The ultimate queer Sci-Fi hybrid Grand opéra!

Or­lan­do

Olga Neuwirth
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Stellen Sie sich vor, Sie wären unsterblich und könnten über vier Jahrhunderte Geschichte selbst erleben! Als Mann. Und dann als Frau.

Der junge englische Adelige Orlando wird als Favorit der Königin Elisabeth I. mit Orden und Gütern beschenkt und altert fortan nicht mehr. Nach einem unerfüllten Liebesabenteuer mit der schönen Russin Sasha zieht Orlando sich zurück und beschließt, Dichter zu werden. Abermals enttäuscht, lässt sich Orlando als Botschafter in ein fernes Kriegsgebiet versetzen, wo er eines Tages aus einem tranceartigen Schlaf als Frau erwacht. Auf der Suche nach Freiheit schreitet Orlando durch Jahrhunderte der patriarchalischen Ordnung, erlebt barocke Dekadenz, viktorianische Moral, zahlreiche Kriege und den Anbruch des digitalen Zeitalters. Orlandos nichtbinäres Kind verkörpert die Idee der fließenden Identität und stellt schließlich jede Dualität infrage. Als Dichter:in schreibt Orlando gegen Simplifizierung und Populismus an und konfiguriert als Zeitreisende:r das Jetzt immer wieder neu.
Eine fiktive musikalische Biografie [2019]
Libretto von Catherine Filloux und Olga Neuwirth
nach dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf
Premiere am 16. Mai 2026
Empfohlen ab Klasse 9
Englisch
30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (außer vor Premieren, Kinderopern, konzertanten Aufführungen, Silvester- und Sonderveranstaltungen)

Die Inszenierung enthält Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder.

Am 26. Mai findet unter dem Titel »Dazwischen und Außerhalb« eine Soiree zum Phänomen Orlando statt.

Nächste Termine und Besetzung

Schillertheater – Großer Saal

Bismarckstraße 110
10625 Berlin
Sa
16. Mai 2026
19:00
Deutsche Erstaufführung
Do
21. Mai 2026
19:00
So
24. Mai 2026
18:00
Mi
27. Mai 2026
19:00
So
31. Mai 2026
18:00
Sa
6. Jun 2026
19:00
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit!

Gefördert von

Medienpartner:in

#KOBOrlando

30. April 2026
Im letzten Teil der Oper tritt eine Anspielung auf Donald Trump auf, doch wird er nicht wörtlich als er selbst dargestellt, sondern durch Mutanten verkörpert, die sich seiner Slogans und der Sprache der Selbstinszenierung bedienen.
Auf sehr treffende Weise zeichnet Olga Neuwirth hier ein Bild des gegenwärtigen Populismus und Nationalismus. Sie zeigt, wie gefährlich Politik wird, wenn sie sich in ein Spektakel verwandelt und beginnt, auf gesellschaftlicher Angst sowie auf der Ausgrenzung anderer zu basieren.

Regisseurin Ewelina Marciniak über ihre Neusinszinierung von Olga Neuwirths Oper Orlando, in: Corinna Kolbe: Abgesang auf das Patriarchat, Tagesspiegel Spielzeit von 24.04.2026
#KOBOrlando