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Andrea San­gui­neti

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Andrea Sanguineti studierte Klavier und Komposition am Konservatorium in Genua und anschließend Dirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie am Conservatorio di Milano. Dort machte er als einer der jüngsten Nachwuchstalente im Alter von nur 23 Jahren im Fachbereich Orchesterdirigieren sein Diplom. Sein Debüt gab Andrea Sanguineti im Jahre 2008 am Pult des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover und war seitdem mit Neuproduktionen, Wiederaufnahmen und Konzerten in vielen Städten verpflichtet, darunter: Oper Zürich, Deutsche Oper am Rhein, Opéra national du Rhin Strasbourg, Sydney Opera, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Münchner Symphoniker und beim Savonlinna Opera Festival. Sein Repertoire reicht von den italienischen Belcanto-Opern über Puccini bis hin zu den deutschen Musikdramen wie Tannhäuser und Die Tote Stadt. Am Aalto-Theater Essen dirigierte er bereits Tristan und Isolde, Parsifal, La Forza del destino und La fanciulla del West. Auch kann er auf die Zusammenarbeit mit zahlreichen renommierten Künstler:innen verweisen, darunter Frank Peter Zimmermann, Anna Vinnitskaya, Maria Agresta, Alexey Vinogradov, Jonathan Tetelman, Benjamin Bernheim, Lisette Oropesa, Saioa Hernández, Kathrin Dehaes und Rolando Villazón. Andrea Sanguineti ist seit Beginn der Spielzeit 2023/24 Generalmusikdirektor des Aalto-Musiktheaters Essen sowie der Essener Philharmoniker.

Stand: Januar 2026

Magazin

4. September 2026

Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
#KOBLear