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Solist - Bariton

Tom­ Erik­ Lie­

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Ich bin einfach durch alle Stimmen gewandert: vom Sopran zum Alt, dann in den Tenor, schließlich Bariton. Da bin ich dann geblieben.
Im Ensemble der Komischen Oper
Berlin seit 2004. 2022 zum Berliner
Kammersänger ernannt.

HEIMAT
Oslo / Norwegen

STUDIUM
Konservatorium und Staatliche Opernhochschule Oslo


1. Von welcher Opernfigur hast du am meisten gelernt (und was)?
Da gibt es schon einige, aber am meisten sind mir Beckmesser aus Die Meistersinger von Nürnberg und Albin/Zaza aus La Cage aux Folles im Gedächtnis geblieben! Beckmesser, weil man die lange Partie sehr bewusst einteilen muss, um stimmlich frisch zu bleiben. Alban/Zaza ist eine ganz andere Herausforderung, weil es viele Dialoge gibt, bei denen man die Stimme technisch ganz anders nutzt als bei den gesungenen Nummern. Zwei sehr unterschiedliche Partien, die ich aber beide unheimlich gerne singe!

2. Was singst du, wenn niemand hinhört?
Je nach Lust und Laune! Ich muss ja immer wieder neue Partien einstudieren, so ergibt es sich eigentlich meistens von selbst.

3. Welchen Beruf hättest du heute, wenn du nicht Sänger geworden wärst?
Ich wollte nie etwas anderes werden, seitdem ich zehn Jahre alt war!

4. Welches Kunsterlebnis hat alles für dich verändert?
Ich durfte als Knabensopran in La Bohème und Tosca an der Oslo National Opera mitmachen, und habe mich sofort in die Musik und das Drama verliebt. Seitdem wollte ich Opernsänger werden!

5. Was machst du nach der Vorstellung?
Nach der Vorstellung gehe ich gerne mit Kollegen oder Freunden etwas essen.

Nächste Termine und Besetzung

Magazin

17. September 2026
»Die musikalische Leitung hat Nicholas Carter, und der weiß wirklich mit dieser Musik umzugehen an diesem Ort. Großes Orchester, aber es gibt noch mal eine eigene Bühne für das Schlagwerk… Das hat dieser Musik eine treibende, eine energische Kraft gegeben. Mich hat es musikalisch unglaublich mitgerissen… das ist ungeheuer aufregende Musik. Und das hat diesen Abend wirklich getragen, zweieinhalb Stunden lang...

Das Besondere an den Barrie Kosky-Inszenierungen ist, dass er auch schauspielerisch mit den Sängerinnen und Sängern grandios arbeitet. Das Stück könnte unglaublich düster und deprimierend und trist sein. Und das ist es auch. Es ist ein deprimierender Abend, aber Kosky schafft es, da Humor reinzubringen. Er schafft es, groteske Elemente auszuspielen, emotional sehr stark. Musikalisch wie inszenatorisch ein herausragender Abend.«
André Mumot, DLF Kultur – Fazit, 16.09.2026
Oper im Hangar: Barrie Kosky inszeniert Aribert Reimanns »Lear« in Berlin
#KOBLear
17. September 2026
Das ist die Oper, die der Hangar braucht
Udo Badelt, Der Tagesspiegel, 17.09.2026
Das ist die Oper, die der Hangar braucht: Die Komische Oper eröffnet ihre Spielzeit mit »Lear«

#KOBLear
17. September 2026
»Ein Ereignis der Extraklasse.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
#KOBLear
17. September 2026
»Eine Lehrstunde in Sachen musiktheatraler Personenregie… Kosky trifft Entscheidungen, die bei allem Überzeitlichen subtil im Hier und Heute ankern. So wird Glosters flüchtiger Sohn Edgar in seiner Verkleidung als Bettler Tom zu einer queeren Figur mit BH und Glitzerhäubchen. Ein wackelig staksendes Menschenwesen, das die um die Macht im Reich streitenden Edmunds, Gonerils (Rosie Aldridge mit dem Leuchtfeuer einer Brünnhilde) und Regans (Nicole Chevaliers Strauss’scher Sahnesopran) wohl einfach zerquetschen könnten. Aber der Countertenor Aryeh Nussbaum Cohen kann nicht nur fragil wie in den erschütternden "Tom friert!"-Rufen, sondern lässt auch schon die Entschlossenheit jenes Edgar durchschimmern, der seinen Halbbruder Edmund (echter Strahletenor: Brenton Ryan) zur Rechenschaft ziehen wird.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
#KOBLear