Arnulf Ballhorn

Arnulf Ballhorn ist seit über 25 Jahren Bassist im Orchester der Komischen Oper Berlin und dort auch in kammermusikalische Produktionen und interkulturelle Projekte involviert. Sein Kontrabass-Studium absolvierte er bei Prof. Rainer Zepperitz, dem langjährigen Solo-Bassisten der Berliner Philharmoniker.

Musikalische Vorlieben lassen sich für ihn schwer eingrenzen:
Neben seiner Arbeit im Orchester gehören zeitgenössische Musik und klassische Kammermusik ebenso wie Jazz und Tango und die intensive Arbeit mit dem E-Bass zu seinen musikalischen Grundbedürfnissen. Inspirationen bekam er durch Unterricht bei Bassisten wie Miroslav Vitouš, Gary Willis und Jonas Hellborg, aber auch das Glorvigen-Trio, die Arbeit mit der Schauspielerin und Sängerin Dagmar Manzel und verschiedene Projekte mit dem Vibraphonisten Oli Bott bieten immer neue Herausforderungen. Er spielt regelmäßig auf internationalen Festivals unterschiedlichster Musikrichtungen und betreibt außerdem ein eigenes Label und Studio.

Im Orchester geht sein Engagement über den »normalen« Dienst weit hinaus. Im Team von Selam Opera und besonders für den »Operndolmuş« konnte Arnulf Ballhorn Ideen und Erfahrungen einbringen.

Bei einigen der aufsehenerregenden Festivals der Komischen Oper Berlin der vergangenen Jahre (u. a. den beiden Tango-Festivals und dem Festival Schall und Rausch) sind verschiedene Programmbausteine maßgeblich von ihm gestaltet worden.

Stand: Januar 2026

Magazin

4. September 2026

Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
#KOBLear
10. Mai 2026
Unserer Touren hinter die Bühne der Komischen Oper Berlin zeigen unseren Gästen, welche Detailliebe hinter jeder Arbeit steckt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Menschen auf unseren Führungen Kultur erst richtig zu schätzen lernen – weil sie sehen, wie viel Herzblut und Überlegung in jedes Detail fließt, wenn aus Darsteller:innen Bühnenfiguren werden. Das liebe ich an meinen Job.