Dramaturg

Ma­xi­mil­ian Ha­ge­me­yer

Maximilian Hagemeyer studierte Kulturwissenschaften an den Universitäten in Hildesheim und Bologna. Noch während des Studiums absolvierte er Regie- und Dramaturgiehospitanzen u. a. bei Barrie Kosky und Anselm Weber am Aalto-Theater Essen sowie Praktika bei der Neuen Ruhr Zeitung und bei 3sat/ZDFkultur. Von 2012 bis 2017 war er als Dramaturgieassistent an der Komischen Oper Berlin engagiert. Es folgten Stationen als Musiktheater- und Konzertdramaturg am Theater für Niedersachsen sowie von 2018 bis 2023 an der Komischen Oper Berlin, wo er mit Regisseur:innen wie Barrie Kosky, Kirill Serebrennikov, Ruth Brauer-Kvam und Robert Carsen arbeitete.
Ferner verbindet ihn mit der Regisseurin Anna Drescher eine langjährige Zusammenarbeit, etwa für Produktionen am Theater Orchester Biel Solothurn, am Theater Lübeck, bei den Osterfestspielen Baden-Baden, am Stadttheater Giessen sowie am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Ihre Inszenierung von Weisse Rose am TOBS wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und zu Gastspielen nach London, Wien und Oslo eingeladen.
Seit 2024 ist Maximilian Hagemeyer Programmkoordinator für Musik, Darstellende Künste und Literatur für den Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit dem Kulturhaus Schwartzsche Villa als Hauptspielstätte.

Stand: Dezember 2025

Nächste Termine und Besetzung

Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Kosky zeigt, was er auch kann: behutsam führen, das Innerste der Figuren ins Äußere der Protagonisten kehren...
Im Dickicht der Gefühle
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
#KOBOnegin
1. Februar 2016
… wie genau Kosky in die Abgründe aller Beteiligten schaut, ist bewundernswert.
Feinnerviges Psychogramm junger Leute
Uwe Friedrich, BR Klassik
#KOBOnegin