©

Dazwischen und außer­halb

Eine Soiree zum Phänomen Orlando
©
Südengland, in den 1920er-Jahren: Voller Faszination kreist Virginia Woolf in ihrem Schreiben immer wieder um das Thema „Androgynität”. Mit der fiktiven Biografie Orlando verfasst sie eine Transgender-Geschichte avant la lettre – und ganz nebenbei eine queere Liebeserklärung an ihre Freundin Vita Sackville-West. Zur selben Zeit in Berlin forscht der Arzt und Pionier der Sexualwissenschaft Magnus Hirschfeld zu „sexuellen Zwischenstufen”, setzt sich für die Emanzipation und Antidiskriminierung von homosexuellen, inter- und transgeschlechtlichen Menschen ein und kämpft für eine Auflösung des binären Geschlechterverständnisses.

Aus Anlass des Magnus Hirschfeld Tages und der deutschen Erstaufführung von Olga Neuwirths Oper Orlando widmet sich die Komische Oper Berlin in Kooperation mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld in einer Soiree dem Thema Genderfluidität aus ideengeschichtlicher, persönlicher und musikalischer Perspektive: Mit Expert:innen aus Literatur und Wissenschaft sprechen wir über Queer Reading, Woolfs Klassiker und die Geschichte der frühen Sexualwissenschaft. Was hätten Virginia Woolf und Magnus Hirschfeld einander zu erzählen gehabt? Und wie wird Orlando heute gelesen? Die an der Neuproduktion beteiligten Sänger:innen Ema Nikolovska (Orlando) und Kevin(a) Taylor (Orlando’s Child) rahmen den Abend mit einer Reise durch Zeit, Stil und Identitäten musikalisch ein.

Nächste Termine und Besetzung

Schillertheater – Foyer

Bismarckstraße 110
10625 Berlin
Di
26. Mai 2026
19:00

In Kopperation mit