Solistin - Sopran
Mirka Wagner
Zitat einfügen oder Element löschen - EN nicht vergessenMein erster Opernbesuch: ich saß mit aufgerissenen Augen da und habe wie hypnotisiert auf die Bühne gestarrt ...
Im Ensemble der Komischen Oper
Berlin seit 2012.
HEIMAT
Hamburg
STUDIUM
Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin (bei Prof. Norma Sharp und Snezana Brzakovic)
Opernstudio Komische Oper Berlin
Berlin seit 2012.
HEIMAT
Hamburg
STUDIUM
Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin (bei Prof. Norma Sharp und Snezana Brzakovic)
Opernstudio Komische Oper Berlin
PREISE
2. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang in der Sparte Oper/Operette
MEISTERKURSE BEI
Thomas Quasthoff
Julia Varady
Wolfram Rieger
WICHTIGE PARTIEN AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
Despina (Così fan tutte)
Titelpartie in Der goldene Hahn von Nikolai Rimski-Korsakow
Berta (Der Barbier von Sevilla)
Musette (La Bohème)
Julia de Veert (Der Vetter aus Dingsda)
Marietta (Die Bajadere)
Parasja (Der Jahrmarkt von Sorotschinzi)
Jungfer Marianne Leitmetzerin (Der Rosenkavalier)
Noémie (Cendrillon)
Das Fräulein (Heute Nacht oder nie)
Wendy Darling (Peter Pan)
Briefträgerin Kathi (Im Weißen Rössl)
Frasquita (Carmen)
Gretel (Hänsel und Gretel)
Eurydike (Orpheus)
Mrs. Naidoo (Satyagraha)
Trauernde Frau (Die Nase)
Prinzessin Ninetta (Die Liebe zu drei Orangen)
Eine Schäferin / Die Fledermaus / Der Stuhl / Die Eule (Petruschka/L’Enfant et les Sortilèges)
Erste Dame (Die Zauberflöte)
Tatjana (Frühlingsstürme)
Yvonne Dschainah (Das Mädchen aus dem Tanzhaus)
Die gute Hexe des Nordens/Die gute Hexe des Südens/Die Königin der Feldmäuse/Glinda (Der Zauberer von Oz)
Pamina (Die Zaubermelodika)
Saffi (Der »Zigeuner«baron)
WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Lisa (Das Land des Lächelns, Theater Regensburg)Prinzessin Ninetta (Die Liebe zu den drei Orangen, Staatstheater am Gärtnerplatz)
Annina (Eine Nacht in Venedig, Staatsoperette Dresden)
Lisa (Das Land des Lächelns, Musikalische Komödie Leipzig)
AUSFLÜGE
Bregenzer Festspiele: Zwerg in der Uraufführung von Detlev Glanerts Solaris
Théâtre Nantes/Angers: Papagena(Die Zauberflöte)
Edinburgh Festival und Shanghai Grand Theater: 1. Dame (Die Zauberflöte)
Nach ihrem Lieblingsfilm befragt, muss Mirka Wagner nicht lange überlegen: La vita è bella von und mit Roberto Benigni! »Ich habe damals die Oscar-Verleihung im Fernsehen gesehen, bei der Benigni den Oscar für seinen Film gewonnen hat. Da hatte ich La vita è bella noch gar nicht gesehen und dachte nur: Was für ein komischer Typ! Aber dann war ich fasziniert von dieser Ehrlichkeit und Fröhlichkeit, die der Film und sein Hauptprotagonist ausstrahlen, auch dann, wenn es eigentlich nichts mehr zu lachen gibt.« Fröhlichkeit und eine grundsätzlich positive Sicht auf die Dinge zeichnen auch Mirka Wagner aus. »Meine Eltern erzählen jedem von meinem ersten Opernbesuch.
Ich war damals schon ein ziemlicher Wirbelwind, und meine Eltern hatten sich viele Gedanken gemacht, ob ich das lange Stillsitzen durchhalte. Ich saß aber völlig regungslos, und sie waren sich sicher, dass ich eingeschlafen war, bis sie mich irgendwann angeschaut haben. Ich saß mit weit aufgerissenen Augen da und hab wie hypnotisiert auf die Bühne gestarrt: Die Kostüme, das Licht, diese unglaubliche Musik. So etwas hatte ich noch nie gesehen oder gehört. In dem Moment war ich mir sicher: Ich werde Opernsängerin.«
Als der Kinderchor der Hamburgischen Staatsoper neue Sänger suchte, war klar, dass Mirka Wagner Mitglied werden musste. Mit neun Jahren wurde sie in den Kinderchor aufgenommen, um ihn ganze zehn Jahre später, mit 19, zu verlassen, um zum Studium nach Berlin zu ziehen. »Ich hatte zwar in unzähligen Opern im Kinderchor mitgewirkt, muss aber zugeben, dass ich danach nur sehr selten eine Oper als Zuschauer erlebte. Wenn ich dann doch einmal im Publikum saß, dachte ich mir: »Irgendwas ist hier falsch. Ich schaue in die falsche Richtung«, lacht sie.
Die Liebe zur Musik prägt Mirka Wagners ganzes Leben – privat und beruflich. Und dabei spielt das Genre eigentlich gar keine Rolle. Ob Klassik oder Jazz, Rock oder Pop, Hauptsache, die Musik geht ins Herz. Ebenso vielseitig ist ihr musikalisches Schaffen: Mit der Aufnahme von Liedern für die Sesamstraße oder Werbejingles hat sie ihr Gesangsstudium mitfinanziert. »Wer jetzt mit Mastercard zahlt, kann gewinnen: Shoppen in Mailand und in die Scala!«, singt sie lachend auf die Melodie von »La donna è mobile«.
Der Anfang in Berlin war nicht unbedingt leicht. »Man sagt Künstlern ja immer nach, dass sie etwas durcheinander sind. Mein Kühlschrank war bis auf Senf und ein bisschen vertrocknetes Gemüse meist leer. Und wenn ich dann mal einkaufen war, hatte ich keine Ahnung, was ich mit den Lebensmitteln machen kann. Kochen musste ich erst einmal lernen.« Mittlerweile ist aber so etwas wie ein Hobby daraus geworden. Mirka kocht leidenschaftlich gerne, am liebsten für Freunde, türkisch oder italienisch, nach Rezept und »free-style«, meistens zu viel!
1. Von welcher Opernfigur hast du am meisten gelernt (und was)?
Norma, gesungen von Maria Callas in der Arie Casta Diva von Bellini. Dabei ist nicht nur ihr Gesang faszinierend sondern besonders die 1:30 Min vor der Arie. Wie sie diese Pause füllt alleine mit dem Ausdruck ihrer Augen ist einfach beeindruckend und hebt die Rolle auf ein noch höheres Level.
2. Was singst du, wenn niemand hinhört?
Ich singe eigentlich nonstop – immer das, was mir gerade in den Kopf kommt. Manchmal stehe ich in der U-Bahn und wundere mich, warum die Leute so überrascht schauen… und dann merke ich: Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich laut meine Partie vor mich hin gesummt habe. Es passiert einfach – als würde die Musik sich selbst weiterspinnen, auch ohne Bühne.
3. Welchen Beruf hättest du, wenn du nicht Sängerin geworden wärst?
Ich hatte eigentlich keinen Plan B – ich wusste immer, ich möchte Sängerin werden. Aber wenn es doch anders gekommen wäre, wäre ich wahrscheinlich etwas geworden, das trotzdem mit Stimme und Menschsein zu tun hat: vielleicht Stimmtherapeutin oder Logopädin. Menschen zu ihrer eigenen Stimme zu verhelfen hätte mich genauso erfüllt.
4. Welches Kunsterlebnis hat für dich alles verändert?
Das war der Moment, als ich das erste Mal als Lebkuchenkind in Hänsel und Gretel auf der Bühne der Hamburgischen Staatsoper stehen durfte. Ich weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat: dieses Licht, diese Welt, dieses „Jetzt passiert etwas“. Und in mir war nur ein einziger Gedanke, ganz klar und ganz ruhig: Das will ich mein Leben lang machen.
5. Was machst du nach der Vorstellung?
Das ist immer unterschiedlich — aber am liebsten treffe ich mich noch mit Freunden oder Familie in der Kantine und lasse den Abend ausklingen. Dieses langsame Runterkommen nach dem letzten Ton, das gemeinsame Lachen. Dadurch, dass ich ja oft abends arbeite, ist es umso schöner, wenn sie mich besuchen kommen und wir dann „nach getaner Arbeit“ Zeit für- und miteinander haben.
Norma, gesungen von Maria Callas in der Arie Casta Diva von Bellini. Dabei ist nicht nur ihr Gesang faszinierend sondern besonders die 1:30 Min vor der Arie. Wie sie diese Pause füllt alleine mit dem Ausdruck ihrer Augen ist einfach beeindruckend und hebt die Rolle auf ein noch höheres Level.
2. Was singst du, wenn niemand hinhört?
Ich singe eigentlich nonstop – immer das, was mir gerade in den Kopf kommt. Manchmal stehe ich in der U-Bahn und wundere mich, warum die Leute so überrascht schauen… und dann merke ich: Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich laut meine Partie vor mich hin gesummt habe. Es passiert einfach – als würde die Musik sich selbst weiterspinnen, auch ohne Bühne.
3. Welchen Beruf hättest du, wenn du nicht Sängerin geworden wärst?
Ich hatte eigentlich keinen Plan B – ich wusste immer, ich möchte Sängerin werden. Aber wenn es doch anders gekommen wäre, wäre ich wahrscheinlich etwas geworden, das trotzdem mit Stimme und Menschsein zu tun hat: vielleicht Stimmtherapeutin oder Logopädin. Menschen zu ihrer eigenen Stimme zu verhelfen hätte mich genauso erfüllt.
4. Welches Kunsterlebnis hat für dich alles verändert?
Das war der Moment, als ich das erste Mal als Lebkuchenkind in Hänsel und Gretel auf der Bühne der Hamburgischen Staatsoper stehen durfte. Ich weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat: dieses Licht, diese Welt, dieses „Jetzt passiert etwas“. Und in mir war nur ein einziger Gedanke, ganz klar und ganz ruhig: Das will ich mein Leben lang machen.
5. Was machst du nach der Vorstellung?
Das ist immer unterschiedlich — aber am liebsten treffe ich mich noch mit Freunden oder Familie in der Kantine und lasse den Abend ausklingen. Dieses langsame Runterkommen nach dem letzten Ton, das gemeinsame Lachen. Dadurch, dass ich ja oft abends arbeite, ist es umso schöner, wenn sie mich besuchen kommen und wir dann „nach getaner Arbeit“ Zeit für- und miteinander haben.
Nächste Termine und Besetzung
Magazin
18. September 2026
Im Untergang gefangen
Ein Gespräch mit Bühnenbildnerin Rebecca Ringst über ihre Ausstattung zu Aribert Reimanns Lear im Hangar und dass sich Weite und Beklemmung keineswegs widersprechen
#KOBLear
17. September 2026
»Die musikalische Leitung hat Nicholas Carter, und der weiß wirklich mit dieser Musik umzugehen an diesem Ort. Großes Orchester, aber es gibt noch mal eine eigene Bühne für das Schlagwerk… Das hat dieser Musik eine treibende, eine energische Kraft gegeben. Mich hat es musikalisch unglaublich mitgerissen… das ist ungeheuer aufregende Musik. Und das hat diesen Abend wirklich getragen, zweieinhalb Stunden lang...
Das Besondere an den Barrie Kosky-Inszenierungen ist, dass er auch schauspielerisch mit den Sängerinnen und Sängern grandios arbeitet. Das Stück könnte unglaublich düster und deprimierend und trist sein. Und das ist es auch. Es ist ein deprimierender Abend, aber Kosky schafft es, da Humor reinzubringen. Er schafft es, groteske Elemente auszuspielen, emotional sehr stark. Musikalisch wie inszenatorisch ein herausragender Abend.«
Das Besondere an den Barrie Kosky-Inszenierungen ist, dass er auch schauspielerisch mit den Sängerinnen und Sängern grandios arbeitet. Das Stück könnte unglaublich düster und deprimierend und trist sein. Und das ist es auch. Es ist ein deprimierender Abend, aber Kosky schafft es, da Humor reinzubringen. Er schafft es, groteske Elemente auszuspielen, emotional sehr stark. Musikalisch wie inszenatorisch ein herausragender Abend.«
André Mumot, DLF Kultur – Fazit, 16.09.2026
Oper im Hangar: Barrie Kosky inszeniert Aribert Reimanns »Lear« in Berlin
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17. September 2026
Das ist die Oper, die der Hangar braucht
Udo Badelt, Der Tagesspiegel, 17.09.2026
Das ist die Oper, die der Hangar braucht: Die Komische Oper eröffnet ihre Spielzeit mit »Lear«
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17. September 2026
Goneril ist, wie alle Frauen, die ich spiele, ein Produkt ihrer Außenwelt. Sie wurde nicht kalt und grausam geboren. Geformt wurde sie durch ein Leben voller emotionaler Vernachlässigung und durch ein tiefes Verlangen danach, gesehen und wertgeschätzt zu werden. Sie verhält sich wie ein Mann – und dass sie dafür von allen so verabscheut wird, sagt für mich sehr viel aus.
Ihre Kälte und ihre Selbstbeherrschung sind ihre Rüstung. […] Barrie Kosky und ich waren uns beide von Anfang an einig, dass Goneril eine weitaus interessantere Figur ist, als man ihr häufig zugesteht.
Ihre Kälte und ihre Selbstbeherrschung sind ihre Rüstung. […] Barrie Kosky und ich waren uns beide von Anfang an einig, dass Goneril eine weitaus interessantere Figur ist, als man ihr häufig zugesteht.
Rosie Altridge über ihre Rollespiel als Goneril in Barrie Koskys Lear, in: Interview für ioco.de
#KOBLear
17. September 2026
»Ein Ereignis der Extraklasse.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
Ruf ich nach Todes Rast
#KOBLear
17. September 2026
»Eine Lehrstunde in Sachen musiktheatraler Personenregie… Kosky trifft Entscheidungen, die bei allem Überzeitlichen subtil im Hier und Heute ankern. So wird Glosters flüchtiger Sohn Edgar in seiner Verkleidung als Bettler Tom zu einer queeren Figur mit BH und Glitzerhäubchen. Ein wackelig staksendes Menschenwesen, das die um die Macht im Reich streitenden Edmunds, Gonerils (Rosie Aldridge mit dem Leuchtfeuer einer Brünnhilde) und Regans (Nicole Chevaliers Strauss’scher Sahnesopran) wohl einfach zerquetschen könnten. Aber der Countertenor Aryeh Nussbaum Cohen kann nicht nur fragil wie in den erschütternden "Tom friert!"-Rufen, sondern lässt auch schon die Entschlossenheit jenes Edgar durchschimmern, der seinen Halbbruder Edmund (echter Strahletenor: Brenton Ryan) zur Rechenschaft ziehen wird.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
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