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Eli­za Bagg

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Eliza Bagg ist eine in Los Angeles lebende experimentelle Musikerin, die als Sängerin in der zeitgenössischen klassischen Musik arbeitet und auch eigene Werke komponiert. Sie hat mit prominenten Avantgarde-Künstler:innen zusammengearbeitet, von Auftritten in Meredith Monks Oper Atlas mit dem LA Philharmonic bis hin zu Tourneen als Mitglied von Roomful of Teeth oder der Uraufführung neuer Musik von John Zorn. Ihr Gesang wurde von der New York Times als »ätherisch« und »leuchtend« und von The New Yorker als »hauchdünn« bezeichnet.

Bagg hat eine einzigartige Aufführungs- und Improvisationspraxis entwickelt und erarbeitet häufig neue Werke in Zusammenarbeit mit Komponisten wie Ted Hearne und Ellen Reid. Außerdem hat sie zahlreiche Rollen in neuen Opern und Musiktheaterprojekten gespielt, darunter Du Yuns Angel's Bone, Michael Gordons Acquanetta, Yaz Lancasters Paper Tiger, Ash Fures Hive Rise und Wayne Shorters und Esperanza Spaldings Iphigenia.
Baggs kompositorische Arbeit verbindet virtuosen Gesang mit elektronischer Verarbeitung und erforscht das Tal »zwischen Authentizität und Künstlichkeit« (The Guardian). Ihr von der Kritik gefeiertes Album Patterns For Auto-tuned Voices And Delay, das als »Elektro-Pop-Alien« (NPR) bezeichnet wurde, kombiniert mittelalterliche und minimalistische Gesangsstile und -idiome mit Vokaleffekten und schafft »schimmernde Elektro-Hymnen« (Uncut).
Bagg trat als Solistin mit großen Sinfonieorchestern wie der Chicago Symphony, der Boston Symphony, der New York Philharmonic, der San Francisco Symphony und der LA Phil auf und stand weltweit auf den Bühnen von Konzertsälen wie der Elbphilharmonie Hamburg, dem Concertgebouw, dem Kitchen und dem Big Ears Festival.

Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Kosky zeigt, was er auch kann: behutsam führen, das Innerste der Figuren ins Äußere der Protagonisten kehren...
Im Dickicht der Gefühle
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
#KOBOnegin