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Ulrich Matthes

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Ulrich Matthes wurde in West-Berlin geboren. Erste Engagements führten ihn an die Vereinigten Bühnen Krefeld/Mönchengladbach, ans Düsseldorfer Schauspielhaus und ans Bayerische Staatsschauspiel. 1988 wechselte er an die Münchner Kammerspiele, 1992 an die Schaubühne am Lehniner Platz.

Seit der Spielzeit 2004/05 ist Ulrich Matthes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2004 den Gertrud-Eysoldt-Ring für herausragende schauspielerische Leistungen sowie den Theaterpreis der Stiftung Preußische Seehandlung. 2005 und 2008 wählte ihn die Zeitschrift Theater heute zum Schauspieler des Jahres, 2008 erhielt er den Theaterpreis DER FAUST für die Rolle des Wanja in Onkel Wanja (Regie: Jürgen Gosch). Für seine schauspielerische Leistung im Film Feuerreiter erhielt er 1998 den Bayerischen Filmpreis. 2015 wurde er für seine Rolle im Tatort: Im Schmerz geboren mit dem Grimme-Preis und als Bester Schauspieler National mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Außerdem erhielt er den Preis der Deutschen Fernsehakademie für seine Rolle in Bornholmer Straße. 2023 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Stand: Dezember 2025

Magazin

4. September 2026

Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
#KOBLear