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Eli­za Bagg

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Eliza Bagg ist eine in Los Angeles lebende experimentelle Musikerin, die als Sängerin in der zeitgenössischen klassischen Musik arbeitet und auch eigene Werke komponiert. Sie hat mit prominenten Avantgarde-Künstler:innen zusammengearbeitet, von Auftritten in Meredith Monks Oper Atlas mit dem LA Philharmonic bis hin zu Tourneen als Mitglied von Roomful of Teeth oder der Uraufführung neuer Musik von John Zorn. Ihr Gesang wurde von der New York Times als »ätherisch« und »leuchtend« und von The New Yorker als »hauchdünn« bezeichnet.

Bagg hat eine einzigartige Aufführungs- und Improvisationspraxis entwickelt und erarbeitet häufig neue Werke in Zusammenarbeit mit Komponisten wie Ted Hearne und Ellen Reid. Außerdem hat sie zahlreiche Rollen in neuen Opern und Musiktheaterprojekten gespielt, darunter Du Yuns Angel's Bone, Michael Gordons Acquanetta, Yaz Lancasters Paper Tiger, Ash Fures Hive Rise und Wayne Shorters und Esperanza Spaldings Iphigenia.
Baggs kompositorische Arbeit verbindet virtuosen Gesang mit elektronischer Verarbeitung und erforscht das Tal »zwischen Authentizität und Künstlichkeit« (The Guardian). Ihr von der Kritik gefeiertes Album Patterns For Auto-tuned Voices And Delay, das als »Elektro-Pop-Alien« (NPR) bezeichnet wurde, kombiniert mittelalterliche und minimalistische Gesangsstile und -idiome mit Vokaleffekten und schafft »schimmernde Elektro-Hymnen« (Uncut).
Bagg trat als Solistin mit großen Sinfonieorchestern wie der Chicago Symphony, der Boston Symphony, der New York Philharmonic, der San Francisco Symphony und der LA Phil auf und stand weltweit auf den Bühnen von Konzertsälen wie der Elbphilharmonie Hamburg, dem Concertgebouw, dem Kitchen und dem Big Ears Festival.

Magazin

4. September 2026

Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
#KOBLear
10. Mai 2026
Unserer Touren hinter die Bühne der Komischen Oper Berlin zeigen unseren Gästen, welche Detailliebe hinter jeder Arbeit steckt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Menschen auf unseren Führungen Kultur erst richtig zu schätzen lernen – weil sie sehen, wie viel Herzblut und Überlegung in jedes Detail fließt, wenn aus Darsteller:innen Bühnenfiguren werden. Das liebe ich an meinen Job.