CLUB­ GE­WALT

CLUB GEWALT ist ein Musik- und Performance-Kollektiv aus Rotterdam. Sie spielen, komponieren, produzieren und führen ihre eigenen Werke auf, bei denen die Musik immer der Anfang, die Mitte und das Ende ist. Autotune lieben sie genauso sehr wie Monteverdi.

Fasziniert von der Popkultur und den Erfahrungen von Millennials erschaffen CLUB GEWALT Universen, in denen sich verschiedene Genres und Disziplinen zu einer neuen sinnlichen Erfahrung verbinden: Musicals über das Ende der Welt, meditative Opern, ökofeministische Punkbands, schräge Radiokunst und Denkmäler für eine ertrinkende Stadt. Sie sind süchtig nach ihrem Publikum und singen sich am Vorabend der Apokalypse die Lunge aus dem Leib, um sich eine alternative Zeitlinie zu erschließen.

Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Kosky zeigt, was er auch kann: behutsam führen, das Innerste der Figuren ins Äußere der Protagonisten kehren...
Im Dickicht der Gefühle
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
#KOBOnegin