Solist - Bariton
Hubert Zapiór
Im Ensemble der Komischen Oper
Berlin seit 2022.
HEIMAT
Brzesko/Polen
STUDIUM
Uniwersytet Muzyczny Fryderyka Chopina
The Aleksander Zelwerowicz National Academy of Dramatic Art
Artist Diploma in Opera Studies der Juilliard School
Berlin seit 2022.
HEIMAT
Brzesko/Polen
STUDIUM
Uniwersytet Muzyczny Fryderyka Chopina
The Aleksander Zelwerowicz National Academy of Dramatic Art
Artist Diploma in Opera Studies der Juilliard School
WETTBEWERBE/PREISE
The Opera Index Award
Gewinner der Lieder Vocal Competition der Gerda Lissner Foundation und der International Vocal Competition der Giulio Gari Foundation
VORHERIGES ENGAGEMENT
Staatstheater Hannover
WICHTIGE STATIONEN
The Juilliard Opera
Warszawska Opera Kameralna
Opera Wrocławska
Teatr Wielki Opera Narodowa
La Monnaie/De Munt
Den Norske Opera
Bayerische Staatsoper
WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Titelpartie in Don Giovanni
Figaro (Il barbiere di Siviglia)
Guglielmo (Così fan tutte)
Graf Almaviva (Le nozze di Figaro)
Demetrius (A Midsummer Night’s Dream)
Prosdocimo (Il turco in Italia), Marchese d’Obigny (La traviata)
Papageno (Die Zauberflöte)
Marullo (Rigoletto)
Herr Fluth (Die lustigen Weiber von Windsor)
Neptunus (Hippolyte et Aricie)
The Director of Opera Comique
Giant (Moniuszko à Paris)
Ottokar (Der Freischütz)
polnische Erstaufführungen: Lesbo (Agrippina)
Servo (Luci mie traditrici)
1. Von welcher Opernfigur hast du meisten gelernt (und was)?
Ich glaube, es muss »Jewgeni Onegin« sein. Schon ganz am Anfang meiner Opernkarriere hat mich Tschaikowskys Oper fasziniert, und ich habe viele Jahre davon geträumt, diese Rolle zu singen. Ich habe sogar meine Masterarbeit an der Schauspielakademie darüber geschrieben, wie aus Puschkins Roman Tschaikowskys Oper wurde. All die Jahre des Wartens und die Tatsache, dass ich diese Rolle schließlich in der vergangenen Spielzeit auf der Bühne übernehmen durfte, haben mir sicherlich Geduld beigebracht – und dass das Schicksal manchmal einen besseren Plan für einen hat, der einem letztendlich zugutekommt. Zumindest entscheide ich mich, daran zu glauben. Die Figur des Onegin selbst hat mir gezeigt, wie entscheidend das richtige Timing im Leben ist, selbst bei den kleinsten Entscheidungen, die wir treffen!
2. Was singst du, wenn niemand hinhört?
In meiner Freizeit singe ich eigentlich nicht alleine, und wenn doch, dann meistens mit Freunden oder meiner Familie. Das einzige Mal, bei dem wirklich niemand zuhört, ist also, wenn ich übe – HA!
Die Antwort lautet also: alles, was alle anderen hören werden, sobald ich vollständig vorbereitet und bereit bin.
3. Welchen Beruf hättest du, wenn du nicht Sänger geworden wärst?
Entweder etwas im IT-Bereich – ich liebe neue Technologien und alle möglichen intelligenten Geräte – oder vielleicht im Lehrberuf, da viele Mitglieder meiner Familie Lehrer sind.
Oder etwas, bei dem man Auto fährt, weil ich sehr gen Auto fahre. Dazu kommt noch, dass ich es mag, neue Leute kennenzulernen und endlose Gespräche zu führen, also … wäre ich wahrscheinlich Taxifahrer.
4. Welches Kunsterlebnis hat alles für dich verändert?
Ich glaube, es war, als ich noch ein Teenager war und beim Auftreten noch ziemlich schüchtern war. In einem der Workshops bekam ich ein Lied zugeteilt, in dem ich über einen längeren Zeitraum hinweg lachen musste. Ich brauchte viele Tage voller Proben, um den Durchbruch zu schaffen und irgendeine Art von echtem Lachen hervorzubringen. Es war ein langer Prozess, mich zu öffnen und meine Hemmungen abzulegen, aber ich werde nie den Moment vergessen, als es endlich gelang – das Gefühl von Freude, Vergnügen und Freiheit bei einem ehrlichen Auftritt, ohne Stress oder Angst.
Das war für mich ein entscheidender Moment, der mich dazu brachte, zu beschließen, dass ich für den Rest meines Lebens auf der Bühne stehen wollte.
5. Was machst du nach der Vorstellung?
Als Opernsänger sind wir viel unterwegs – und ich fahre auch sehr gerne Auto. Deshalb nutze ich meistens den Adrenalinschub nach der Vorstellung, um über Nacht in eine andere Stadt zu fahren. Wenn ich nach der Vorstellung nicht weiterreisen muss, esse ich in der Regel und habe dann noch fünf Stunden lang Mühe, einzuschlafen.
Ich glaube, es muss »Jewgeni Onegin« sein. Schon ganz am Anfang meiner Opernkarriere hat mich Tschaikowskys Oper fasziniert, und ich habe viele Jahre davon geträumt, diese Rolle zu singen. Ich habe sogar meine Masterarbeit an der Schauspielakademie darüber geschrieben, wie aus Puschkins Roman Tschaikowskys Oper wurde. All die Jahre des Wartens und die Tatsache, dass ich diese Rolle schließlich in der vergangenen Spielzeit auf der Bühne übernehmen durfte, haben mir sicherlich Geduld beigebracht – und dass das Schicksal manchmal einen besseren Plan für einen hat, der einem letztendlich zugutekommt. Zumindest entscheide ich mich, daran zu glauben. Die Figur des Onegin selbst hat mir gezeigt, wie entscheidend das richtige Timing im Leben ist, selbst bei den kleinsten Entscheidungen, die wir treffen!
2. Was singst du, wenn niemand hinhört?
In meiner Freizeit singe ich eigentlich nicht alleine, und wenn doch, dann meistens mit Freunden oder meiner Familie. Das einzige Mal, bei dem wirklich niemand zuhört, ist also, wenn ich übe – HA!
Die Antwort lautet also: alles, was alle anderen hören werden, sobald ich vollständig vorbereitet und bereit bin.
3. Welchen Beruf hättest du, wenn du nicht Sänger geworden wärst?
Entweder etwas im IT-Bereich – ich liebe neue Technologien und alle möglichen intelligenten Geräte – oder vielleicht im Lehrberuf, da viele Mitglieder meiner Familie Lehrer sind.
Oder etwas, bei dem man Auto fährt, weil ich sehr gen Auto fahre. Dazu kommt noch, dass ich es mag, neue Leute kennenzulernen und endlose Gespräche zu führen, also … wäre ich wahrscheinlich Taxifahrer.
4. Welches Kunsterlebnis hat alles für dich verändert?
Ich glaube, es war, als ich noch ein Teenager war und beim Auftreten noch ziemlich schüchtern war. In einem der Workshops bekam ich ein Lied zugeteilt, in dem ich über einen längeren Zeitraum hinweg lachen musste. Ich brauchte viele Tage voller Proben, um den Durchbruch zu schaffen und irgendeine Art von echtem Lachen hervorzubringen. Es war ein langer Prozess, mich zu öffnen und meine Hemmungen abzulegen, aber ich werde nie den Moment vergessen, als es endlich gelang – das Gefühl von Freude, Vergnügen und Freiheit bei einem ehrlichen Auftritt, ohne Stress oder Angst.
Das war für mich ein entscheidender Moment, der mich dazu brachte, zu beschließen, dass ich für den Rest meines Lebens auf der Bühne stehen wollte.
5. Was machst du nach der Vorstellung?
Als Opernsänger sind wir viel unterwegs – und ich fahre auch sehr gerne Auto. Deshalb nutze ich meistens den Adrenalinschub nach der Vorstellung, um über Nacht in eine andere Stadt zu fahren. Wenn ich nach der Vorstellung nicht weiterreisen muss, esse ich in der Regel und habe dann noch fünf Stunden lang Mühe, einzuschlafen.
Nächste Termine und Besetzung
Magazin
18. September 2026
Im Untergang gefangen
Ein Gespräch mit Bühnenbildnerin Rebecca Ringst über ihre Ausstattung zu Aribert Reimanns Lear im Hangar und dass sich Weite und Beklemmung keineswegs widersprechen
#KOBLear
17. September 2026
»Die musikalische Leitung hat Nicholas Carter, und der weiß wirklich mit dieser Musik umzugehen an diesem Ort. Großes Orchester, aber es gibt noch mal eine eigene Bühne für das Schlagwerk… Das hat dieser Musik eine treibende, eine energische Kraft gegeben. Mich hat es musikalisch unglaublich mitgerissen… das ist ungeheuer aufregende Musik. Und das hat diesen Abend wirklich getragen, zweieinhalb Stunden lang...
Das Besondere an den Barrie Kosky-Inszenierungen ist, dass er auch schauspielerisch mit den Sängerinnen und Sängern grandios arbeitet. Das Stück könnte unglaublich düster und deprimierend und trist sein. Und das ist es auch. Es ist ein deprimierender Abend, aber Kosky schafft es, da Humor reinzubringen. Er schafft es, groteske Elemente auszuspielen, emotional sehr stark. Musikalisch wie inszenatorisch ein herausragender Abend.«
Das Besondere an den Barrie Kosky-Inszenierungen ist, dass er auch schauspielerisch mit den Sängerinnen und Sängern grandios arbeitet. Das Stück könnte unglaublich düster und deprimierend und trist sein. Und das ist es auch. Es ist ein deprimierender Abend, aber Kosky schafft es, da Humor reinzubringen. Er schafft es, groteske Elemente auszuspielen, emotional sehr stark. Musikalisch wie inszenatorisch ein herausragender Abend.«
André Mumot, DLF Kultur – Fazit, 16.09.2026
Oper im Hangar: Barrie Kosky inszeniert Aribert Reimanns »Lear« in Berlin
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#KOBLear
17. September 2026
Das ist die Oper, die der Hangar braucht
Udo Badelt, Der Tagesspiegel, 17.09.2026
Das ist die Oper, die der Hangar braucht: Die Komische Oper eröffnet ihre Spielzeit mit »Lear«
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17. September 2026
Goneril ist, wie alle Frauen, die ich spiele, ein Produkt ihrer Außenwelt. Sie wurde nicht kalt und grausam geboren. Geformt wurde sie durch ein Leben voller emotionaler Vernachlässigung und durch ein tiefes Verlangen danach, gesehen und wertgeschätzt zu werden. Sie verhält sich wie ein Mann – und dass sie dafür von allen so verabscheut wird, sagt für mich sehr viel aus.
Ihre Kälte und ihre Selbstbeherrschung sind ihre Rüstung. […] Barrie Kosky und ich waren uns beide von Anfang an einig, dass Goneril eine weitaus interessantere Figur ist, als man ihr häufig zugesteht.
Ihre Kälte und ihre Selbstbeherrschung sind ihre Rüstung. […] Barrie Kosky und ich waren uns beide von Anfang an einig, dass Goneril eine weitaus interessantere Figur ist, als man ihr häufig zugesteht.
Rosie Altridge über ihre Rollespiel als Goneril in Barrie Koskys Lear, in: Interview für ioco.de
#KOBLear
17. September 2026
»Ein Ereignis der Extraklasse.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
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#KOBLear
17. September 2026
»Eine Lehrstunde in Sachen musiktheatraler Personenregie… Kosky trifft Entscheidungen, die bei allem Überzeitlichen subtil im Hier und Heute ankern. So wird Glosters flüchtiger Sohn Edgar in seiner Verkleidung als Bettler Tom zu einer queeren Figur mit BH und Glitzerhäubchen. Ein wackelig staksendes Menschenwesen, das die um die Macht im Reich streitenden Edmunds, Gonerils (Rosie Aldridge mit dem Leuchtfeuer einer Brünnhilde) und Regans (Nicole Chevaliers Strauss’scher Sahnesopran) wohl einfach zerquetschen könnten. Aber der Countertenor Aryeh Nussbaum Cohen kann nicht nur fragil wie in den erschütternden "Tom friert!"-Rufen, sondern lässt auch schon die Entschlossenheit jenes Edgar durchschimmern, der seinen Halbbruder Edmund (echter Strahletenor: Brenton Ryan) zur Rechenschaft ziehen wird.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
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