Alexander Joel
Alexander Joel ist seit der Spielzeit 2012/2013 regelmäßiger Gastdirigent am Royal Opera House Covent Garden und dirigierte dort seither unter anderem Carmen, La Traviata und La Bohème, Rigoletto und Tosca. Darüber hinaus ist er seit 2001 regelmäßiger Gastdirigent an renommierten Häusern wie der Bayerischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, der Semperoper Dresden, der Finnischen Nationaloper, dem damaligen Neuen Nationaltheater in Tokio, dem Den Norske Opera & Ballett, der Opera Ballet Vlaanderen, der Deutschen Oper am Rhein, der Oper Köln, der Hamburgischen Staatsoper, dem Teatro Municipale Santiago de Chile, der Boston Lyric Opera, der Königlichen Oper Stockholm, der Oper Malmö, das Nationaltheater Mannheim, der Welsh National Opera, der English National Opera, dem Opernhaus Zürich, dem Grand Théâtre de Genève, der Volksoper Wien und der Opéra de Marseille. Am Staatstheater Wiesbaden dirigierte er die Premiere vom gesamten Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg.
Auf dem Konzertpodium dirigierte er Orchester wie die New Yorker Philharmoniker, die Copenhagen Phil, das BBC Philharmonic Orchestra und das ORF Radio-Symphonieorchester Wien.
Alexander Joel war von 2007 bis 2014 Generalmusikdirektor des Staatstheaters und Staatsorchesters Braunschweig. In dieser Funktion dirigierte er den Großteil des sinfonischen Repertoires, insbesondere die Mahler-Sinfonien. Im Opernbereich spezialisierte er sich auf das deutsche Kernrepertoire mit Opern wie Salome, Lohengrin, Rosenkavalier, Tristan und Isolde und Parsifal. Darüber hinaus war er von der Spielzeit 2016/17 bis 2018 Erster Gastdirigent an der Opera Ballet Vlaanderen, wo er überaus erfolgreiche Produktionen wie Don Giovanni und Otello dirigierte und ein breites Konzertrepertoire abdeckte.
Als Sohn einer britischen Mutter und eines deutschen Vaters besitzt Alexander Joel die doppelte Staatsbürgerschaft. Er wuchs in Wien und London auf und wurde in der Schweiz ausgebildet. Nach einem kurzen Studium am King’s College London kehrte er nach Wien zurück, um an der Musikhochschule Klavier zu studieren. Sein Dirigierstudium am Wiener Konservatorium schloss er 1996 mit Auszeichnung ab. Im selben Jahr gewann er einen Preis beim Europäischen Dirigentenwettbewerb in Spoleto. Nach verschiedenen Kapellmeisterpositionen in Baden, Klagenfurt und der Wiener Volksoper war Joel von 2001 bis 2007 Erster Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein.
Stand: Dezember 2025
Magazin
18. September 2026
»Ein weiterer Bühnenakteur ist in dieser außergewöhnlichen Berliner Inszenierung das Orchester: Streicher und Bläser sind sichtbar an einer Seite der Bühne auf einem Podium positioniert, an der gegenüberliegenden Seite befinden sich auf zwei Gerüsten mit jeweils drei Ebenen die Schlaginstrumente. Reimanns seismografisch genaue Ausdeutungen der Stimmungen und Emotionen im Orchester werden somit nicht bloß akustisch als schneidende Gesten, Donnergrollen, Eruptionen, Peitschenhiebe, Zischen und Klagen erlebt, sondern auch visuell. Dirigent Nicholas Carter hält das Orchester der Komischen Oper Berlin von Anfang bis Ende auf Hochspannung. Die Einsätze sind auf den Punkt und reagieren flexibel auf die Sänger. Ein gelungener Saisonstart der Komischen Oper Berlin.«
Ecki Ramón Weber, Concerti, 18.9.2026, Machtgier, Morde, Mafia
Ecki Ramón Weber, Concerti, 18.9.2026, Machtgier, Morde, Mafia
#KOBLear
18. September 2026
Im Untergang gefangen
Ein Gespräch mit Bühnenbildnerin Rebecca Ringst über ihre Ausstattung zu Aribert Reimanns Lear im Hangar und dass sich Weite und Beklemmung keineswegs widersprechen
#KOBLear
17. September 2026
»Eine Lehrstunde in Sachen musiktheatraler Personenregie… Kosky trifft Entscheidungen, die bei allem Überzeitlichen subtil im Hier und Heute ankern. So wird Glosters flüchtiger Sohn Edgar in seiner Verkleidung als Bettler Tom zu einer queeren Figur mit BH und Glitzerhäubchen. Ein wackelig staksendes Menschenwesen, das die um die Macht im Reich streitenden Edmunds, Gonerils (Rosie Aldridge mit dem Leuchtfeuer einer Brünnhilde) und Regans (Nicole Chevaliers Strauss’scher Sahnesopran) wohl einfach zerquetschen könnten. Aber der Countertenor Aryeh Nussbaum Cohen kann nicht nur fragil wie in den erschütternden "Tom friert!"-Rufen, sondern lässt auch schon die Entschlossenheit jenes Edgar durchschimmern, der seinen Halbbruder Edmund (echter Strahletenor: Brenton Ryan) zur Rechenschaft ziehen wird.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
Ruf ich nach Todes Rast
#KOBLear
17. September 2026
»Ein Ereignis der Extraklasse.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
Ruf ich nach Todes Rast
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17. September 2026
Das ist die Oper, die der Hangar braucht
Udo Badelt, Der Tagesspiegel, 17.09.2026
Das ist die Oper, die der Hangar braucht: Die Komische Oper eröffnet ihre Spielzeit mit »Lear«
Das ist die Oper, die der Hangar braucht: Die Komische Oper eröffnet ihre Spielzeit mit »Lear«
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17. September 2026
Goneril ist, wie alle Frauen, die ich spiele, ein Produkt ihrer Außenwelt. Sie wurde nicht kalt und grausam geboren. Geformt wurde sie durch ein Leben voller emotionaler Vernachlässigung und durch ein tiefes Verlangen danach, gesehen und wertgeschätzt zu werden. Sie verhält sich wie ein Mann – und dass sie dafür von allen so verabscheut wird, sagt für mich sehr viel aus.
Ihre Kälte und ihre Selbstbeherrschung sind ihre Rüstung. […] Barrie Kosky und ich waren uns beide von Anfang an einig, dass Goneril eine weitaus interessantere Figur ist, als man ihr häufig zugesteht.
Ihre Kälte und ihre Selbstbeherrschung sind ihre Rüstung. […] Barrie Kosky und ich waren uns beide von Anfang an einig, dass Goneril eine weitaus interessantere Figur ist, als man ihr häufig zugesteht.
Rosie Altridge über ihre Rollespiel als Goneril in Barrie Koskys Lear, in: Interview für ioco.de
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