Arturo Gama

Arturo Gama stammt aus Mexiko-Stadt, wo er an der Universidad Autónoma de México Schauspielkunst und gleichzeitig modernen Tanz und Ballett am Nationalen Institut der Schönen Künste von Mexiko studierte. 1984 trat er der Nationalen Tanzkompanie von Mexiko bei. Seine Karriere als Tänzer führte ihn 1989 zum London City Ballet und zur Carla Fracci Dance Company. 1990 wurde er Solist der Ballettkompanie an der Komischen Oper Berlin, wo er bis 2002 tanzte. Seit 2005 ist Arturo Gama Regisseur des Opernensembles am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Seither gastierte er mit Produktionen von u. a. Herzog Blaubarts Burg, Tosca, Hänsel und Gretel und Der Fliegende Holländer an verschiedenen Theaterhäusern. An der Komischen Oper Berlin hat er mehrfach als Regieassistent gewirkt und arbeitete im Zuge dessen mit Regisseuren wie Harry Kupfer, Andreas Homoki, Peter Konwitschny und Willy Decker zusammen. 2003 gab er sein Regiedebüt mit einer Inszenierung von Die Geschichte des Soldaten an der Komischen Oper Berlin und übernahm 2015 die Choreografie für My Fair Lady in Zusammenarbeit mit Andreas Homoki.

Stand: November 2025

Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Kosky zeigt, was er auch kann: behutsam führen, das Innerste der Figuren ins Äußere der Protagonisten kehren...
Im Dickicht der Gefühle
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
#KOBOnegin
1. Februar 2016
… wie genau Kosky in die Abgründe aller Beteiligten schaut, ist bewundernswert.
Feinnerviges Psychogramm junger Leute
Uwe Friedrich, BR Klassik
#KOBOnegin