2008)
Wie die Karnickel (2002)
Das Leben ist eine Baustelle (1997)
Sexy Sadie (1996)
Frau Patonga (Der geilste Tag)
Mascha (Der Liebling des Himmels)
Janina (Der kleine Diktator)
AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
Yola (Clivia)
Die Hure (Spoliansky-Revue)
Aranka von Tötössy
Trainerin (Roxy und ihr Wunderteam)
Nächste Termine und Besetzung
Magazin
18. Mai 2026
DANKE - Orlando
Liebe Kolleg: innen,
mit der deutschen Erstaufführung von Olga Neuwirths ORLANDO am Samstag ist der Komischen Oper Berlin etwas Außergewöhnliches gelungen.
Die Herausforderungen, die das Werk an alle Beteiligten stellte, waren enorm - umso beeindruckender ist es zu sehen, mit wie viel Energie und Expertise alle Abteilungen diese Inszenierung möglich gemacht haben.
Dass wir gemeinsam in der Lage sind, auch eine derart anspruchsvolle Riesenproduktion zu stemmen, macht uns dankbar und stolz.
Herzliche Grüße
Susanne Moser und Philip Bröking
mit der deutschen Erstaufführung von Olga Neuwirths ORLANDO am Samstag ist der Komischen Oper Berlin etwas Außergewöhnliches gelungen.
Die Herausforderungen, die das Werk an alle Beteiligten stellte, waren enorm - umso beeindruckender ist es zu sehen, mit wie viel Energie und Expertise alle Abteilungen diese Inszenierung möglich gemacht haben.
Dass wir gemeinsam in der Lage sind, auch eine derart anspruchsvolle Riesenproduktion zu stemmen, macht uns dankbar und stolz.
Herzliche Grüße
Susanne Moser und Philip Bröking
17. Mai 2026
So überzeugend Alma Sadé als Erzählerin fungiert, schreitet Ema Nikolovska als Orlando mit imponierender Sicherheit alle vokalen Dimensionen ihrer Rolle aus! Die beiden führen ein Ensemble an, das sich für diese Produktion vehement ins Zeug legt. Herausragend: der Counter Eric Jurenas als Schutzengel, Anna Nekhames als Sasha, Günter Papendell als Shelmerdine bzw. Greene und als Putto der Tölzer Knabenchor Solist Benedikt Siewert und natürlich non-binary Performer Kevin(a) Taylor als Orlandos (kämpferisches) Kind.
Joachim Lange, NMZ, 17.05.2026
Im Klangwunderland – Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin
Im Klangwunderland – Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin
#KOBOrlando
17. Mai 2026
Unter Dirigent Johannes Kalitzke, ohnehin einer der kompetentesten Fachleute für Gegenwartsmusik, wird das Stück spürbar schneller gespielt als unter Matthias Pintscher in Wien. Das macht die Erzählsause noch atemloser, dennoch bekommt der Hörer mehr Luft – ein musikalisches Interpretationsparadox!
Die Regisseurin Ewelina Marciniak lässt der Choreografie von Agnieszka Kryst viel Raum, und noch mehr den beiden vorzüglichen Hauptdarstellerinnen des Abends: Alma Sadé als Erzählerin und Ema Nikolovska in der Titelrolle des beziehungsweise der Orlando. Ihre Tessitur ist enorm, beginnend mit einem männlich tiefliegenden »I am alone«, um im Lauf der Oper nicht nur höher und »weiblicher« zu steigen, sondern auch in intensive Deklamation und artistisches Flackern auszuschlagen. Dabei ist Nikolovska kein(e) ätherische(r) Orlando wie Tilda Swinton in Sally Potters bekannter Romanverfilmung von 1992, sondern eine bodenständige, manchmal fast burschikose Bühnenerscheinung, quasi grundtonsicher im bodenlos grundtonfreien Raum.
Neuwirths lustvoll eklektizistische Partitur ist grundlegend out of tune, abrupt die stilistischen Schnitte, schichtenreich die musikalische Collage: Das alles wird von Sängern und Riesenorchester mit Bravour absolviert.
Die Regisseurin Ewelina Marciniak lässt der Choreografie von Agnieszka Kryst viel Raum, und noch mehr den beiden vorzüglichen Hauptdarstellerinnen des Abends: Alma Sadé als Erzählerin und Ema Nikolovska in der Titelrolle des beziehungsweise der Orlando. Ihre Tessitur ist enorm, beginnend mit einem männlich tiefliegenden »I am alone«, um im Lauf der Oper nicht nur höher und »weiblicher« zu steigen, sondern auch in intensive Deklamation und artistisches Flackern auszuschlagen. Dabei ist Nikolovska kein(e) ätherische(r) Orlando wie Tilda Swinton in Sally Potters bekannter Romanverfilmung von 1992, sondern eine bodenständige, manchmal fast burschikose Bühnenerscheinung, quasi grundtonsicher im bodenlos grundtonfreien Raum.
Neuwirths lustvoll eklektizistische Partitur ist grundlegend out of tune, abrupt die stilistischen Schnitte, schichtenreich die musikalische Collage: Das alles wird von Sängern und Riesenorchester mit Bravour absolviert.
Albrecht Selge, Nachtkritik, 17.05.2026
Binär ins Offene
Binär ins Offene
#KOBOrlando
17. Mai 2026
Zwischen Baum und Boxsack, Naturbild und Projektion, höfischer Pose und futuristischem Krach sucht Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin nach einer Form, in der nichts einfach nur es selbst bleibt. Die Wahrhaftigkeit dieses Abends liegt gerade in diesen Reibungen.
Aus Woolfs fantastischer Erzählung wird ein bewegliches Musiktheater aus Übergängen, Spiegelungen und historischen Schichten. Orlando erscheint darin immer neu, weil sich verändert, was sich in dieser Figur spiegelt. Die Berliner Inszenierung setzt das mit sichtbarer Energie um.
Regisseurin Ewelina Marciniak scheut weder Überzeichnung noch Bruch und findet darin immer wieder präzise Momente… in denen die vielen Ebenen nicht bloß nebeneinanderstehen, sondern sich gegenseitig schärfen.
Aus Woolfs fantastischer Erzählung wird ein bewegliches Musiktheater aus Übergängen, Spiegelungen und historischen Schichten. Orlando erscheint darin immer neu, weil sich verändert, was sich in dieser Figur spiegelt. Die Berliner Inszenierung setzt das mit sichtbarer Energie um.
Regisseurin Ewelina Marciniak scheut weder Überzeichnung noch Bruch und findet darin immer wieder präzise Momente… in denen die vielen Ebenen nicht bloß nebeneinanderstehen, sondern sich gegenseitig schärfen.
Johannes Furtwängler, Der Tagesspiegel, 17.05.2026
Wörter wie Schmetterlinge
Wörter wie Schmetterlinge
#KOBOrlando
12. Mai 2026
Vita von Virginia
Stell Sie sich vor, Sie verlieren Ihr Zuhause, nur weil Sie zur falschen Zeit als Frau geboren wurden. Vita Sackville-West kannte diesen Schmerz: Knole House, ihr geliebtes Elternhaus, ging an ihren Onkel – weil die Erbfolge nur Männer zuließ. Doch aus diesem Verlust entstand etwas Unsterbliches: Virginia Woolf, fasziniert von Vitas aristokratischer Aura, ihren „schönen Beinen“ und ihrem androgynen Charme, schenkte ihr stattdessen ein Buch: Orlando. Eine (fiktive) Biografie, die kein Geschlecht kennt, keine Zeit – und die bis heute als der „längste und bezauberndste Liebesbrief der Literatur“ gilt. Eine Einführung zur gleichnamigen Oper von Olga Neuwirth über ein Herrenhaus mit 365 Zimmern, eine Frau, die zum Mann wurde – und ein Liebesbrief, der die Literaturgeschichte veränderte.
#KOBOrlando
Einführung
11. Mai 2026
Tausende Ichs
Mezzosopranistin Ema Nikolovska und Dirigent Johannes Kalitzke im Gespräch über Ambivalenzen, Schieflagen und den Griff in die Spielzeugkiste
#KOBOrlando
Interview
