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Solistin - Sopran

Mir­ka Wag­ner

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Mein erster Opernbesuch: ich saß mit aufgerissenen Augen da und habe wie hypnotisiert auf die Bühne gestarrt ...
Im Ensemble der Komischen Oper
Berlin seit 2012.

HEIMAT
Hamburg

STUDIUM
Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin (bei Prof. Norma Sharp und Snezana Brzakovic)
Opernstudio Komische Oper Berlin
Nach ihrem Lieblingsfilm befragt, muss Mirka Wagner nicht lange überlegen: La vita è bella von und mit Roberto Benigni! »Ich habe damals die Oscar-Verleihung im Fernsehen gesehen, bei der Benigni den Oscar für seinen Film gewonnen hat. Da hatte ich La vita è bella noch gar nicht gesehen und dachte nur: Was für ein komischer Typ! Aber dann war ich fasziniert von dieser Ehrlichkeit und Fröhlichkeit, die der Film und sein Hauptprotagonist ausstrahlen, auch dann, wenn es eigentlich nichts mehr zu lachen gibt.« Fröhlichkeit und eine grundsätzlich positive Sicht auf die Dinge zeichnen auch Mirka Wagner aus. »Meine Eltern erzählen jedem von meinem ersten Opernbesuch.
1. Von welcher Opernfigur hast du am meisten gelernt (und was)?
Norma, gesungen von Maria Callas in der Arie Casta Diva von Bellini. Dabei ist nicht nur ihr Gesang faszinierend sondern besonders die 1:30 Min vor der Arie. Wie sie diese Pause füllt alleine mit dem Ausdruck ihrer Augen ist einfach beeindruckend und hebt die Rolle auf ein noch höheres Level.

2. Was singst du, wenn niemand hinhört?
Ich singe eigentlich nonstop – immer das, was mir gerade in den Kopf kommt. Manchmal stehe ich in der U-Bahn und wundere mich, warum die Leute so überrascht schauen… und dann merke ich: Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich laut meine Partie vor mich hin gesummt habe. Es passiert einfach – als würde die Musik sich selbst weiterspinnen, auch ohne Bühne.

3. Welchen Beruf hättest du, wenn du nicht Sängerin geworden wärst?
Ich hatte eigentlich keinen Plan B – ich wusste immer, ich möchte Sängerin werden. Aber wenn es doch anders gekommen wäre, wäre ich wahrscheinlich etwas geworden, das trotzdem mit Stimme und Menschsein zu tun hat: vielleicht Stimmtherapeutin oder Logopädin. Menschen zu ihrer eigenen Stimme zu verhelfen hätte mich genauso erfüllt.

4. Welches Kunsterlebnis hat für dich alles verändert?
Das war der Moment, als ich das erste Mal als Lebkuchenkind in Hänsel und Gretel auf der Bühne der Hamburgischen Staatsoper stehen durfte. Ich weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat: dieses Licht, diese Welt, dieses „Jetzt passiert etwas“. Und in mir war nur ein einziger Gedanke, ganz klar und ganz ruhig: Das will ich mein Leben lang machen.

5. Was machst du nach der Vorstellung?
Das ist immer unterschiedlich — aber am liebsten treffe ich mich noch mit Freunden oder Familie in der Kantine und lasse den Abend ausklingen. Dieses langsame Runterkommen nach dem letzten Ton, das gemeinsame Lachen. Dadurch, dass ich ja oft abends arbeite, ist es umso schöner, wenn sie mich besuchen kommen und wir dann „nach getaner Arbeit“ Zeit für- und miteinander haben.

Nächste Termine und Besetzung

Magazin

17. September 2026
»Die musikalische Leitung hat Nicholas Carter, und der weiß wirklich mit dieser Musik umzugehen an diesem Ort. Großes Orchester, aber es gibt noch mal eine eigene Bühne für das Schlagwerk… Das hat dieser Musik eine treibende, eine energische Kraft gegeben. Mich hat es musikalisch unglaublich mitgerissen… das ist ungeheuer aufregende Musik. Und das hat diesen Abend wirklich getragen, zweieinhalb Stunden lang...

Das Besondere an den Barrie Kosky-Inszenierungen ist, dass er auch schauspielerisch mit den Sängerinnen und Sängern grandios arbeitet. Das Stück könnte unglaublich düster und deprimierend und trist sein. Und das ist es auch. Es ist ein deprimierender Abend, aber Kosky schafft es, da Humor reinzubringen. Er schafft es, groteske Elemente auszuspielen, emotional sehr stark. Musikalisch wie inszenatorisch ein herausragender Abend.«
André Mumot, DLF Kultur – Fazit, 16.09.2026
Oper im Hangar: Barrie Kosky inszeniert Aribert Reimanns »Lear« in Berlin
#KOBLear
17. September 2026
Das ist die Oper, die der Hangar braucht
Udo Badelt, Der Tagesspiegel, 17.09.2026
Das ist die Oper, die der Hangar braucht: Die Komische Oper eröffnet ihre Spielzeit mit »Lear«

#KOBLear
17. September 2026
»Ein Ereignis der Extraklasse.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
#KOBLear
17. September 2026
»Eine Lehrstunde in Sachen musiktheatraler Personenregie… Kosky trifft Entscheidungen, die bei allem Überzeitlichen subtil im Hier und Heute ankern. So wird Glosters flüchtiger Sohn Edgar in seiner Verkleidung als Bettler Tom zu einer queeren Figur mit BH und Glitzerhäubchen. Ein wackelig staksendes Menschenwesen, das die um die Macht im Reich streitenden Edmunds, Gonerils (Rosie Aldridge mit dem Leuchtfeuer einer Brünnhilde) und Regans (Nicole Chevaliers Strauss’scher Sahnesopran) wohl einfach zerquetschen könnten. Aber der Countertenor Aryeh Nussbaum Cohen kann nicht nur fragil wie in den erschütternden "Tom friert!"-Rufen, sondern lässt auch schon die Entschlossenheit jenes Edgar durchschimmern, der seinen Halbbruder Edmund (echter Strahletenor: Brenton Ryan) zur Rechenschaft ziehen wird.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
#KOBLear