Leo Eisenreich (Solist des Tölzer Knabenchors)

Der Tölzer Knabenchor, von Gerhard Schmidt-Gaden 1956 gegründet und unter der jetzigen Künstlerischen Leitung von Christian Fliegner, gehört zu den berühmtesten und erfolgreichsten Knabenchören der Welt und bestreitet ca. 150 Konzert- und Opernauftritte im Jahr. Sein Repertoire umfasst sowohl alle Gebiete des Chorgesangs vom Barock bis zur Gegenwart mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Werken Johann Sebastian Bachs als auch alle wichtigen Knabenpartien der Opernliteratur, besonders in Mozarts „Zauberflöte“.

Die Solisten des Tölzer Knabenchors sind an großen Opernhäusern aufgetreten, darunter das Teatro alla Scala, die Pariser Opéra Bastille, das Opernhaus Zürich, die Lyric Opera of Chicago und De Nationale Opera Amsterdam. Über Jahrzehnte hinweg haben namhafte Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Herbert von Karajan, Simon Rattle, Christian Thielemann und Kirill Petrenko mit dem Tölzer Knabenchor gearbeitet.

Außerdem führen Konzertreisen den Tölzer Knabenchor durch ganz Europas, nach Russland, Israel, Asien und in die USA. Regelmäßig wird der Chor zu den renommiertesten Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Bachfest Leipzig, dem Rheingau Musik Festival oder dem Shanghai Baroque Festival eingeladen.

Für seine Einspielungen erhielt der Chor zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Deutschen Schallplattenpreis, den französischen Schallplattenpreis, den Diapason d’Or, den ECHO Klassik der Deutschen Phono-Akademie Berlin sowie eine Nominierung für den Grammy Award. Die Tölzer Knaben singen die drei Knaben in Mozarts Zauberflöte an der Komischen Oper Berlin, der Semperoper Dresden, dem Staatstheater Nürnberg und der Staatsoper Stuttgart. In dieser Spielzeit singen die Solisten des Tölzer Knabenchors den Putto in Olga Neuwirths Orlando in der Regie von Ewelina Marciniak.

Stand: Mai 2026

Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Kosky zeigt, was er auch kann: behutsam führen, das Innerste der Figuren ins Äußere der Protagonisten kehren...
Im Dickicht der Gefühle
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
#KOBOnegin
1. Februar 2016
… wie genau Kosky in die Abgründe aller Beteiligten schaut, ist bewundernswert.
Feinnerviges Psychogramm junger Leute
Uwe Friedrich, BR Klassik
#KOBOnegin