Julien Aléonard

Julien Aléonard studierte am Pariser Konservatorium und spezialisierte sich auf Musik- und Tontechnik. Zunächst war er als Toningenieur am Forschungs- und Musikzentrum IRCAM in Paris tätig, begann ab 2015 allerdings freiberuflich zu arbeiten und ist vor allem im Bereich zeitgenössischer Musik, elektroakustischer Produktionen und experimenteller Klangprojekte aktiv. Aléonard gastierte bereits bei zahlreichen Orchestern und Ensembles, darunter das Orchestre Philharmonique de Radio France, das Orchester der Wiener Staatsoper und das Orchestre National de France. Auch mit Komponist:innen wie Olga Neuwirth, Luca Francesconi und Magnus Lindberg arbeitete er zusammen. Nachdem Aléonard bereits die Uraufführung von Neuwirths Oper Orlando an der Wiener Staatsoper als Klangregisseur betreute, arbeitet er in der Spielzeit 2025/26 an der Komischen Oper Berlin in Zusammenarbeit mit Ewelina Marciniak an der deutschen Erstaufführung von Orlando.

Stand: Mai 2026

Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Kosky zeigt, was er auch kann: behutsam führen, das Innerste der Figuren ins Äußere der Protagonisten kehren...
Im Dickicht der Gefühle
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
#KOBOnegin
1. Februar 2016
… wie genau Kosky in die Abgründe aller Beteiligten schaut, ist bewundernswert.
Feinnerviges Psychogramm junger Leute
Uwe Friedrich, BR Klassik
#KOBOnegin