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Gastsolistin - Sopran

Am­bur Bra­id

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Die kanadische Sopranistin Ambur Braid ist bekannt für ihre psychologisch eindringlichen Darstellungen und ihre strahlende Stimmkraft. Sie gehört zu den faszinierendsten Sopranistinnen ihrer Generation. 2026 markiert ein weiteres prägendes Kapitel in Braids Karriere: Beim Festival d’Aix-en-Provence feiert Ambur Braid ihr Debüt als „Die Färberin“ in Barrie Koskys Neuproduktion von Richard Strauss' Die Frau ohne Schatten unter der Leitung von Klaus Mäkelä. Als zwei weitere bedeutende Rollendebüts gelten ihre Auftritte als Katerina Lwowna Ismailowa (Lady Macbeth von Mzensk) in einer neuen Inszenierung von Barrie Kosky an der Komischen Oper Berlin unter der Leitung von James Gaffigan sowie als Bianca in Tobias Kratzers Neuinszenierung von Zemlinskys Eine florentinische Tragödie an der Staatsoper Hamburg unter Karina Canellakis. In ihrer Rolle als
Katerina Lwowna Ismailowa ist Ambur Braid für den Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Darsteller:in Musiktheater nominiert.

HEIMAT
Kanada

STUDIUM
Glenn Gould School des Royal Conservatory of Music in Toronto, San Francisco Conservatory of Music, Ensemble Studio der Canadian Opera Company
Ambur Braid [ist] darstellerisch eine Ausnahmekünstlerin. Jederzeit authentisch zieht sie uns in ihren Bann, fordert zum Miterleben und Mitleiden heraus und lässt niemanden im Publikum teilnahmslos. In dem überwältigenden Farbenreichtum ihres Spiels sind Auflehnung und Verletzlichkeit ebenso nachfühlbar wie die verzweifelte Einsamkeit ihrer Figur.
Jury-Begründung DER FAUST

Magazin

4. September 2026

Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
#KOBLear
10. Mai 2026
Unserer Touren hinter die Bühne der Komischen Oper Berlin zeigen unseren Gästen, welche Detailliebe hinter jeder Arbeit steckt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Menschen auf unseren Führungen Kultur erst richtig zu schätzen lernen – weil sie sehen, wie viel Herzblut und Überlegung in jedes Detail fließt, wenn aus Darsteller:innen Bühnenfiguren werden. Das liebe ich an meinen Job.