Johanna Kubina


Johanna Kubina ist seit 1990 Solo-Bratschistin der Komischen Oper Berlin. Ausgebildet wurde sie an der Spezialschule für Musik bei Prof. Eberhard Feltz und der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« bei Gerhard Riedel in Berlin. 1988 wurde sie als erste Frau Teil der Bratschengruppe der Staatskapelle Berlin. Dem Engagement an der Komischen Oper Berlin als Solo-Bratschistin folgten solistische Auftritte wie Harold en Italie (Hector Berlioz) und Der Schwanendreher (Paul Hindemith). Zeitgleich wurde Kubina Mitglied des Kammerorchesters Carl-Philipp-Emmanuel-Bach. Dort spielte sie u. a. das Konzert D-Dur von Carl Stamitz, das Konzert G-Dur von Georg Philipp Telemann und das 3. und 6. Brandenburgische Konzert von Johann Sebastian Bach im damaligen Schauspielhaus Berlin. Kammermusikalisch war sie über die vergangenen Jahre in den unterschiedlichsten Konstellationen in Österreich, Italien und Deutschland tätig. Sowohl mit der Komischen Oper Berlin als auch mit dem Kammerorchester reiste J. Kubina in viele asiatische und fast alle europäischen Länder. Längere Zeit verbrachte sie im Malaysian Philharmonic Orchestra. Regelmäßig spielt sie als Gast in unterschiedlichen Opernhäusern Deutschlands. Kubina unterrichtete darüber hinaus lange Zeit Kinder in musikalischer Früherziehung und ist leidenschaftliche Imkerin.

Stand: November 2025

Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Kosky zeigt, was er auch kann: behutsam führen, das Innerste der Figuren ins Äußere der Protagonisten kehren...
Im Dickicht der Gefühle
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
#KOBOnegin