Deniz Tahberer
Deniz Tahberer ist ein türkisch-kanadischer Geiger und Komponist, der für seine ausdrucksstarken solistischen und kammermusikalischen Interpretationen ebenso geschätzt wird wie für seine stilistische Offenheit und künstlerische Neugier.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte er durch den Gewinn des 1. Preises beim XXIX. Michelangelo-Abbado-Violinwettbewerb in Mailand (2010). Zwei Jahre später folgte – gemeinsam mit dem Pianisten Ammiel Bushakevitz – der 1. Preis beim Internationalen Duo-Wettbewerb der Musikakademie Lausanne (2012). Diese Auszeichnungen markierten den Beginn einer internationalen Karriere, die ihn auf renommierte Bühnen in ganz Europa führte.
Als Solist und Kammermusiker ist Deniz Tahberer eine feste Größe im Musikleben Sachsens und Berlins. Er arbeitete mit bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten wie Kolja Blacher, Natalia Gutman, Mariana Sîrbu und Bruno Giuranna zusammen. Seine kammermusikalischen Projekte zeichnen sich durch intensive musikalische Dialoge, stilistische Vielfalt und eine besondere Sensibilität für klangliche Feinheiten aus.
Neben seiner Tätigkeit als Interpret widmet sich Tahberer mit großer Leidenschaft dem Komponieren. Seine frühen Werke entstanden im Spannungsfeld zwischen traditioneller türkischer Musik und europäischen klassischen Formen. In den letzten Jahren hat sich seine kompositorische Sprache deutlich erweitert: Elektronische Klangwelten, globale Einflüsse sowie rhythmische Impulse aus südafrikanischen und anderen weltmusikalischen Traditionen prägen zunehmend sein aktuelles Schaffen. Seine Musik reflektiert eine offene, zeitgenössische Haltung und überschreitet bewusst kulturelle und stilistische Grenzen.
Auch als Orchestermusiker ist Deniz Tahberer international gefragt. Er musizierte mit führenden Klangkörpern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und dem Konzerthausorchester Berlin. Seit mehreren Jahren ist er als stellvertretender Konzertmeister an der Komischen Oper Berlin tätig, wo er seine Erfahrung als Solist, Kammermusiker und Ensemblekünstler vereint.
Geboren 1989 in Adana (Türkei), erhielt Deniz Tahberer seinen ersten Violinunterricht im Alter von vier Jahren. Nach frühen Erfolgen bei nationalen Wettbewerben und ersten Konzertauftritten führte ihn sein Weg 2005 mit einem Stipendium an die Vancouver Academy of Music. Ab 2009 setzte er seine Ausbildung in Deutschland an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig in der Klasse von Prof. Mariana Sîrbu fort. Sein Studium wurde durch Stipendien der Infinitum Foundation, des Freistaates Sachsen sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) gefördert.
Stand: Januar 2026
Internationale Aufmerksamkeit erlangte er durch den Gewinn des 1. Preises beim XXIX. Michelangelo-Abbado-Violinwettbewerb in Mailand (2010). Zwei Jahre später folgte – gemeinsam mit dem Pianisten Ammiel Bushakevitz – der 1. Preis beim Internationalen Duo-Wettbewerb der Musikakademie Lausanne (2012). Diese Auszeichnungen markierten den Beginn einer internationalen Karriere, die ihn auf renommierte Bühnen in ganz Europa führte.
Als Solist und Kammermusiker ist Deniz Tahberer eine feste Größe im Musikleben Sachsens und Berlins. Er arbeitete mit bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten wie Kolja Blacher, Natalia Gutman, Mariana Sîrbu und Bruno Giuranna zusammen. Seine kammermusikalischen Projekte zeichnen sich durch intensive musikalische Dialoge, stilistische Vielfalt und eine besondere Sensibilität für klangliche Feinheiten aus.
Neben seiner Tätigkeit als Interpret widmet sich Tahberer mit großer Leidenschaft dem Komponieren. Seine frühen Werke entstanden im Spannungsfeld zwischen traditioneller türkischer Musik und europäischen klassischen Formen. In den letzten Jahren hat sich seine kompositorische Sprache deutlich erweitert: Elektronische Klangwelten, globale Einflüsse sowie rhythmische Impulse aus südafrikanischen und anderen weltmusikalischen Traditionen prägen zunehmend sein aktuelles Schaffen. Seine Musik reflektiert eine offene, zeitgenössische Haltung und überschreitet bewusst kulturelle und stilistische Grenzen.
Auch als Orchestermusiker ist Deniz Tahberer international gefragt. Er musizierte mit führenden Klangkörpern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und dem Konzerthausorchester Berlin. Seit mehreren Jahren ist er als stellvertretender Konzertmeister an der Komischen Oper Berlin tätig, wo er seine Erfahrung als Solist, Kammermusiker und Ensemblekünstler vereint.
Geboren 1989 in Adana (Türkei), erhielt Deniz Tahberer seinen ersten Violinunterricht im Alter von vier Jahren. Nach frühen Erfolgen bei nationalen Wettbewerben und ersten Konzertauftritten führte ihn sein Weg 2005 mit einem Stipendium an die Vancouver Academy of Music. Ab 2009 setzte er seine Ausbildung in Deutschland an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig in der Klasse von Prof. Mariana Sîrbu fort. Sein Studium wurde durch Stipendien der Infinitum Foundation, des Freistaates Sachsen sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) gefördert.
Stand: Januar 2026
Magazin
5. Oktober 2026
Holzinger im Hangar!
Die Komische Oper Berlin ist eines der vielfältigsten Häuser der deutschen Opernlandschaft und ich schätze den kollaborativen Arbeitsgeist bereits seit unserer Zusammenarbeit für SANCTA. Spätestens seitdem stand es auf meiner Bucketlist, hier zu inszenieren, und dass ich das nun sogar im Hangar in Tempelhof machen darf, kann ich kaum erwarten!
Florentina Holzinger
Die Spielzeit 2027/28 beginnt mit einer neuen Arbeit von Florentina Holzinger zum Thema Krieg im Hangar4/Flughafen Tempelhof.
Registrieren Sie sich jetzt für den Early-Bird-Rabatt und erhalten Sie ein exklusives Vorkaufsrecht vor dem Start des regulären Ticketverkaufs!
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18. September 2025
Alles ist am Brodeln
Jewgeni Onegin ist eine Oper, in der die großen Gefühle und Leidenschaften unter der Oberfläche köcheln, die inneren Stürme zurückgehalten werden. Und die Musik? Sie erzählt, was die Figuren einander nicht sagen können. Traumwandlerisch präzise hat Pjotr Tschaikowski diese Spannung zwischen Fassade und Innenleben in seine Partitur gegossen, unter den kühlen Worten seiner Figuren tanzt das Orchester. Alles ist am Brodeln, kurz vor dem Ausbruch, aber der kommt meist zu spät. Das ist die eigentliche Tragödie dieses Werks: nicht Schicksal, sondern verpasster Moment. Ein Gespräch über Intimität und Pathos mit dem Dirigenten Henrik Nánási über Tschaikowskis Jewgeni Onegin.
#KOBOnegin
28. Mai 2025
Modernes Schicksal, verpasste Liebe
Die Geburtsstunde des Musikdramas Jewgeni Onegin fällt auf einen Nachmittag im Mai 1877: Pjotr Iljitsch Tschaikowski sitzt in einem Restaurant, speist und grübelt. Er sucht nach einem Stoff für eine Oper, die es mit George Bizets Carmen aufnehmen kann. Dann hallt eine Empfehlung in seinem Kopf nach. Er läuft zum nächsten Buchladen und verschlingt in einer Nacht den Roman Jewgeni Onegin von Alexander Puschkin. Nicht einmal ein Jahr später schreibt Tschaikowski Operngeschichte mit einem Gegenentwurf zu Wagner und Verdi – still, psychologisch, modern. Seit dem gilt sein gleichnamiges Opern- und Zivilisationsdrama als erstes realistisches Werk über Einsamkeit, Sinnsuche und Liebeserfüllung im Spiel von Sehnsucht und Egoismus.
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Kosky zeigt, was er auch kann: behutsam führen, das Innerste der Figuren ins Äußere der Protagonisten kehren...
Im Dickicht der Gefühle
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
#KOBOnegin
1. Februar 2016
… wie genau Kosky in die Abgründe aller Beteiligten schaut, ist bewundernswert.
Feinnerviges Psychogramm junger Leute
Uwe Friedrich, BR Klassik
Uwe Friedrich, BR Klassik
#KOBOnegin
