© Jan Windszus Photography
Brief des Orchesters der Komischen Oper Berlin an den Berliner Senat
Sehr geehrter Regierender Bürgermeister Herr Wegner,
sehr geehrter Kultursenator Herr Chialo,
sehr geehrte Abgeordnete!
Wir, der Orchestervorstand und Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin, schreiben Ihnen in großer Sorge um unsere künstlerische Heimat, das Opernhaus in der Behrenstraße nahe des Brandenburger Tores.
Nachdem das Haus zuletzt in den 1960er Jahren saniert wurde und der dringende Sanierungsbedarf seit den 1990er Jahren bekannt war, ist es nun endlich so weit: nach 10 Jahren Planung hat der Umbau begonnen, es gibt kein Zurück.
Die aktuellen Sparpläne des Berliner Senats treffen uns daher wie ein Schlag: für das kommende Jahr werden die Gelder für den Fortgang der Bauarbeiten nicht bewilligt, auch für das Jahr darauf sind sie in Gefahr. „Einen Baustopp wird es nicht geben.“,` sicherte Kultursenator Chialo noch vor wenigen Wochen bei einer Premiere dem gesamten Haus zu, nun soll der Baustopp vorläufig zwei Jahre dauern.
10 Mio. Euro möchte man so im nächsten Jahr einsparen. Eine absurde Entscheidung, wenn man weiß, dass sich die Gesamtkosten dadurch exorbitant erhöhen. Jedes Jahr Verzögerung bedeutet allein durch den Baukostenindex eine Steigerung der Gesamtkosten um 40 Mio. Euro, zwei Jahre Baustopp führen zu einer Verzögerung der Fertigstellung um wenigstens vier Jahre. Da nicht absehbar ist, dass sich die wirtschaftliche Lage in den nächsten Jahren wesentlich verbessert, erfüllt uns diese folgenschwere Entscheidung des Berliner Senats mit Entsetzen.
Die Komische Oper Berlin ist in Gefahr, ihr Dach über dem Kopf zu verlieren. Sie ist geschichtlich untrennbar verknüpft mit ihrem Stammhaus in der Behrenstraße, die Verortung ist elementar.
Unsere Interimsspielstätte, das Schillertheater in der City West, ist ein guter Ausweichspielort für die begrenzte Zeit des Umbaus, doch für einen dauerhaften Spielbetrieb nicht geeignet. Als Gründe genannt seien hier nur die fehlenden Lagerkapazitäten im Schillertheater und der immense logistische Aufwand für jede einzelne Vorstellung. Dadurch sind deutlich weniger Vorstellungen in der Saison möglich. Weniger Sitzplätze bedeuten weniger Kartenverkäufe, die trockene Akustik eines Sprechtheaters ist nicht für jedes Repertoire geeignet. All dies führt zu Einschränkungen im Betrieb und in der Wirtschaftlichkeit.
Unser fehlendes eigenes Haus gefährdet die Komische Oper in ihrer Existenz, ihr Erhalt ist unumkehrbar gekoppelt an den Umbau!
Seit 130 Jahren hat das Haus in der Behrenstraße die schwersten politischen und wirtschaftlichen Stürme überlebt. Dieses Juwel war die wichtigste Operettenbühne ganz Deutschlands in der Weimarer Republik. Unter Barrie Kosky wurden und werden viele Werke dieser Zeit zu neuem Leben erweckt und die verlorengegangene jüdische Kultur Berlins der Zeit vor 1933 an ihren Heimatort zurückgebracht.
Die jetzige Berliner Landesregierung setzt sich angeblich für den Schutz der jüdischen Kultur in Berlin ein, ignoriert aber den großen Anteil jüdischer Kunst und Künstler an Geschichte und Gegenwart der Komischen Oper Berlin.
Soll so das politische Vermächtnis aussehen, mit dem sich die jetzige Berliner Landesregierung in der Geschichte Berlins verewigen möchte? Die Entscheidungen dafür getroffen zu haben, ein erfolgreiches und international angesehenes Opernhaus mit langer Tradition und Geschichte nachhaltig zu zerstören und wertvolles Tafelsilber unserer Stadt zu vernichten? Und ganz nebenbei im Herzen Berlins, in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tors, eine Bauruine zu hinterlassen, in der aus Denkmalschutzgründen am Ende ja doch nur Oper gespielt werden kann? (Wie wäre es mit der Komischen Oper?)
Daraus kann der Stadt Berlin in jedem Fall nur großer und nachhaltiger Schaden entstehen.
Die Komische Oper hat seit jeher mit ihrem künstlerischen Profil einen festen und durch nichts zu ersetzenden Platz in der vielfältigen Kulturlandschaft Berlins.
Seit der Auflösung des Metropol-Theaters in Berlin gibt es nur noch ein Haus in Berlin, in dem auch Operette und Musical in weltweit gefeierter und höchster Qualität geboten werden. Und das ist die Komische Oper! Sie ist dabei auch in der Berliner Opernstiftung unverzichtbar, da sowohl Staatsoper als auch Deutsche Oper hauptsächlich das klassische und moderne Opernrepertoire aufführen.
Unser Haus war in den letzten Jahren vorbildlich in alternativer Programmgestaltung und der Schärfung eines ganz besonderen programmatischen Profils, welches jedes Jahr neben Berlinern tausende kulturbegeisterte Touristen aus aller Welt nach Berlin bringt. Viele Menschen kommen speziell für Vorstellungen unseres Hauses nach Berlin und leisten damit auch einen wichtigen Beitrag für die Berliner Wirtschaft. Unser Spielplan ist breit gefächert: Er umfasst alle Genres von Barock bis Musical, von Kinderoper bis zu großen Klassikern, darüber hinaus inklusive und interkulturelle Kiez-Integration (,Selam Opera!‘), Kinder-, Familien- und Jugendarbeit (‚Jung - Für Alle‘. in türkischer & ukrainischer Sprache), kreative Schaffung alternativer Spielräume – bei gleichzeitiger Steigerung unserer Auslastung mit breitem Publikum – vom Kleinkind bis Rentner, vom Geringverdiener bis zu gehobenen Einkünften, von Familien bis Queer, aus allen Gesellschaftsschichten und Nationen – unser offenes und vielfältiges Haus ist einzigartig unter den Opernhäusern. Viele Menschen gehen hier zum ersten Mal in ihrem Leben in die Oper. Unser Haus ist eine besondere Schnittstelle, die im Sinne aller Opernhäuser ein neues Publikum an die Kultur heranführt. Dies alles wurde geschafft bis zu Höchstauslastungszahlen innerhalb Berlins mit teils für uns seit vielen Jahren strengen Sparvorgaben. Für all diese Bemühungen werden wir nun besonders hart abgestraft – die sozialen und wirtschaftlichen Folgen sind in ihrer Dimension massiv. Das öffentliche Versprechen für unseren Umbau stand. Die aktuellen Vorgänge sind eklatant vertrauensschädigend. Ihnen und uns Allen ist klar: diese Einschnitte würden schleichend und unaufhaltsam das Ende der Komischen Oper bedeuten und das wäre nie wieder rückgängig zu machen.
Gerade eben wurde unser Haus zum zweiten Mal nach 2015 mit dem `International Opera Award` ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde die Komische Oper 2007 und 2013 von der Fachzeitschrift Opernwelt zum `Opernhaus des Jahres` gekürt.
Die Komische Oper gehört zur DNA Berlins und besitzt für unsere Stadt internationale Strahlkraft. Kultur ist das, was Berlin in der Welt einzigartig macht.
Nun soll dieser wertvolle Besitz zur Disposition gestellt werden? Für kurzfristige Sparpläne, die eine langfristig wichtige, mit der Stadt Berlin untrennbar verbundene historische Kulturstätte vernichten.
Die Schäden, die ein solch kurzsichtiges Handeln anrichten würde, hätten so gravierende Folgen, dass dies unter keinen Umständen hinnehmbar ist. Die Stadt Berlin ist der Verlierer in dieser Rechnung.
In Kultur muss investiert werden! Aber jeder Euro für den Wirtschaftsfaktor Kultur bringt der Stadt durch den Hebelfaktor (laut unseres Kultursenators) das Fünffache und mehr zurück.
In Anlehnung an die Worte von Frau Mallwitz, GMD des Konzerthausorchesters: Wir werden die vielen Krisen in der Welt nicht bezwingen, wenn wir nicht diese kulturellen Orte erhalten und über dunkle Zeiten tragen. Die Zeit, in welcher wir Kultur als Gesellschaft bitter nötig haben, ist genau jetzt! Wir besitzen damit einen wertvollen Schatz hier in Deutschland – insbesondere in Berlin und insbesondere mit der Komischen Oper –, welcher erhalten werden muss! Die Komische Oper, 1947 unter Walter Felsenstein aus den Trümmern des Krieges und der Zerstörung in harter Arbeit wieder auferstanden, ausdrücklich als „Oper für Alle“ – für dieses Vermächtnis tragen Sie als Entscheidungsträger eine Verantwortung!
Wie Sie wissen, muss der Sparetat der Berliner Regierungskoalition noch vom Berliner Abgeordnetenhaus bestätigt werden. Wir wenden uns daher mit der großen Bitte an Sie: lassen Sie nicht zu, dass der Umbau des Stammhauses der Komischen Oper gestoppt wird. Damit die Komische Oper auch in Zukunft der Stadt Berlin, allen Berlinerinnen und Berlinern und den Kulturbegeisterten auf der ganzen Welt erhalten bleibt.
Mit großem Dank und herzlichen Grüßen,
Generalmusikdirektor
James Gaffigan
Orchestervorstand Komische Oper Berlin
Yuta Nishiyama
Tatjana Schütz
Andrea Haubold
Melinda Watzel
Lorenz Jansky
sehr geehrter Kultursenator Herr Chialo,
sehr geehrte Abgeordnete!
Wir, der Orchestervorstand und Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin, schreiben Ihnen in großer Sorge um unsere künstlerische Heimat, das Opernhaus in der Behrenstraße nahe des Brandenburger Tores.
Nachdem das Haus zuletzt in den 1960er Jahren saniert wurde und der dringende Sanierungsbedarf seit den 1990er Jahren bekannt war, ist es nun endlich so weit: nach 10 Jahren Planung hat der Umbau begonnen, es gibt kein Zurück.
Die aktuellen Sparpläne des Berliner Senats treffen uns daher wie ein Schlag: für das kommende Jahr werden die Gelder für den Fortgang der Bauarbeiten nicht bewilligt, auch für das Jahr darauf sind sie in Gefahr. „Einen Baustopp wird es nicht geben.“,` sicherte Kultursenator Chialo noch vor wenigen Wochen bei einer Premiere dem gesamten Haus zu, nun soll der Baustopp vorläufig zwei Jahre dauern.
10 Mio. Euro möchte man so im nächsten Jahr einsparen. Eine absurde Entscheidung, wenn man weiß, dass sich die Gesamtkosten dadurch exorbitant erhöhen. Jedes Jahr Verzögerung bedeutet allein durch den Baukostenindex eine Steigerung der Gesamtkosten um 40 Mio. Euro, zwei Jahre Baustopp führen zu einer Verzögerung der Fertigstellung um wenigstens vier Jahre. Da nicht absehbar ist, dass sich die wirtschaftliche Lage in den nächsten Jahren wesentlich verbessert, erfüllt uns diese folgenschwere Entscheidung des Berliner Senats mit Entsetzen.
Die Komische Oper Berlin ist in Gefahr, ihr Dach über dem Kopf zu verlieren. Sie ist geschichtlich untrennbar verknüpft mit ihrem Stammhaus in der Behrenstraße, die Verortung ist elementar.
Unsere Interimsspielstätte, das Schillertheater in der City West, ist ein guter Ausweichspielort für die begrenzte Zeit des Umbaus, doch für einen dauerhaften Spielbetrieb nicht geeignet. Als Gründe genannt seien hier nur die fehlenden Lagerkapazitäten im Schillertheater und der immense logistische Aufwand für jede einzelne Vorstellung. Dadurch sind deutlich weniger Vorstellungen in der Saison möglich. Weniger Sitzplätze bedeuten weniger Kartenverkäufe, die trockene Akustik eines Sprechtheaters ist nicht für jedes Repertoire geeignet. All dies führt zu Einschränkungen im Betrieb und in der Wirtschaftlichkeit.
Unser fehlendes eigenes Haus gefährdet die Komische Oper in ihrer Existenz, ihr Erhalt ist unumkehrbar gekoppelt an den Umbau!
Seit 130 Jahren hat das Haus in der Behrenstraße die schwersten politischen und wirtschaftlichen Stürme überlebt. Dieses Juwel war die wichtigste Operettenbühne ganz Deutschlands in der Weimarer Republik. Unter Barrie Kosky wurden und werden viele Werke dieser Zeit zu neuem Leben erweckt und die verlorengegangene jüdische Kultur Berlins der Zeit vor 1933 an ihren Heimatort zurückgebracht.
Die jetzige Berliner Landesregierung setzt sich angeblich für den Schutz der jüdischen Kultur in Berlin ein, ignoriert aber den großen Anteil jüdischer Kunst und Künstler an Geschichte und Gegenwart der Komischen Oper Berlin.
Soll so das politische Vermächtnis aussehen, mit dem sich die jetzige Berliner Landesregierung in der Geschichte Berlins verewigen möchte? Die Entscheidungen dafür getroffen zu haben, ein erfolgreiches und international angesehenes Opernhaus mit langer Tradition und Geschichte nachhaltig zu zerstören und wertvolles Tafelsilber unserer Stadt zu vernichten? Und ganz nebenbei im Herzen Berlins, in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tors, eine Bauruine zu hinterlassen, in der aus Denkmalschutzgründen am Ende ja doch nur Oper gespielt werden kann? (Wie wäre es mit der Komischen Oper?)
Daraus kann der Stadt Berlin in jedem Fall nur großer und nachhaltiger Schaden entstehen.
Die Komische Oper hat seit jeher mit ihrem künstlerischen Profil einen festen und durch nichts zu ersetzenden Platz in der vielfältigen Kulturlandschaft Berlins.
Seit der Auflösung des Metropol-Theaters in Berlin gibt es nur noch ein Haus in Berlin, in dem auch Operette und Musical in weltweit gefeierter und höchster Qualität geboten werden. Und das ist die Komische Oper! Sie ist dabei auch in der Berliner Opernstiftung unverzichtbar, da sowohl Staatsoper als auch Deutsche Oper hauptsächlich das klassische und moderne Opernrepertoire aufführen.
Unser Haus war in den letzten Jahren vorbildlich in alternativer Programmgestaltung und der Schärfung eines ganz besonderen programmatischen Profils, welches jedes Jahr neben Berlinern tausende kulturbegeisterte Touristen aus aller Welt nach Berlin bringt. Viele Menschen kommen speziell für Vorstellungen unseres Hauses nach Berlin und leisten damit auch einen wichtigen Beitrag für die Berliner Wirtschaft. Unser Spielplan ist breit gefächert: Er umfasst alle Genres von Barock bis Musical, von Kinderoper bis zu großen Klassikern, darüber hinaus inklusive und interkulturelle Kiez-Integration (,Selam Opera!‘), Kinder-, Familien- und Jugendarbeit (‚Jung - Für Alle‘. in türkischer & ukrainischer Sprache), kreative Schaffung alternativer Spielräume – bei gleichzeitiger Steigerung unserer Auslastung mit breitem Publikum – vom Kleinkind bis Rentner, vom Geringverdiener bis zu gehobenen Einkünften, von Familien bis Queer, aus allen Gesellschaftsschichten und Nationen – unser offenes und vielfältiges Haus ist einzigartig unter den Opernhäusern. Viele Menschen gehen hier zum ersten Mal in ihrem Leben in die Oper. Unser Haus ist eine besondere Schnittstelle, die im Sinne aller Opernhäuser ein neues Publikum an die Kultur heranführt. Dies alles wurde geschafft bis zu Höchstauslastungszahlen innerhalb Berlins mit teils für uns seit vielen Jahren strengen Sparvorgaben. Für all diese Bemühungen werden wir nun besonders hart abgestraft – die sozialen und wirtschaftlichen Folgen sind in ihrer Dimension massiv. Das öffentliche Versprechen für unseren Umbau stand. Die aktuellen Vorgänge sind eklatant vertrauensschädigend. Ihnen und uns Allen ist klar: diese Einschnitte würden schleichend und unaufhaltsam das Ende der Komischen Oper bedeuten und das wäre nie wieder rückgängig zu machen.
Gerade eben wurde unser Haus zum zweiten Mal nach 2015 mit dem `International Opera Award` ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde die Komische Oper 2007 und 2013 von der Fachzeitschrift Opernwelt zum `Opernhaus des Jahres` gekürt.
Die Komische Oper gehört zur DNA Berlins und besitzt für unsere Stadt internationale Strahlkraft. Kultur ist das, was Berlin in der Welt einzigartig macht.
Nun soll dieser wertvolle Besitz zur Disposition gestellt werden? Für kurzfristige Sparpläne, die eine langfristig wichtige, mit der Stadt Berlin untrennbar verbundene historische Kulturstätte vernichten.
Die Schäden, die ein solch kurzsichtiges Handeln anrichten würde, hätten so gravierende Folgen, dass dies unter keinen Umständen hinnehmbar ist. Die Stadt Berlin ist der Verlierer in dieser Rechnung.
In Kultur muss investiert werden! Aber jeder Euro für den Wirtschaftsfaktor Kultur bringt der Stadt durch den Hebelfaktor (laut unseres Kultursenators) das Fünffache und mehr zurück.
In Anlehnung an die Worte von Frau Mallwitz, GMD des Konzerthausorchesters: Wir werden die vielen Krisen in der Welt nicht bezwingen, wenn wir nicht diese kulturellen Orte erhalten und über dunkle Zeiten tragen. Die Zeit, in welcher wir Kultur als Gesellschaft bitter nötig haben, ist genau jetzt! Wir besitzen damit einen wertvollen Schatz hier in Deutschland – insbesondere in Berlin und insbesondere mit der Komischen Oper –, welcher erhalten werden muss! Die Komische Oper, 1947 unter Walter Felsenstein aus den Trümmern des Krieges und der Zerstörung in harter Arbeit wieder auferstanden, ausdrücklich als „Oper für Alle“ – für dieses Vermächtnis tragen Sie als Entscheidungsträger eine Verantwortung!
Wie Sie wissen, muss der Sparetat der Berliner Regierungskoalition noch vom Berliner Abgeordnetenhaus bestätigt werden. Wir wenden uns daher mit der großen Bitte an Sie: lassen Sie nicht zu, dass der Umbau des Stammhauses der Komischen Oper gestoppt wird. Damit die Komische Oper auch in Zukunft der Stadt Berlin, allen Berlinerinnen und Berlinern und den Kulturbegeisterten auf der ganzen Welt erhalten bleibt.
Mit großem Dank und herzlichen Grüßen,
Generalmusikdirektor
James Gaffigan
Orchestervorstand Komische Oper Berlin
Yuta Nishiyama
Tatjana Schütz
Andrea Haubold
Melinda Watzel
Lorenz Jansky
14. April 2026
Blick über den Bauzaun
Was passiert auf der Bühne in unserem Stammhaus? Wie geht die Sanierung in der Behrenstraße voran? Zehn Einblicke in die Zukunft der Komischen Oper Berlin.
#KOBSanierung
11. Dezember 2024
Brief an den Senat im Namen des Chores
#dasistnichtkomisch
#keinBaustoppinMitte
22. November 2024
Offener Brief von Barrie Kosky
»Bitte schützen Sie unsere geliebte Komische Oper in der Behrenstraße!«, schreibt unser früherer Intendant Barrie Kosky in seinem offenen Brief an Bürgermeister Kai Wegner, Finanzsenator Stefan Evers und Kultursenator Joe Chialo. »Lassen Sie nicht zu, dass das Ihr Vermächtnis ist.«
Den kompletten Brief können Sie exklusiv beim Tagesspiegel lesen.
Den kompletten Brief können Sie exklusiv beim Tagesspiegel lesen.
#dasistnichtkomisch
#keinBaustoppinBerlinMitte
#KOBSanierung
19. November 2024
Doppelte Katastrophe für die Komische Oper Berlin
Sparmaßnahmen der Berliner Landesregierung
»Trotz aller guten Argumente, die wir in den letzten Wochen und Monaten ausgetauscht haben, muss die Kultur insgesamt und die Komische Oper Berlin insbesondere überproportional massive Einsparungen hinnehmen. Und zwar nicht nur die Kürzungen von 9 % im laufenden Betrieb für 2025: Dazu kommt der Baustopp für die Sanierungsmaßnahmen unseres Stammhauses in der Behrenstraße.«, sagen Susanne Moser und Philip Bröking, die Ko-Intendanz der Komischen Oper Berlin. »Ein Baustopp von zwei Jahren führt zu einer Verzögerung der Fertigstellung um mindestens vier Jahre! 10 Millionen Euro werden gespart, es werden Mehrkosten von etwa 250 Millionen Euro verursacht. Das ist ein Skandal!«.
#dasistnichtkomisch
#keinBaustoppinBerlinMitte
#KOBSanierung
6. November 2024
Der Blick auf unsere Baustelle in der Behrenstraße
Spieglein, Spieglein an der Wand … doch momentan spiegelt sich hier nichts! Die Spiegel sind abgenommen, eingelagert und werden später in neuem Glanz wieder installiert. Seit Sommer 2023 haben wir unser Stammhaus verlassen. Die Komische Oper Berlin wird fit gemacht für das Musiktheater des neuen Jahrtausends. Der Fotograf Thomas Florschuetz begleitet die Sanierung des Stammhauses und lässt mit seinem einzigartigen Blick die Räume erstrahlen.
©Thomas Florschuetz | 2. Rang, Umgang links
©Thomas Florschuetz | 2. Rang, Umgang links
#KOBSanierung
#KOBwirkommenwieder
1. November 2024
Ein Opernhaus für die Zukunft des Musiktheaters
Die Komische Oper Berlin war eines der ersten Häuser, die nach der Zerstörung in Ost-Berlin wieder aufgebaut wurden. Unter Leitung des Architekten Kunz Nierade wurde aus dem Opernhaus in der Behrenstraße Mitte der 1969er Jahre, das, was es heute ist: ein Juwel der Ostberliner Nachkriegsmoderne mit historischem Opernsaal als Kern des Hauses. Nun wird der Bau umfassend saniert, modernisiert und erweitert – die Geburtsstätte des modernen Musiktheaters wird für die Zukunft fit gemacht. Wie die aussehen wird, welche Lösungen Architekt:innen, Stadtplaner:innen und Denkmalschützer:innen gefunden haben, um heutige Bedürfnisse von Besucher:innen und Mitarbeiter:innen zu erfüllen, welche Ideen Architektur verfolgt, um historische und zeitgemäße Baukultur zusammenzuführen – Antworten darauf präsentierte das Landesdenkmalamt mit seiner Gesprächsreihe Jung, aber Denkmal. Eine Podiumsdiskussion über Wunder, nahbare Architektur und ein außergewöhnliches Opernhaus für alle.
#KOBSanierung
#LandesdenkmalamtBerlin
19. September 2024
Halleluja!
Gestern hat unser Kultursenator Joe Chialo gegenüber dem rbb versichert, dass es mit der Sanierung unseres Heimathauses in der Behrenstraße im verabredeten Umfang weitergeht. Wir sind sehr erleichtert über dieses Statement!
Halleluja
#keinBaustoppinBerlinMitte
#dasistnichtkomisch
20. Juli 2024
Ein Armutszeugnis!
»Die Komische Oper Berlin ist seit Jahren Publikumsliebling und kein Haus in Deutschland hat so ein vielfältiges Programm und Publikum. Dass trotzdem erwogen wird, die Komische Oper zu beschädigen, indem man die Bauarbeiten nicht weiterführt oder überlegt, das Haus in der Behrenstraße ganz zu schließen, ist ein Skandal. Es wäre ein Armutszeugnis für diese Stadt: Alle beneiden Berlin um dieses Haus und den Politiker:innen fällt nichts anderes ein, als die Instandsetzung, das heißt die Zukunft, der Komischen Oper Berlin in Frage zu stellen?! Das macht mich so fassungslos und wütend!«
Dagmar Manzel, Regisseurin und Darstellerin an der Komischen Oper Berlin
#KeinBaustoppinBerlinMitte
#dasistnichtkomisch
17. Juli 2024
KOB@Schillertheater: Ein Provisorium, aber niemals Heimat
»Würden Sie das Berliner Ensemble vom Bertold-Brecht-Platz wegholen? Würden Sie die Berliner Philharmoniker von der Philharmonie trennen? Niemals. Wie das Stammhaus in der Behrenstraße in Berlin-Mitte sind diese Institutionen kreativ und untrennbar mit ihren Häusern verbunden. Der Komischen Oper ihre Heimat zu verweigern, hieße, sie langsam zu ersticken. Unser Theater in der Behrenstraße IST die Komische Oper.«
Barrie Kosky, Regisseur und ehemaliger Intendant der Komischen Oper Berlin
Barrie Kosky, Regisseur und ehemaliger Intendant der Komischen Oper Berlin
#KeinBaustoppinBerlinMitte
#dasistnichtkomisch
12. Juli 2024
»DAS IST NICHT KOMISCH«
Auch in der Sommerpause geht es bei uns heiß her, denn in den letzten zwei Wochen ist eine politische Diskussion über die Finanzierung des Umbaus unseres Stammhauses in der Behrenstraße entbrannt. Hintergrund ist die angespannte Haushaltslage des Landes Berlin. Eine Änderung des Sanierungsprozesses bedeutet nicht nur eine mehrjährige Verzögerung des Wiedereinzuges in unser Stammhaus, sondern auch eine erhebliche Verteuerung der gesamten Sanierung.
#KeinBaustoppinBerlinMitte
#dasistnichtkomisch
Sanierung
3. Juli 2024
Keine Bauruine für das Stammhaus der Komischen Oper Berlin
»Die Berichterstattungen über einen möglichen Baustopp unseres Stammhauses in Berlin Mitte haben uns entsetzt. Wir sind mitten im Prozess, ihn jetzt zu stoppen wäre politisch unverantwortlich und fahrlässig«, sagen Susanne Moser und Philip Bröking, die Ko-Intendanz der Komischen Oper Berlin. »Offensichtlich gibt es Diskussionen im Senat, das seit bald 60 Jahren unsanierte und baufällige, denkmalgeschützte Gebäude zu einer Bauruine werden zu lassen – wenige hundert Meter vom Brandenburger Tor entfernt – oder die Finanzierung der Sanierung auf Jahre zu verschieben. Damit würde der Berliner Senat das Problem nur verschieben, aber nicht lösen. Die Dauer des Umbaus zu strecken, ist der Garant für eine Kostenexplosion: Jedes Jahr Verzögerung bedeutet 40 Millionen Euro Mehrkosten!«
Lesen Sie mit einem Klick auf den Titel unsere vollständige Pressemitteilung zu den Gerüchten um die Szenarien zu Einsparungen rund um die Sanierung und Erweiterung unseres Stammhauses.
Bild © kadawittfeldarchitektur
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#KOBSanierung
