Mat­tia Pal­ma

Mattia Palma ist Diplom-Physiker, Journalist, Musikkritiker und Dramaturg. Er ist Redaktionskoordinator der Rivista della Scala und arbeitet mit mehreren italienischen Zeitungen zusammen, wobei er sich hauptsächlich mit der Geschichte und Kritik der Opernregie beschäftigt.
Als Dramaturg arbeitet er mit den Regisseuren Damiano Michieletto und Gianluca Falaschi zusammen.

Ihn verbindet eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Museo Teatrale alla Scala, für das er die digitale Ausstellung Caruso, Corelli, Di Stefano. Miti del canto italiano (2021), sowie die Kataloge und Dokumentationen der Ausstellungen über Maria Callas, Giorgio Strehler, Franco Zeffirelli, Gioachino Rossini und die Geschichte der Scala begleitete.

Er hat die Memoiren des Regisseurs und Bühnenbildners Pier Luigi Pizzi, Non si può mai stare tranquilli, herausgegeben, die beim Verlag EDT erschienen sind.
Zu seinen veröffentlichten Texten gehört Dizionario minimo del gesto. Corpo, movimento, comunità nella danza di Virgilio Sieni. (Veröffentlicht von der Fondazione Feltrinelli)

Magazin

4. September 2026

Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
#KOBLear