Ulrike Helzel
seit 2024/25 Mitglied des Ensembles der Komischen Oper Berlin
HEIMAT
Magdeburg
STUDIUM
Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy«
PREISE
2. Preis beim Internationalen Antonin-Dvořák-Gesangswettbewerb in Karlovy Vari 1990
Händel-Förderpreis der Stadt Halle
Stipendiatin der Richard-Wagner-Stiftung
HEIMAT
Magdeburg
STUDIUM
Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy«
PREISE
2. Preis beim Internationalen Antonin-Dvořák-Gesangswettbewerb in Karlovy Vari 1990
Händel-Förderpreis der Stadt Halle
Stipendiatin der Richard-Wagner-Stiftung
WICHTIGE DIRIGENT:INNEN
Alain Altinoglu
Frédéric Chaslin
Adam Fischer
Mikko Franck
James Gaffigan
Simone Young
Cornelius Meister
Ingo Metzmacher
Andris Nelsons
Tomáš Netopil
Philippe Jordan
Kirill Petrenko
Simon Rattle
Ulf Schirmer
Peter Schneider
Jeffrey Tate
Christian Thielemann
Franz Welser-Möst
FESTE ENGAGEMENTS
Deutsche Oper Berlin
Wiener Staatsoper
WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Wellgunde (Der Ring des Nibelungen) bei den Bayreuther Festspielen
Angelina (La Cenerentola)
Titelpartie in Carmen, Fricka (Das Rheingold)
AUSFLÜGE
Brüsseler Oper La Monnaie
Bayerische Staatsoper München
Nederlandse Opera Amsterdam
Grand Théâtre de Genève
Oper Leipzig
Festival Internacional de Música de Canarias
Dresdner Musikfestspiele
Festival Radio France Occitanie Montpellier
WEITERE TÄTIGKEITEN
Engagements als Konzertsängerin unter anderem in Berlin mit einem ausgesuchten Zemlinsky-Programm, in Weimar mit den Zigeunerliedern von Johannes Brahms sowie in Dresden mit Mussorgskys Liederzyklus Kinderstube
AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
Donna Elvira (Don Giovanni)
Die Öffentliche Meinung (Orpheus in der Unterwelt)
Als Kind hätte Ulrike Helzel nie gedacht, dass sie einmal beruflich auf der Bühne stehen würde. Sie spielte zwar Klavier, aber der Gedanke, ihr Hobby zum Beruf zu machen, kam ihr nicht in den Sinn. Ihre Eltern waren beide musikbegeistert, aber Theater spielte in ihrem Leben kaum eine Rolle. Dennoch blieb ihr ein bestimmtes Stück, der Vetter aus Dingsda, welches sie einmal als Kind am Theater Magdeburg gesehen hatte, in Erinnerung: »Die gesungenen Stücke fand ich schrecklich, aber den gesprochenen Texten konnte ich gerade noch folgen.«
Als ihre Klavierlehrerin ihr den Impuls gab, es mal mit dem Singen zu probieren, kam Ulrike Helzel schließlich auf den Geschmack. Der Gedanke, auf einer Bühne zu stehen und eine Rolle zu spielen, kam allerdings erst viel später. Schon als sie das erste Mal auf der Bühne stand, wurde sie »infiziert«, wie sie es beschreibt. Ab da war es vorbei mit der Zurückhaltung, und sie bekam erste Engagements am Theater in Halle. Rückblickend glaubt sie, dass ihre Naivität im Studium sogar hilfreich war: »Wenn ich damals gewusst hätte, was bei einem Vorsingen alles auf dem Spiel steht, hätte ich mich niemals getraut. Einen Plan B hatte ich nicht.«
Erst als sie sich auf die Aufnahmeprüfung für das Gesangsstudium vorbereitete, kam Ulrike Helzel auf die Idee, sich wirklich mit dem Theaterprogramm auseinanderzusetzen. Bis dahin hatte sie kaum etwas gesehen. Als Garderobiere erhielt sie während ihres Studiums dann erste Einblicke in die Opernwelt.
Ulrike Helzel kehrt nach Jahren an der Deutschen Oper Berlin und der Wiener Staatsoper nun nach Berlin zurück, diesmal an die Komische Oper Berlin. Heute kann sie auf eine langjährige erfolgreiche Karriere zurückblicken. Wenn sie mit früheren Herzensproduktionen in Berührung kommt, ist dies noch immer etwas ganz Besonderes. So sang sie vor 25 Jahren bei der Premiere von Hänsel und Gretel den Hänsel und durfte jetzt in derselben Inszenierung als Mutter eine neue Perspektive auf das Stück erleben. Rollen wie Cherubino und Hänsel haben die Sängerin über 20 Jahre begleitet, und solche neuen Begegnungen mit den Stücken sind für sie besonders wertvoll.
Heute interessieren Ulrike Helzel neue Herausforderungen: Ältere Frauenrollen, die sie früher nicht singen konnte, aber jetzt spannend und herausfordernd findet. Da gibt es einige, die sie sich gerne erarbeiten würde. Besonders schätzt sie die Gelassenheit, die sie über die Jahre in verschiedenen Ensembles gewonnen hat, und freut sich auf die kommenden Spielzeiten an der Komischen Oper Berlin. Die Stadt verbindet sie vor allem mit ihrem großen Freundeskreis, zu dem sie nach 12 Jahren zurückkehrt. Hier fühlt sie sich immer noch, oder wieder, wie zu Hause.
Nächste Termine und Besetzung
Magazin
5. Oktober 2026
Holzinger im Hangar!
Die Komische Oper Berlin ist eines der vielfältigsten Häuser der deutschen Opernlandschaft und ich schätze den kollaborativen Arbeitsgeist bereits seit unserer Zusammenarbeit für SANCTA. Spätestens seitdem stand es auf meiner Bucketlist, hier zu inszenieren, und dass ich das nun sogar im Hangar in Tempelhof machen darf, kann ich kaum erwarten!
Florentina Holzinger
Die Spielzeit 2027/28 beginnt mit einer neuen Arbeit von Florentina Holzinger zum Thema Krieg im Hangar4/Flughafen Tempelhof.
Registrieren Sie sich jetzt für den Early-Bird-Rabatt und erhalten Sie ein exklusives Vorkaufsrecht vor dem Start des regulären Ticketverkaufs!
Die Spielzeit 2027/28 beginnt mit einer neuen Arbeit von Florentina Holzinger zum Thema Krieg im Hangar4/Flughafen Tempelhof.
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18. September 2025
Alles ist am Brodeln
Jewgeni Onegin ist eine Oper, in der die großen Gefühle und Leidenschaften unter der Oberfläche köcheln, die inneren Stürme zurückgehalten werden. Und die Musik? Sie erzählt, was die Figuren einander nicht sagen können. Traumwandlerisch präzise hat Pjotr Tschaikowski diese Spannung zwischen Fassade und Innenleben in seine Partitur gegossen, unter den kühlen Worten seiner Figuren tanzt das Orchester. Alles ist am Brodeln, kurz vor dem Ausbruch, aber der kommt meist zu spät. Das ist die eigentliche Tragödie dieses Werks: nicht Schicksal, sondern verpasster Moment. Ein Gespräch über Intimität und Pathos mit dem Dirigenten Henrik Nánási über Tschaikowskis Jewgeni Onegin.
#KOBOnegin
28. Mai 2025
Modernes Schicksal, verpasste Liebe
Die Geburtsstunde des Musikdramas Jewgeni Onegin fällt auf einen Nachmittag im Mai 1877: Pjotr Iljitsch Tschaikowski sitzt in einem Restaurant, speist und grübelt. Er sucht nach einem Stoff für eine Oper, die es mit George Bizets Carmen aufnehmen kann. Dann hallt eine Empfehlung in seinem Kopf nach. Er läuft zum nächsten Buchladen und verschlingt in einer Nacht den Roman Jewgeni Onegin von Alexander Puschkin. Nicht einmal ein Jahr später schreibt Tschaikowski Operngeschichte mit einem Gegenentwurf zu Wagner und Verdi – still, psychologisch, modern. Seit dem gilt sein gleichnamiges Opern- und Zivilisationsdrama als erstes realistisches Werk über Einsamkeit, Sinnsuche und Liebeserfüllung im Spiel von Sehnsucht und Egoismus.
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Kosky zeigt, was er auch kann: behutsam führen, das Innerste der Figuren ins Äußere der Protagonisten kehren...
Im Dickicht der Gefühle
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
#KOBOnegin
1. Februar 2016
… wie genau Kosky in die Abgründe aller Beteiligten schaut, ist bewundernswert.
Feinnerviges Psychogramm junger Leute
Uwe Friedrich, BR Klassik
Uwe Friedrich, BR Klassik
#KOBOnegin
